Umweltbund Initiative der Imker, Landwirte und Verbraucher e. V.

Aktuell -- englische Studie zur Schädlichkeit von Pestiziden an sozialen Nutzinsekten.

Bereits kleine, d.h. nicht tödliche Dosen von Pestiziden schaden soziale Insekten derart, dass ihr Übeleben beeinträchtigt wird.

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=JOCGlmvhQNI

Deutsche Bieneninstitute konzentrieren sich alleine auf die pathologischen Folgen von Vergiftungen durch Pflanzenschutzmittel und bezeichnen Folgeerkrankungen als die Ursache der Gesundheitsproblematik unserer Nutzinsekten.

Damit erfüllen Sie den gegenteiligen Zweck ihrer zugewiesenen Aufgabe: Prüfung von Pflanzenschutzmitteln auf Bienengefährlichkeit. Die Steuergelder und EU-Fördermittel für deutsche Bieneninstitute werden gegen das Wohl der Bienen und Nutzinsekten und zur Protegierung deutscher Industrieprodukte verschwendet.

Imker erhalten in Deutschland keine Förderung, man könnte meinen, man möchte sie los haben!

Ursachensuche des Bienensterbens und die Bienenbrotuntersuchung von Bernd Richter Oktober 2012

Unsere Wissenschaftler haben es nicht leicht mit der Ursachensuche des Bienensterbens. Jeder weiß, dass die Varroa nicht unschuldig am Bienensterben ist. In den 70-er und 80-er Jahren starben die Völker erst nach 4 Jahren ohne Behandlung bzw. überlebten mit Behandlung. Seit mindestens 10 Jahren überleben einige Bienevölker nicht einmal 3 Jahre mit Behandlung und ohne sowieso nicht.

Laut unseren Wissenschaftlern ist vor allem die Varroa schuld, eventuell noch einige Viren oder die Nosema. Den Vorwurf, die Imker seien schuld, hat man fallen gelassen, da die Institute und die von ihnen ausgebildeten Imker ebenfalls betroffen sind. Manches Institut nimmt in die Statistik erst ab November die Völker auf und verschweigt somit die Verluste im September und Oktober, um besser da zu stehen.

Ich habe 1985 die Varroa-Milbe festgestellt, dass heißt, dass ich sie seit 1982 in den Völkern habe. Die Behandlung der Völker habe ich immer ernst genommen, zumal ich als damaliger Bienenseuchensachverständiger bestens geschult war. Trotzdem kam es ab 2002 zu stärkeren Völkerzusammenbrüchen im Herbst und Winter. Ab 2002 war ich mehrere Jahre zur Bestäubung in der Rapssaatgutvermehrung. Auf Grund der wiederholten Völkerverluste habe ich diese Wanderung aufgegeben und siehe da, die Verluste verringerten sich. Reiner Zufall?

Pflanzenschutzmittel (PSM) tragen auf keinen Fall eine Mitschuld! Seit 3 Jahren wird das Bienenbrot beim Deutschen Bienen-Monitorring (DEBIMO) untersucht und man ist fündig geworden. Die Ergebnisse sind an der Nachweisgrenze oder knapp darüber. Es wurden auch nicht alle Völker beprobt und nicht mehrmals im Jahr Proben gezogen. Wurden Bienenbrotproben bei den eingegangenen Völkern genommen und untersucht?

Eigenartig ist auch, dass bei dem neuen EU-Monitoring keine Bienenbrotproben untersucht werden. Warum wird in den Richtlinien der EU zur Überwachung der Bienenverluste in den Strategien zur Verbesserung der Effektivität der Überwachung der Bienenvolkverluste die Pflanzenschutzanalyse zum Nachweis von Chemikalien untersagt? Nur aus Kostengründen? Hat man Angst, auf die Ergebnisse der Bienenbrotanalysen reagieren zu müssen?

Wie ich hörte, sollen Imker aus dem Deutschen Bienenmonitoring ausgeschlossen worden sein, die Angaben zu ihren Bienenbrotanalysen einforderten. Haben unsere Wissenschaftler der Bieneninstitute die Ursache des Bienensterbens erkannt und machen sie aus Angst vor dem Verlust der Aufträge aus der Industrie nicht bekannt?

Imkerthing in Schwechat


Am 11. Jänner 2012 fand am Bienenhof Mandl in Schwechat eine Versammlung von Imkern und Bauern nach Vorbild ihrer Vorfahren statt.
Die Thingteilnehmer standen auf und trugen in freier Rede ihre Probleme und Sorgen vor. Das Hauptthema war der intensive Pestizideinsatz und die Auswirkungen auf Mensch und Biene.

Zu den besprochenen Dingen der über 200 Bauern und Imkern gehörten die möglichen Ursachen des Bienensterbens, ihre eigenen Erfahrungen mit diesem Phänomen, die diesbezüglichen Untersuchungsergebnisse und ihre Auswertungen, sowie die mit dem Bienensterben verbundenen Probleme erstens für die Bienen aber letztendlich für den Menschen.
Am Beginn der Versammlung wurde der Thingfriede ausgerufen: kein Redner durfte wegen seiner Worte von den anderen angegriffen werden, Streit war verboten. So war es möglich mehrere Stunden lang im großen Rahmen zu diskutieren und am Ende Beschlüsse zu fassen.
Ein wichtiges Thema waren die Folgen der Bodenbelastung durch das jahrelange Anwenden von Pestiziden und die damit verbundenen Giftrückstände in den Nahrungsmitteln.
Einige Redner zeigten sich sehr besorgt, dass solche Giftrückstände auch im Blut von Kindern bei uns nachgewiesen wurden.
Beachtung fand die Feststellungen einiger Imker, dass Gifte an Bienen festgestellt wurden, obwohl diese Mittel nicht mehr in Gebrauch waren; eine der Ursachen dürften die Pestizidablagerungen im Boden sein.
Probleme mit der Varroa-milbe, die nach wie vor den Bienenvölkern zu schaffen macht, wurden auch angesprochen.
Nach mehrstündiger Diskussion wurden folgende Dinge mit deutlicher Mehrheit beschlossen:


Wir fordern:


1.Das Recht auf pestizidfreie Lebensmittel
2.Unabhängige, bedarfsorientierte Forschung
3.Förderung des Ökolandbaus
4.Schutz der Bienen für die Zukunft unserer Kinder


Diese Forderungen wurden im Thingbuch niedergeschrieben und die zustimmende Mehrheit hat sich mit ihrer Unterschrift dazu bekannt. Dieses Dokument ist öffentlich und Abschriften davon sind für jedermann einzusehen.

 Düngemehldosierer ein Puderzuckerblasgerät zur Varroabekämpfung.

Die Leistung des Zerstäubers beträgt etwa 60 - 150 gr. / min. Das Gerät verfügt über einen Akku, der für eine Laufzeit von 2 Std. ausreicht.

Links: Mit dem Puderzuckerstrahl erreicht man problemlos die Zwischenräume in den Wabengassen, ohne einzelne Waben zu ziehen.

Mit dem selben Gerät können Gesteinsmehle und Düngemehle mittels Hochdruckstrahl zur Blattdüngung ausgebracht werden. (Siehe Pflanzenbau)

Umweltbund e.V. entwickelt Staubzuckerblasgerät zur alternativen Varroabehandlung

Puderzucker tötet Varroamilben, die auf den Bienen sitzen! 4 Behandlungen in Abständen von 3 Tagen können die Varroapopulation deutlich senken.

Vorteile:

 

Leserbrief zu Bienensterben in Baden

Wir sind ja froh, dass nun nach Jahren Politiker und andere Umweltvereine wie BUND, NABU, DNR, Greenpeace und deutsche Imkerverbände wie DIB und DBIB wenigsten den Schaden durch Saatinsektizidaerosole zugeben.

Nur weshalb verschweigen diese Leute, dass die Insektizidaerosole und Insektizide im Stall und Wirkung über Gülle ganzjährig aufgrund der Zulassung auf so vielen Kulturpflanzen die Bienenvölker ganzjährig schädigen?

Wir haben schon so oft das Angebot zur Lehre der 'guten fachlichen Praxis' oder des 'integrierten Anbaus' ohne den Einsatz von Pestiziden gemacht, bisher gingen die verantwortlichen Politiker und anderen Vereine nicht darauf ein.

Offener Brief an Poltiker
In folgender Pressemitteilung:

http://www.mlr.baden-wuerttemberg.de/cgi/styleguide/content.pl?ARTIKEL_ID=61431

kann man entnehmen, dass ein unsachgemäße Beizung die Hauptursache des aktuellen Bienensterbens in Baden ist. Welche Saatgut sind für die fehlerhaften Chargen verantwortlich? Welche Ursachen sollen noch umfassend aufgeklärt werden? Wie kann Minister Hauk behaupten, dass nur die Flugbienen betroffen sind? Man erfährt überraschender weise, dass die Ergebnisse der Pollenanalysen schon eine Woche auf dem Tisch liegen!

Welche Nachweisgrenze ?, welche Bestimmungsgrenze ?, welche Mengen Clothianidin, bzw. Metaboliten wurden in den untersuchten Pollenproben gefunden? Im Honig wurde anscheinend keine Rückstände festgestellt. Welche Nachweisgrenze ? Welche Bestimmungsgrenze? Welche Massnahmen wurden ergriffen um die Bienenvölker zu sanieren? Was für logistische Voraussetzungen? Wer soll die Schulung der Bienensachvertändigen durchführen? Die Bieneninstitute und das Regierungspräsidium Freiburg haben sich in den letzten 3 Wochen nicht oft zum Wort gemeldet, und wenn..... Die Pflanzenschutzindustrie versprich schnelle unbürokratische finanzielle Unterstützung! Schweigegeld ? Schuldgefühle? Almosen ? um nach der Affaire mit den gleichen Mittel weiter zu machen?

In den letzen Pressemitteilungen wurde immer noch kein Wort über die Nachweisgrenze, Bestimmungsgrenze und die Höhe der Clothianidin, bzw. Metaboliten, Rückstände in den Bienenproben informiert.

Die schädigende Wirkung der Dauerberieselung mit systemischen Insektiziden auf fast allen Pflanzen und auch die Bienenvolkschädigung werden in Deutschland ja nicht berücksichtigt.

Nicht nur die Deutschen Imker haben ein großes Interesse an diesen Zahlen, auch die Französischen Imker drängen darauf.

Eric Zeissloff

 

_______________________________________________________________________________________________

Offener Brief an Deutsche Imker

Das ist ja der Hammer!

Übereinmal haben alle Imkerverbände von der Katastrophe gewarnt! Ende 2002-Anfang 2003 hatt ich alle Imkerverbände angeschrieben um sie über das Probleme Neonikotinoide aufmerksam zu machen. Die einzige Reaktion kam von den damaligen Vorsitzende des DBIB, Uli Hoffmann. Uli Hoffmann war es auch schon bewusste, dass die Neonokotinoide ein grosses Problem für die Bienen sind. Im April 2003 gab es dann in Straßburg ein Imkertreffen, Franzosen, Deutsche (DBIB), Schweizer, Belgier und Holländer. Dr. Bonmatin hielt einen Vortrag über Imidacloprid und Fipronil. Uli Hoffmann bat Dr. Bonmatin in Donaueschingen den selbigen Vortrag zu halten.

Am Imkertag war die Stimmung seltsam, nicht nur ich, auch die Anwesenden Fransösiche Imker und Dr. Bonmatin hatten den Eindruck dass man in nicht mehr reden lassen wollte. Die Begrüßungen Ehrung und anderer Blablabla zogen sich dermaßen in die Läge. Nach dem Vortrag gab es eine heisse Diskussion, Uli Hoffmann war sehr darum bemüht die Diskussion so schnell wie möglich abzubrechen, anscheinend war das Thema wieder unerwünscht. Anfang 2004 hatte ich die Gelegenheit in Graz, vor den Österreichischen Berufsimker einen Vortrag über die Wirkung der Neonikotinoiden zu halten. Im Publikum hörte man den "Mächtigsten Imker der Republik": "Die Felder werden brennen!" schrie er laut!.

Und dann kam die Nachricht dass auch der DBIB bei dem Bienenmonitoring teil haben wird, nicht nur die Französischen Imkerverbände waren empört. Dass die Monitoring Daten dazu dienen sollten Clothianidin in Frankreich zuzulassen, darüber hat keiner von den Herren der Imkerverbände und Bieneninstitute gro0e Wörter gemacht. Über die Honigelastung durch Boscalid hat sich auch keiner aufgeregt, der DIB hat nach Grenzwerte geschriehen und die hat er dann auch bekommen! In der letzten Feuerbrand Sitzung haben alle Imkerverbände der Ausbringung von Antibiotika zugestimmt, auch Hedwig Riebe für den DBIB. Es gab mal zum Jahreswechsel einen kleinen Aufschrei des DBIB´s und es gab auch den Brief über die Zulassung von Clothianidin auf Raps. Aber über Clothianidin auf Raps hatte ich auch einige Monate davor gewarnt, auch hier im Forum wenn ich mich nicht irre.

Aber wie der "Mächtigste Imker" auch zum dem Thema Parafinmittelwände und Rückstände geschrieben hat, Ich sei doch KRANK!!!!!!

So das lag mir auf der Leber!

Eric Zeissloff

Diesen Artikel als PDF herunterladen

_______________________________________________________________________________________________

 

Leserbriefe zu Bienensterben bzw. besser Bienenvolksterben,

Könnte es sein, dass hier in Deutschland wieder eine gezielte Fehlinformation stattfindet, wenn gleichzeitig an verschiedenen Zeitungen ähnliche Texte erscheinen? Sollte durch solche Artikel von Pestizidbelastung in der Umwelt und der Menschen durch gezielte Fehlinformation zum Wohl der Chemieindustrie abgelenkt werden? Es ist bemerkenswert wenn Bieneninstitutsleiter wie Dr. Rosenkranz oder Dr. von der Ohe und andere immer wieder auf die Varroa abheben, obwohl sie selbst schon im Strasbourger Protokoll am 28.01. 2004 die Rückstandsproblematik mit Pestiziden und deren Ursache anerkannt hatten. Kommt der unwissenschaftliche Meinungswechsel wohl durch die Drittmittel von Industrie für das Bienenmonitoring und durch die Gelder für Zulassung von Pestiziden zustande? Weshalb haben Berufsimker, welche ihre Ausbildung bei diesen Wissenschaftlern genossen haben, auch so hohe Völkerverluste? Hat da dann die Ausbildung versagt? Industrie drittmittelunabhängie Forscher kommen zumindest zu anderen Resultaten.

In anderen Regionen bzw. Ortschaften sind die Bienenvolkschäden dieses Jahr sogar 99 prozentig! Ich bin seit 1975 auch Imker und habe auch wissenschaftlich mit Bienenvölkern zu tun, das was ich aber seit 1994 an Völkerverlusten erlebe, hatte ich zuvor nie. Seit 1979 haben wir aber in Karlsruhe die Varroa.

Warum haben wir in Großstädten und ausgedehnten Forsten im Gegensatz zu landwirtschaftlichen Regionen soviel wie keine Bienenvolkschäden? Warum überleben diese Völker immer noch ohne Varroabehandlung, wie dies auch in sehr extensiv bewirtschafteten Grünlandregionen in Frankreich der Fall ist?

Schon in Grout, Ruttner. (1966) Beute und Biene, Grundlagen und Methoden der amerikanischen Magazin-Imkerei, 2. Auflage, S. 375-378, ISBN 3431-01410-0 wird schon von Eckert auf die negative Wechselwirkung von Pflanzenschutzmitteln auf Bienenvölker und den Langzeitverlust und Winterverlust von Völkern eingegangen.

Zitat: 'Die Flugbienen können, wie schon angedeutet, innerhalb weniger Stunden getötet werden: Noch schlimmer aber ist es, wenn vergifteter Pollen in die Waben getragen worden ist. Es sterben dann Pflegebienen und mit solchem Pollen gefütterte Larven und das Volk geht je nach Menge des vorhandenen, vergifteten Pollens seinem sicheren Ende entgegen. Solche Pollenvergiftungen erstrecken sich oft über lange 1Zeiträume bis ins folgende Frühjahr hinein, wenn vergifteter Pollen zur Aufzucht der ersten Brut verwendet wird.'

Zusätzlich gibt es Publikationen aus der selben Zeit, die die Bienenvolkschwächung durch Pestizide und die Zunahme von Krankheiten beschreiben. Siehe: Meyerhoff (1956) Die Nosema als Folge der Nachwirkung von Vergiftungen. Leipziger Bienenzeitung Eich (Bieneninstitut Celle) (2003) Was tun bei Vergiftungen. Deutsches Bienenjornal 3 Zitat: 'Die Zahl chronischer Spritzschäden hat in den letzen Jahren zu - , die der akuten abgenommen....Ursache sind biologisch rafiniertere Behandlungskonzepte oder subletale Effekte, die Bienen nur verwirren aber nicht töten. Die Folge: durch den gestörten Orientierungssinn kehren die Bienen nicht zum Muttervolk zurück. ....chronische Spritzschäden (Vergiftungen) können in Verbindung mit Erkrankungen (Varoatose, Nosema, Sackbrut,) unerkannt ganze Bienenstände auslöschen.'

Warum wurde bis heute diese Erkenntnis nicht in Gesetzestext aufgenommen und die Wechselwirkung aller eingetragener Stoffe in das Bienenvolk bei der Zulassung von Pestiziden und Chemikalien berücksichtigt? Wann wird dies geschehen?

Schon seit Jahren mahnen wir (Wissenschaftler und Imker in Personalunion) bei den Politikern die Problematik des Pestizideinsatzes an. Von den meisten Politikern und Ministern erhalten wir noch nicht einmal eine Antwort. Könnte es sein, dass diese Politiker wie auch die Forschungsinstitute und Bauernverband chemiedrittmittelabhängig sind?

Zumindest die Politiker, die sich als Christen bezeichnen, sollten doch zur Wahrheit und Schöpfung bewahren stehen? Die Pestizidwolken schädigen nicht nur Bienenvölker sondern auch die Menschen. Fast alle Pestizide sind auch bei den Berufsgenossenschaften und Zulassungsbehörden als gesundheitsschädlich eingestuft. Wer achtet aber beim Spazieren gehen auf die Windverwehung von Petizidaerosolen? Bei Umsetzung und Kontrolle der 'guten fachlichen Praxis' siehe Bundesanzeiger, Pflanzenschutzgesetz und Bodenschutzgesetz und Einsatz der Pestizide erst wenn alles andere ausgeschöpft ist, hätten wir diese Umweltprobleme nicht. http://www.umweltbund.eu/deutsch/allgemein.html

Bis heute wird aber nicht ausreichend in der Natur kontrolliert sondern sogar umgekehrt den Sondereinsatz von Pestiziden 'bei Gefahr im Verzug' von Landwirtschaftsministern und anderen Politikern und deren 'Landsknechte' salonfähig gemacht. (Feuerbrand-, Maikäfer-, Frostspanner-, Rapsglanzkäfer-bekämpfung usw). Kennen diese Politiker diese Gesetzes- und Verordnungstexte nicht bzw. wollen sie zum Wohl der Chemieindustrie nicht kennen?

Bitte beachten Sie auch, dass bei der Zulassung von Agrarpestiziden immer noch nicht die Bienenvolkgefährlichkeit berücksichtigt wird. Weil ein Gesetz dafür fehlt. Auch dies von uns schon lange angemahnt.

Leider sind bestimmte Tatsachen bezüglich des Bienensterbens beziehungsweise besser des Bienenvolksterbens selbst bei Imkern nicht bekannt. Sehr oft wird auch ein Schaden an Bienen oder Bienenvölkern nicht richtig erkannt, der Fehler beim Imker gesucht, wegen möglicher falscher Bienenvolkführung oder Behandlung gegen Krankheiten. Die wenigsten Imker wissen aber, dass es sich um einen Faktorenkomplex handelt. Man muss den Bien, also das gesamte Bienenvolk mitsamt seiner Brut in den verschiedenen Entwicklungsstadien betrachten! Bienengefährlich ist nicht gleich Bienenvolkgefährlich! Leider gibt es noch immer unterschiedliche Kriterien in den verschiedenen EU-Staaten bei der Zulassung von Pflanzenschutz- oder Tierarzneimitteln. Leider wird das ganze nicht integriert und nachhaltig betrachtet! Leider wird überall nur auf bienengefährlich aber nicht auf bienenvolkgefährlich untersucht.
In den meisten EU-Staaten ist ein Produkt dann bienengefährlich, wenn erwachsene Bienen (genaues Alter nicht vorgeschrieben) in vorbestimmter Pflanzenschutzmittelkonzentration besprüht oder gefüttert werden und danach nach einer bestimmten Zeit mehr als 50 % der Bienen tot sind. Das heißt, wenn zum Beispiel in der 48. Stunde 49 % tot sind und die anderen restlichen 51 % in der 49. Stunde dann ist das Präparat nicht bienengefährlich. Welcher Landwirt würde es in Kauf nehmen, wenn fast 50 % seiner Nutztiere an den von ihm gespritzten Pflanzenschutzmitteln verenden würden?
Bienenbrut sind keine Bienen, wenn nicht die Firma von sich aus es als bienengefährlich einreicht! Wird nicht ausgezählt sondern nur beobachtet.
Wenn Bienen im Feldversuch in ihrer Orientierung durch Präparate mit Verwirrungscharakter gestört werden und deshalb nicht in das Bienenvolk zurückfinden, so ist das Präparat nicht bienengefährlich.
In manchen EU-Staaten kommen legal oder illegal Tankmischungen zum Einsatz und werden nicht überall extra als Präparat zugelassen. Die Mischung kann aber bienen- und bienenvolkgefährlich sein.
Der Eintrag verschiedener Pflanzenschutzmittel von unterschiedlichen Feldern und zu unterschiedlichen Zeiten und die oft daraus entstandene Cocktailwirkung wird nirgends berücksichtigt! Der Eintrag kann dann aber im Ergebnis bienen- und bienenvolkgefährlich sein.
Bienenvölker verhungern oft sofern nicht gewandert wird am Standplatz, weil unsere landwirtschaftlichen Flächen aufgrund von Herbizideinsatz eine Agrarsteppe sind und oft auch im Forst aufgrund der Selektivfresser Rehwild keine blühenden Pflanzen zu finden sind. Leider ist das schon so flächendeckend, dass Imker Hunderte von km wandern müssen, was aber wiederum nicht für die Gesamtheit der Bienenvölker ausreicht. Viele Imker wandern deshalb schon EU-weit und entwickeln sich zu Nomaden!

Lasst uns auf die Einsicht unserer Politiker hoffen, dass sie zu Gunsten einer nachhaltigen Land-Forst-Wirtschaft die Sorgen der Imker berücksichtigen und endlich die Rahmenbedingungen ändern. Die Auswirkungen von auf Nervengiften basierenden Saatgutbeizmitteln auf die Bienenbrut müssen nicht untersucht werden!!! Das geltende, mehr als 20 Jahre alte Pflanzenschutzmittel-Gesetz berücksichtigt diese neue Generation von Pflanzenschutzmitteln in keiner Weise.
Ich betrachte es auch als Hohn, Obstbauern den Einsatz von Gibberellinen und Auxinen als Pflanzenstärkungsmittel in Kernobst, Tafeltrauben, Erdbeeren und den Anbauverzicht anderer Obstarten zu empfehlen, um auf Honigbienen verzichten zu können. Ölsaaten und die Natur werden dabei aber ignoriert und den Bauern den Ersatzanbau von Getreide und Mais empfohlen. Alles nicht zum Wohl der Umwelt, Landwirte und Imker.
In der Hoffnung auf Ihr Verständnis und Ihre Hilfe

Dr. Friedhelm Berger
www.umweltbund.eu

_______________________________________________________________________________________________

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Anhang erlaube ich mir, Ihnen einen Artikel aus der MÄRKISCHEN ALLGEMEINEN ZEITUNG aus Brandenburg vom 25.3.08 zu senden, der höchst interessant ist:

- großes Bienensterben in Brandenburg und in ganz Deutschland - 30 bis 50 %.

- von 900 000 Völkern rechnet man bis zu 450 000 Völkerverlusten

- gemäß diesem Artikel liegen die Ursachen im milden Winter, natürlich wieder an der allseits bekannten Varroa - Milbe und an den greisen Imkern, die fehlendes Wissen haben.

- die Interview - Partner waren : Rainer Gabriel (Vorsitzender des Landesverbandes Brandenburgischer Imker) und Prof.Dr. Karsparrr Bienefeld (Chef des Länderinstituts für Bienenkunde in Hohen Neuendorf oder formaljuristisch richtige Bezeichnung des Instituts: im Vereinsregister im Amtsgericht Oranienburg als "Verein" eingetragen - in deren Satzung gestrichen wurde: die allgemeinnützige Tätigkeit für die Imker und die beratende Tätigkeit für die Imker) . Wieviele Bienenvölker halten die beiden Interview - partner eigentlich selbst und nennen sie ihr Eigentum ? Wie tief sind sie gesunken, als das sie den Imkerfreunden, die große Verluste hinnehmen müssen, nun auch noch Senilität unterstellen oder auf gut deutsch: sie als "bekloppt" hinstellen ?

Ich kenne einige andere Ursachen für die ohne Zweifel hohen Völkerverluste :
Das Jahr 2007 war ein Jahr, wo Landwirte in Feld- und Obstbau reichlich Pestizide ausgebracht haben. Bayer und Co. waren sicher erfreut über die entsprechenden Umsatzzahlen.
Imker, die Raps- und Sonnenblumentracht anwanderten und auch dort, wo Bienen noch mit Maispollen in Berührung kamen, berichteten fast übereinstimmend von schlechten Völkerzuständen bereits während der Saison. Die gleichen Imker berichteten von den Völkern, die sie zu Hause ließen. Dort sind diese Verluste nicht zu verzeichnen, diese Völker sind zur Zeit in einem sehr guten Entwicklungszustand.
Leider finden die Imker mit den hohen Völkerverlusten keine Unterstützung zur Ursachenfindung. Die Bieneninstitute stellen auf Varroa und irgenwelche Viren (die sie nicht näher bezeichnen können) ab und sind zum größten Teil auch gar nicht in der Lage, zu untersuchen. Die Veterinärämter fühlen sich nicht zuständig, weil sie nur meldepflichtige Bienenseuchen untersuchen und wären auch nicht in der Lage, Pestizide nachzuweisen.
Ich selber mußte in der Saison 2007 zwei Vergiftungsschäden durch Pestizide durch einen Obstanbaubetrieb hinnehmen, die durch die BBA nachgewiesen wurden. Wenn ich nicht zufällig an den Schadenstagen anwesend war und an den Bienen Kontrollen durchgeführt hätte, wäre womöglich auch der Eindruck entstanden: das Wetter war ungünstig, die Varroa ist da usw. Der Obstbetrieb hat heute nach wie vor seine Anerkennung als sogenannter kontrollierter Anbaubetrieb und bekommt auch dafür von der EU noch seine Direktbeihilfe - obwohl er zwei Mal im gleichen Jahr gegen die Pflanzenschutz- und Bienenschutzverordnung verstoßen hat, weil bienengefährliche und verbotene Mittel eingesetzt wurden - ich dagegen muß meine Schadenersatzforderung vor Gericht einklagen. Ich als Imker erhalte nichts aus den EU - Beihilfen, die eigentlich auch für Imker angedacht sind. Da gibt es den Punkt "F" in der entsprecheden Tabelle: Wiederaufbau des Bienenbestandes.
Obwohl Deutschland dieses Geld abfordern könnte, steht es in Brandenburg nicht zur Verfügung.
Viele Imker berichten, daß ihre Bienen bis zum Reinigungsflug noch lebten. Als die Bienen dann intensiv in Brutpflege gingen und dabei ja den bis in den späten Herbst hinein gesammelten Blütenpollen nutzten, brachen sie plötzlich zusammen. Sie lagen Zentimeter dick tot in den Bienenkästen. So sieht ein Varroa - Schaden nicht aus - das ist das Bild eines Vergiftungsschadens. Hier müßte man schnellstens eine chemische Untersuchung durchführen und nicht warten, bis sich die vermutlichen Giftstoffe abgebaut haben.

Das - sehr gerehrte Leser - sind die wahrscheinlichsten Ursachen und bestimmt nicht der Imker, der alles falsch macht. Die Varroa - Milbe, die uns ein deutsches Bieneninstitut bei so sicheren "wissenschaftlichen" Versuchen bescheert und in die Umwelt entlassen 7hat, stellt in Wahrheit einen geringen Anteil als Hauptursache beim "Bienensterben" dar. Man muß da nicht "Wissenschafter" sein, sondern nur ein guter Praktiker, dann sieht man auch die richtigen Probleme.

Die Chemie - Konzerne und die Politker sind sich jetzt schon über den nächsten großen Schritt einig, weil jeder weiß, daß Honig als tierisches Produkt defeniert wird und daher keine Pestizide enthalten sein dürfen. Nun wird es sicher bald ein Gesetz geben, in dem die Rückstandsgrenzen für Pestizide im Honig legalisiert werden. Die "Gelackmeierten" sind die Imker; die Betrogenen sind die Verbraucher.

Noch mal zurück zum Zeitungsartikel:
Wenn es denn nur noch die Hälfte der Bienenvölker gibt, reicht ja auch vielleicht die Hälfe der Gelder für die Bieneninstitute. Die hier eingesparten Gelder könnte man betroffenen Imkern zum Wiederaufbau zur Verfügung stellen.

Wenn man nun das Jahr 2008 aus heutiger Sicht einschätzen soll, kann jetzt schon vorausgesagt werden, daß es auch in dieser Saison wieder sehr schwer für uns Imker werden wird. Die Landwirte in Feld- und Obstbau kämpfen jetzt schon in ihren Monokulturen mit den Pilzen und den Viren und mit jede Menge Schädlingen. Dementsprechend werden sie auch jede Menge Pestizide einsetzen.

Sollte es Jemanden geben, der Lösungswege aus diesem Dilemma weiß und den Imkern ernsthaft helfen will - der möge sich bitte melden.
Mit freundlichen Grüßen
Imker Günther Jesse


Diesen Artikel als PDF herunterladen

 

_______________________________________________________________________________________________

 

Virologie: Virus doch nicht schuld am Bienen-Massensterben
Virology: Virus is not to blame the bees mass death.
Virologie: Virus pas responsable de la mort en masse abeilles


Die Ursache des seit gut drei Jahren grassierenden, rätselhaften Massensterbens amerikanischer Bienenvölker bleibt mysteriös. Ein vermeintlich aus Australien eingeschlepptes Virus, das noch im Sommer als möglicher Verursacher der Colony Collapse Disorder (CCD) ausgemacht war, zirkulierte offenbar schon lange vor der Epidemie auch unter amerikanischen Insektenvölkern, ohne dabei aber auffällige Symptome ausgelöst zu haben, berichten Bienenforscher des USLandwirtschaftsministeriums. Yanping Chen und Jay Evans hatten ältere Gen-Proben von US-amerikanischen Bienenkolonien gründlich auf eine Infektion mit dem Israel Acute Paralysis Virus (IAPV) untersucht. Sie entdeckten dabei Hinweise auf Vorkommen des Erregers schon im Jahr 2002. Frühere Analysen hatten im Sommer noch ergeben, dass dieses Virus nur in jenen US-amerikanischen Bienenvölkern vorkommt, die nach 2004 von CCD betroffen waren.

In gesunden Völkern fehlte es dagegen vermeintlich. Zudem hatten die ersten Untersuchungen nahe gelegt, dass das Virus möglicherweise kurz vor dem Zeitpunkt der ersten Massensterben mit australischen Bienenstöcken eingeschleppt wurde. Dieses Szenario kann nach den neuen, gründlichen Analysen jetzt aber ausgeschlossen werden. Schon vorher war für viele Forscher fraglich, ob CCD tatsächlich durch IAPV ausgelöst wird; auch Stress der ständig in den USA transportierten Bestäuber-Völker galt als möglicher Auslöser, zudem auch Pestizide, Parasiten, Klimaänderungen, Mangelernährung oder die Strahlung von Mobiltelefon-Sendern.

Eine singuläre Ursache konnte bislang nicht entlarvt werden. Bei der CCD verlassen die Arbeitervölker ihren Stock und lassen ihn ohne ersichtlichen Grund mitsamt Königin, Nachwuchs und gesammelter Nahrung zurück. Im Jahr 2004 gingen wegen der rätselhaften Verhaltensänderung der Bienen ein Viertel der rund 2,4 Millionen Völker der USA verloren, bis zu 90 Prozent aller Völker waren in manchen Regionen betroffen. Die hochindustrialisierte Bestäubungs- und Honigindustrie sieht dadurch ihre Umsätze in Milliardenhöhe bedroht. Auch Deutschland, die Schweiz, Spanien, Italien und Portugal meldeten einige Fälle.
___________________________


The cause of the almost three years since rampant, mysterious mass American colonies remains mysterious. A supposedly from Australia introduced virus that is still in summer as a possible source of Colony Collapse Disorder (CCD) derived was apparently circulated long before the epidemic under American insect populations, but without noticeable symptoms triggered to have bee researchers of the report US-DA.

Yanping Chen and Jay Evans had earlier Gen-Probe of American bee colonies thoroughly to an infection with the Israel Acute Paralysis Virus (IAPV). They discovered evidence of the presence of the pathogen already in the year 2002. Previous analysis had in the summer yet shown that the virus only in those bees American peoples occurs after 2004 by CCD affected. In healthy people it is supposedly missing. It also had the first studies suggested that the virus may be nearing the time of the first mass death with Australian hives was introduced. This scenario may, in accordance with the new, but now thorough analysis excluded. Even previously was responsible for many researchers to question whether CCD indeed by IAPV triggered will also stress the ever in the United States transported hives was seen as a possible trigger, also pesticides, parasites, climate change, malnutrition or the radiation from mobile phone transmitters.

A singular cause could not yet be revealed. The CCD leaves the workers their floor and leave him without any apparent reason, including Queen, young and collected food. In the year 2004 declined because of the mysterious change in behaviour of bees quarter of the approximately 2.4 million people of the United States lost up to 90 percent of all peoples in some regions were affected. The industrialized pollen- and honey- industry sees its revenues by billions threatened. Even Germany, Switzerland, Spain, Italy and Portugal reported some cases.
___________________________


La cause de la mystérieuse hécatombe d'abeilles américaines qui sévit depuis plus de trois ans, reste mystérieuse. Un soi-disant virus de l'été en provenance d'Australie, comme toujours dans le pollueur potentiel du Colony Collapse Disorder (CCD), à ce jour, semble bien qu’il circulait avant l'épidémie parmi les populations d'insectes américains, mais sans pour autant être d'avoir déclenché les symptômes, rapportent les chercheurs de l'abeille US-DA.

Yanping Chen et Jay Evans avait auparavant recherché les gènes d’une trace d’infection par le Israël Acute Paralysis Virus (IAPV) sur des colonies d'abeilles américains âgés. Ils ont découvert des preuves de la présence de l'agent pathogène dès 2002. Des analyses antérieures à l'été avaient démontré ce virus dans les populations d'abeilles américaines décimées après 2004 par le CCD. Dans les individus en bonne santé, il est prétendument disparu. Par ailleurs, les premières études avaient placé l’introduction de ce virus australien peut être peu de temps avant le premier moment de la mort massive de abeilles. Ce scénario peut, conformément à la nouvelle analyse approfondie maintenant être exclu. Déjà auparavant de nombreux chercheurs se demandaient si effectivement le CCD était déclenché par l’IAPV; le stress aussi de la permanence aux États- Unis du transport (transhumance) des ruches était un possible déclencheur ainsi que les pesticides, les parasites, le changement climatique, la malnutrition ou le rayonnement de la téléphonie mobile chaînes.

Aucune cause singulière n’a pas pu être dévoilée. Lors du CCD les ouvrières quittent leurs cadres et les laissent sans raison apparente, y compris la reine, le couvain et la nourriture recueillie. Au cours de l'année 2004 ont été perdues en raison de la modification du comportement mystérieux des abeilles près d'un quart des quelques 2,4 millions de ruches des Etats-Unis qui ont perdu jusqu'à 90 pour cent des colonies, dans certaines régions touchées. Pour les industries du pollen et du miel ainsi des milliards de dollars de chiffre d'affaires sont en danger. En outre, en Allemagne, en Suisse, en Espagne, en Italie et le Portugal ont signalé quelques cas isolés.


Quellen/Source : American Bee Journal www.dadant.com/journal/ Volume 147(12), (2007)

Diesen Artikel als PDF herunterladen

_______________________________________________________________________________________________

Uns sind im Gegensatz zu anderen Vereinen Rückstände in Lebensmittel und erst recht nicht in Honig nicht egal!

Hallo,

In dem Tätigkeitsbericht des DIB (siehe Anhang, Seite 9) konnte man folgendes lesen:

"Probleme für das Image des Honigs (rein, sauber, naturbelassen) bereitet derzeit das geringfügige, gesundheitlich völlig unbedenkliche Vorkommen von Fungiziden in Rapshonigen. Hier ist vorrangig das Präparat Cantus (Wirkstoff Boscalid) aufgefallen, das während der Blütezeit des Rapses gespritzt werden muss. Die bisher in Honig gefundenen Mengen liegen weit unter den von der WHO ermittelten ADI-Werten. Wünschenswert wäre der Verzicht derartiger Spritzungen im Raps oder zumindest die behördliche Festlegung einer spezifischen Höchstgrenze im Honig. Bei der Prämierung von Rapshonigen sollte vorerst ein rechtlich unbedenkliches geringfügiges Vorkommen von Fungizidrückständen nicht zur Abwertung oder gar zum Ausschluss führen (dem D.I.B. vorgeschlagen am 24.04.2006)."

Der Weihnachtsmann hat den Wunch um einen Grenzwert, auch etwas verspätet, doch noch erfüllt. Ein Grenzwert für Boscalid gibt es jetzt und gleich 6 mal höher als die höchste Rückstände die man in Honig ermitteln konnte!

In gleichen Zug hat man auch noch die Höchsgrenze für das Neonikotinoid (Insektizid) Thiacloprid erhöht. Thiacloprid soll ja Bienenungefährlich sein, aber was ist mit dem Maden die damit gefüttert werden?

Wir können jetzt aber wieder beruhigt schlafen, der Honig ist wieder ein reines sauberes naturbelassenes Produkt!

Mit freundlichen Grüßen

Eric zeissloff


Imker vor dem Standgericht!

Episode 1

Helmuth Kessen, Imker aus Röhlinghausen, Bienen-Sachverständiger, Mitglied im Imkerverein Herne hat es gewagt! Ja, er hat es gewagt gegenüber einem Journalisten, Mirco Stodollick, die Wahrheit zu sagen. Die Wahrheit über das Bienensterben, die Pflanzenschutzmittel und die Rückstände im Honig. Der Artikel erschien in der Ausgabe der "Westdeutschen Allgemeine" vom 16 April 2007. An dem folgenden monatlichen Imkertreffen seines Vereins konnte Helmuth Kessen seinen Ohren nicht trauen. Wie konnte er es wagen!?"

Einige Bauern hatten sich schon bei dem Vorsitzenden des Vereins beschwert:
"Sollte noch so ein Artikel erscheinen, dann dürft ihr eure Bienenvölker nicht mehr an unsere Rapsfelder stellen!" Seine Vereinskollegen waren über die Aussage der Rückstände im Honig empört:
"Wenn man eine Medaille für den Honig bekommt wird es schon in Ordnung sein!" Die Fakten welche Helmuth Kessen vorlegen konnte, wurden einfach überhört! Dass die Rückstände an Fungiziden schon im Jahre 2005, in Frühtracht- und Rapshonig das 3 bis 30 fache der zugelassenen Höchstmengen überschritten haben war nicht wichtig
.

Gerüchte kursierten, dass der Vorsitzende des Herner Vereins, weil er anscheinend Helmuth Kessen nicht gewachsen ist, Schützenhilfe angefordert hat!

Und so geschah es auch! Per Email wurde Helmuth Kessen informiert, das Herr Friedrich Wilhelm Brinkmann, Landesverbandsvorsitzender von NRW, bezüglich dieses Artikels, zum nächsten Treffen am 21/05/2007 eingeladen wurde!

Helmuth Kessen soll zur Rechenschaft gezogen werden!?

Helmuth Kessen engagiert sich für die Bienen(völker), für die Imker, für die Qualität des Honigs…
Und was ist sein Lohn?
Er kommt regelrecht vor ein Standgericht!
Was ist sein Vergehen?

Sein Vergehen ist sein Engagement! Das Engagement das eigentlich die Imkervereinsvorsitzenden, die Landesverbandsvorsitzenden und schließlich besonders Herr Anton Reck aufbringen sollten! Der Deutsche Imkerbund, Deutsche Berufsimkerbund und seine Verantwortlichen scheinen aber lieber die Politik des Vogel-Strauss zu bevorzugen! Ihre Mitgliedschaft beim Deutschen Bauernverband und internationale Vertretung durch den Bauernverband in Bienenfragen ist den "Vereinsmeiern" wohl wichtiger!? Und diejenigen Mitglieder der beiden Imkerverbände, welche den Kopf nicht in den Sand stecken wollen werden Mundtod gemacht und auf dem Scheiterhaufen verbrannt!
Eric Zeissloff

Diesen Artikel als PDF herunterladen

 

_______________________________________________________________________________________________

Imker vor dem Standgericht
Episode 2

Na ja, ich dachte die Geschichte um den Artikel in der WAZ über Helmuth Kessen aus dem Imkerverein Herne sei Schnee von Gestern! Herr Brinkmann, Vorsitzender des Landesverbandes Westfälischer-Lippischer Imker, hatte sich doch in aller letzter Minute Krankgemeldet und ist daher nicht zu dem Termin gekommen. Der Vorsitzende des Imkervereins Herne hat seine Drohung Helmuth Kessen aus dem Verein auszuschließen doch nicht wahr gemacht. (Vielleicht gibt es diesezüglich bald eine Episode 3).

Nun dieser neue Artikel in der WAZ, eine Studentin der Uni-Bochum, welche seit paar Monate stolze Besitzerin eines Bienenvolks ist, äußert sich selbstsicher über die Imkerei.

Wir erfahren dass die meisten Berufsimker stechlustige Killerbienen betreuen!
Wir erfahren das Pestizide absolut nicht für das Bienensterben in Frage kommen!
Sie informiert uns über das einzigartige Bienenmonitoring an welchem Bieneninstitute, Berufsimker und Bauerverband beteiligt sind! Zum Jahreswechsel 2006/2007 gab es doch so eine Pressemitteillung von einigen Vorstandsmitglieder des Berufimkerverbandes unterschrieben.
Wie war noch die Überschrift?

"Das Bienenmonitoring - industrielle Schaumschlägerei und sonst nichts" oder "Verraten und Verkauft"! Ina Lahnstein informiert uns nun dass die Berufsimker nicht ausgestiegen sind, was wir auch schon geahnt hatten, dafür aber anscheinend Bayer und BASF!!!!! Der Deutsche Imkerbund ist anscheinend auch aus diesem Monitoring ausgestiegen!!!

Und noch eine wichtige Information! Ina Lahnstein ist in den Imkerverein Herne eingetreten! So ein Zufall! Ausgerechnet in den selben Imkerverein in dem Helmuth Kessen Mitglied ist! Und was soll diese Aussage um nicht "schwarz zu imkern"????? Das sei Verboten! Mir ist es nicht bekannt dass man in einem Imkerverein organisiert sein muss um nicht „schwarz zu imkern“!!!! Der Imker muss nur seine Völker bei dem zuständigen Amtsveterinär anmelden, sonst nichts!!!
Aber wer ist den Ina Lahnstein, Studentin an der Uni-Bochum?

Ist es die Ina Lahnstein welche als Mitarbeiterin von Pia Aumeier auftritt? Pia Aumeier? Die Pro-GVO-Bienenwissenschaftlerin? Mitarbeiterin an der Uni-Bochum und Beirat im Vorstand des Deutschen Imkerbundes! Unter der Leitung von Prof. Kirchner? Prof. Kirchner? Das ist doch der welche für die Firma Bayer 2 Studien über Imidacloprid geschrieben hat! Studien in denen die Auswirkungen von Imidacloprid in kleinen Mengen auf Bienen beschrieben werden.

Na ja, die Welt ist doch voller Zufälle!!!!!!
Eric Zeissloff
Link zum Artikel in der WAZ:
http://www.waz.de/waz/waz.herne.volltext.php?kennung
=on6wazLOKStaHerne39284&zulieferer=waz&kategorie=LOK&rubrik=Stadt&region=Herne&auftritt=WAZ&dbserver=1

Diesen Artikel als PDF herunterladen

_______________________________________________________________________________________________

 

Insekten leisten gratis Milliardenservice für Umwelt
USA: Traurige Zukunft für Hummeln und andere Bestäuber

Ithaca/New York (pte/03.04.2006/11:51) - US-Wissenschaftler haben errechnet wie hoch der Dienstleistungswert von Hummeln und anderen Insekten in den USA ist. Demnach leisten die Insekten Bestäubungsdienste, die etwa 57 Mrd. Dollar wert sind. Traurige Bilanz am Rand: Von den fünf Hummelspezies, die in den USA heimisch sind, nehmen die Populationen von zwei Arten rapide ab und eine ist vom Aussterben bedroht. dieHummeln sind in Amerika heimisch, Honigbienen nicht. Das berichten Forscher der Cornell University http://www.cornell.edu in der jüngsten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Scientific American http://www.sciam.com.

Ein komplettes Verschwinden der Hummeln hätte für das Ökosystem verheerende Folgen. Zusätzlich würde es eine finanzielle Katastrophe bedeuten. "Die meisten Insekten erfüllen Funktionen in der Natur, die wesentlich sind. Erst jetzt beginnen Wissenschaftler langsam zu verstehen wie wesentlich diese sind", erklärt der Entomologe John Losey von der Cornell University. Oberflächlich betrachtet mögen die Dienste der Insekten vielleicht lächerlich wirken, das sei aber keineswegs der Fall. Losey und sein Kollege Mace Vaughan von der Xerces Society for Invertebrate Conservation http://www.xerces.org haben die Wertschöpfung der Insekten hochgerechnet und sind zu dieser Summe gelangt. Insgesamt sind es vier Aspekte, die die Wissenschaftler mitberechnet haben: Bestäubung von Pflanzen, Aufbereitung von Dung, Schädlingskontrolle sowie Nahrung von zahlreichen Lebewesen.

Ohne Insekten würde beispielsweise die gesamte amerikanische Fischerei kollabieren. Insbesondere die Süßwasserfische ernähren sich zum Großteil von Insekten. Das bedeutet, dass die mit 28 Mrd. Dollar bewertete Fischerei in den USA im Prinzip auf Insekten basiert. Einen ähnlich wertvollen Dienst erweisen die dungfressenden Insekten in den Weideregionen der USA. Sie sorgen dafür, dass die Zahl der Schädlinge gering bleibt.

Mit den Berechnungen wollen die Wissenschaftler das Interesse zum Schutz der Insekten heben. Diese "Dienstleistungen im Ökosystem" sollten eine wesentliche Komponente in der gesamten Landwirtschaft darstellen, meinen die Forscher. "Unsere biologische Infrastruktur ist sehr empfindlich gegen Degradationen", so Losey. "Wenn wir nicht sorgsam damit umgehen, könnte es zu einem Zusammenbruch kommen und dieser hätte verheerende Folgen für die Wirtschaft." Vaughan berichtet in der jüngsten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins BioScience über bereits vorhandene Schäden in der Infrastruktur.

Erst im März 2005 haben Forscher im Wissenschaftsmagazin Nature davon berichtet, dass der kommerzielle Anbau von genetisch veränderten Pflanzen große Wirkungen auf die umliegenden Gewächse und damit auch auf die Schmetterlinge und Bienen haben könnte (pte berichtete http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=050322045 ). Nach den Ergebnissen der Forscher, die ein Rapsfeld mit genetisch verändertem Canola-Raps untersuchten, der einem bestimmten Herbizid widersteht, nahm die Zahl der Schmetterlinge und Bienen drastisch ab.

Diesen Artikel als PDF herunterladen

_______________________________________________________________________________________________

 

Fragen zum Auftreten von Faulbrut

an Bienenvölkern und die Frage ob wir überhaupt Verordnungen dazu brauchen.


Warum ist das Auftreten von Faulbrut in einem Befallsgebiet bei den Bienenvölkern nicht normalverteilt? gibt es vielleicht genetische Unterschiede?
Ja, denn Völker sind unterschiedlich anfällig

Gibt es vielleicht Mikrostandortunterschiede?
an idealen Mikrostandorten erholen sich sogar kranke Völker

1. Können wir Faulbrut überhaupt ausrotten?
nein, sonst wäre sie ja schon ausgerottet! Nachdem so viele Völker schon seit bestehen des Seuchengesetzes verbrannt wurden! welcher wirtschaftliche Schaden ist da wohl höher?
2. Kommt Faulbrut vielleicht über Auslandshonig und Auslandsgläser in die Region?
auf jeden Fal ist das ein wichtiger wenn nicht sogar der wichtigste Ansteckungsherd! In vielen Staaten werden
die Völker mit Antibiotika behandelt, sogar mit Veterinäranordnung.
3. Sagt das Vorhandensein von geringen Mengen von Bakterien im Bienenvolk überhaupt was über das Auftreten von Symptomen aus?
Als ausgebrochene AFB zählt in Deutschland der klinische Befund! und nicht das Vorhandensein von Sporen!
Also es können Sporen vorhanden sein aber die Krankheit bricht nicht aus! Erst bei sehr hoher Sporendichte
kommt es zu klinischen Symptomen.
4. Warum haben manche Erwerbsimker in Sperrbezirken keine Faulbrutsymptome im Gegensatz zu den Laienimkern darum?
Ein Erwerbsimker achtet zum einen auf vitale Völker, denn nur die produzieren Honig! Er lässt kränkelnde
schwache und eben auch Inzuchtgeschädigte Völker nicht sehr lange am Leben! Dann sorgt er auch in aller
Regel für einen jungen frischen Wabenbau!
5. Können alte Rentner, die oft kaum noch sehen können überhaupt die Krankheit erkennen?
Es fehlt sehr oft an der Ausbildung und dem imkerlichen können, weil viele Imker erst im
Rentenalter als Imker beginnen. Dann kommt wirklich sehr oft das Augenproblem dazu.

6. Wie kann es passieren, dass Hobbyisten über professionelle in bezug auf Faulbrutkontrolle herrschen?
Weil in Deutschland die Mehrzahl der Imker im Gegensatz zu anderen EU Staaten Hobbyisten sind. In allen anderen
landwirtschaftlichen Berufsrichtungen entscheiden über solche Fragen entweder der Veterinär oder die ausgebildeten Fachkräfte.
7. Warum brauchen die anderen Eu-Staaten solche Kontrollen nicht? Warum müssen dort die Erwerbsimker ihrem zuständigen Veterinär nur melden wenn sie bei ihren Völkern was feststellen? Und müssen / dürfen die Völker selbstständig sanieren.
Weil man dort nicht an veraltete Verordnungen des 3. Reiches klebt!
8. Soll mit überzogenen Verordnungen in Deutschland nur ein paar Labore finanziert werden?
Vielleicht will man dadurch nur die Berufsimker zum Aufgeben zwingen, damit sie sich nicht gegen
den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft wehren. Vielleicht sind die Bieneninstitute gar keine Bieneninstitute mehr sondern Institute der Pflanzenschutzindustrie? Dann käme eine Verordnung zum legalen flächigen Abtöten von Bienenvolkbeständen doch entgegen, wenn durch Pflanzenschutzmittelschädigung gleichzeitig die geschwächten Bienenvölker vermehrt Krankheiten bekommen. So kann man von den wahren Gründen des Bienenvolksterbens ablenken!


Entweder müssen alle Bienenvölker und jedes eingeführte Glas Honig, Pollen mit Polymerase chain reaction ( Polymerase Kettenreaktion) auf Faulbrutsporen hin untersucht werden oder was sinnvoller wäre, sofort die visuelle Kontrolle aufgegeben werden. Denn Faulbrut tritt vermehrt in der Nähe von Müllplätzen auf wo auch verschmutzte Abfallgläser mit Honigresten aus fernen Ländern vorkommen. Die Sporen stecken die Völker an nicht nur die Völker mit klinischen Symptomen. Die Verordnung mit dem Verbot der Aufstellung von Bienenkästen sollte schnellstens aufgehoben werden. Bei unseren EU-Nachbarstaaten müssen die Imker auch nicht zu Baumkletterern ausgebildet werden, diese müssen auch nicht eine so intensive Schwarm Kontrolle durchführen, weil sich die Schwärme natürlich die leeren Kästen besiedeln! Wenn man sich dann auf 3. Reichs Faulbrut Verordnung und Jagdgesetz beruft, dann stellt sich die Frage : Welche Gesetze unterstützen die Deutschen Bieneninstitute, ist es doch nur zu deren Vorteil?

Dr. Friedhelm Berger

_______________________________________________________________________________________________

 

Antibiotika im Honig aus aller Welt

Gefahren für Biene, Mensch und Honig

Von Norbert Suchanek

Seit den Anfängen der Menschheit spielen Honig und Bienen eine entscheidende Rolle. Nicht umsonst galt schon im Alten Testament das Land wo Milch und Honig fließen als das "Gelobte Land". Konkret meinten die antiken Autoren das Gebiet der Nomaden, die mit ihren Viehherden über weite blühende Wiesen zogen, sich von der Milch ihrer Tiere und vom Honig der zahlreichen wilden Bienenvölker ernährten. Die Natur war nicht "Untertan" des nomadisierenden Menschen, sondern er war ein Teil einer natürlichen Symbiose, einer sich gegenseitig unterstützenden und nützenden Naturgemeinschaft.


Unsere "HighTech-Zivilisation" hat diese Zusammenhänge vergessen, verdrängt, als "romantische" Spinnerei abgetan. Es zählt der kurzfristige Profit, das technisch machbare. Natürliche Kreisläufe, symbiotische Zusammenhänge sind der modernen Agrarindustrie und ihren verblendeten Jüngern ein Graus. Ihr Ansatz ist, nicht mit der Natur zu arbeiten, sondern gegen sie. Kunstdünger, Pestizide, Hybridpflanzen, Klonierung, Gentechnik sind die modernen Waffen, um natürliche Vielfalt durch künstliche Einfalt zu ersetzen und um standardisierte Lebensmittel für unsere Gesellschaft herzustellen. Ob das, was wir dann essen, aber noch wirklich Mittel zum Leben sind?

Antibiotika im Supermarkt-Honig

An vorderster Front betroffen von der heute weit verbreiteten aggressiven Agrarindustrie sind unsere Bienen, die (noch) zahlreichen Wildbienenarten genauso wie die Honigbienen. Folge: Selbst Honig ist oft nicht mehr das Naturprodukt, was es einmal war. Die Stiftung Warentest beispielsweise stellte bei Tests im vergangenen Jahr fest: Mehr als die Hälfte von 34 untersuchten Honigen waren mangelhaft, weil er entweder fremdartig schmeckte, Rückstände von Antibiotika enthielt oder falsch deklariert war. Beispielsweise schmecke der Tannenhonig von Nook statt nach Tanne überwiegend nach Edelkastanie. Auch in den Rapshonigen von Dreyer und Müngersdorff sei nach Meinung der Warentester nicht das drin, was auf dem Etikett angepriesen werde. Und die Akazienhonige von Biophar, Breitsamer und Dr. Ritter seien eigentlich nur Blütenhonige mit Akazienanteilen. Während von Wildblütenpollen im angeblichen Wildblütenhonig von Lidl keine Spur gewesen sei. Und die Mischblütenhonige von Aldi Nord, Immenhof und Kaiser's Tengelmann fanden gar kein Beifall bei den Testern, denn sie schmeckten nach dem Insektenabwehrmittel Phenylacetaldehyd, mit dem manche Imker bei der Honigernte die Bienen aus den Waben treiben, womit wir auch schon beim eigentlichen Thema sind. Honig ist nicht gleich Honig und Imker sind nicht gleich Imker.

Das trifft vor allem auf die konventionelle Imkerei in Übersee zu.

Bienenhonig ist nicht mehr "per Se" ein reines Naturprodukt. Es kommt auf den Imker an und wie er seine Bienenvölker im wahrsten Sinne des Wortes behandelt. So entdeckte die Stiftung Warentest mit Besorgnis bei ihren stichpunktartigen Tests vier Honige, die über die Maßen mit Antibiotika belastet waren: Der Langnese Weißtannenhonig war mit dem Antibiotikum Tetracyclin belastet, was ein hausgemachtes Problem ist. Denn Tetracyclin stammt aus dem üblichen "Arzneimittelkasten" der konventionellen Imker selbst, um ihre Bienen gegen diverse Milben oder Krankheitskeime zu behandeln. "Wachsmotten, Tracheenmilben, diverse Virosen und Bakteriosen werden seit jeher mit Naphthalin, Antibiotika wie Tetracyclinen oder mit Pyrethroiden behandelt. Manche Imker setzen die Chemikalien prophylaktisch ein, auch wenn die Völker keine Symptome zeigen, Überdosierungen und nutzlose Therapieversuche werden oft nicht erkannt", so der Wissenschaftliche Informationsdienst des Europäischen Instituts für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften (EU.L.E.).

Im Wal Mart-Honig "Great Value Blütenhonig" sowie in Kaiser's Tengelmann/Naturkind- Wiesenblütenhonig fanden die Tester wiederum Umwandlungsprodukte von Nitrofuranen - Antibiotika, die seit 1995 in der EU generell verboten sind, aber in Südamerika weiterhin erlaubt, wo auch die betroffenen Honige herkamen. Nitrofurane gelten als Krebs erregend und Erbgut schädigend. Schlecht für die Biobranche: Der betroffene Naturkind-Honig war als Bio-Honig deklariert.

Auch der vierte beanstandete Honig war - für die Biobranche gar nicht lustig - ein Bioprodukt, der Akazienhonig Grünes Land. Er enthielt Rückstände des Antibiotikums Streptomycin in unerlaubter Höhe. Die Bienen hatten wahrscheinlich nur zum falschen Zeitpunkt an einer konventionellen Obstplantage genascht. Denn Streptomycin setzen konventionelle Obstbauern in Deutschland zur Bekämpfung des so genannten Feuerbrands ein - was aber nach Meinung von alternativen Landwirtschaftsexperten gar nicht sein müsste, und im Nachbarland Schweiz auch verboten ist. Denn gerade die Honigbienen, die unentbehrlichen Bestäuberinnen von Obst und Blütenpflanzen, helfen auch gegen Feuerbrand. Nichtsdestotrotz wird weiter in mehreren Ländern Europas Streptomycin eingesetzt.woran die Imker keine Schuld tragen, sondern die konventionelle Agrarbranche sowie unsere Gesellschaft und Politiker, die dies zulassen.

Gentechnik bedroht Existenz der Imker

Bio-Imker dürfen ihre Bienenstöcke zwar nicht gezielt in konventionelle Intensivobstkulturen zur Honiggewinnung oder Bestäubung setzen. Aber Bienen können mehrere Kilometer weit fliegen. Und große, rein biologisch bewirtschaftete Flächen sind selten im Süden und Westen Deutschlands. Verschärft wird dieses "Weideproblem" durch den, von der Life-Science-Industrie und ihren politischen Befürwortern bei CDU, CSU, FDP und SPD geforderten Einsatz von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) auf den Äckern. Faktisch wäre es nämlich unmöglich, Bienen davon abzuhalten, Nektar beispielsweise auf genetisch veränderten Rapsfeldern zu sammeln. Die Herstellung von gentechnikfreien Honig wäre dann bei uns nicht mehr möglich. Doch die meisten Menschen nicht nur in Deutschland wollen kein Gen-Food auf dem Teller. Deutscher Honig - egal ob "bio" oder nicht "bio" - wäre folglich kaum noch zu verkaufen. Diese Problematik scheint unseren Spitzenpolitikern gar nicht richtig bewusst zu sein. So antwortete der Staatssekretär im Ministerium für Bildung und Forschung auf eine Gentechnik-Anfrage: "Wenn der GVO-Pollen im Honig den Geschmack nicht beeinträchtigt, sollten die Imker doch nichts dagegen haben".

Auch den Supermarktketten und Lebensmittelkonzernen ist die Zukunft der heimischen Imkerei, einem der ältesten Berufsstände überhaupt, ziemlich egal. Schon jetzt stammen von den rund 100.000 Tonnen bei uns verbrauchten Honigen nur noch etwa 16.000 Tonnen aus heimischer Produktion. Der überwiegende Teil kommt zu unfairen Dumpingpreisen aus fernen Ländern wie Argentinien, Mexiko oder China, was die Problematik mit Antibiotikarückständen noch verschärft. So fand sich zeitweise das krebserregende Chloramphenicol in chinesischen Honiglieferungen.

Heimischer Honig vom Imker aus der Region ist der beste Honig

So katastrophal die Untersuchung der Stiftung Warentest für die Importhonige auch ausfiel. Garantiert deutsche Honige bekamen gute Noten, denn nur er erwies sich als rückstandsfrei. Da nach EU-Honigverordnung die Herkunft des Honigs auf dem Etikett stehen muss, könnte dies ein Wettbewerbsvorteil für deutsche Imker sein. Leider aber hat die "Importlobby" der Honigvermarkter in Brüssel gleichzeitig auch die Verkaufserlaubnis für filtrierten Honig durchgesetzt. "Damit sei der Manipulation Tür und Tor geöffnet", kritisiert die Leiterin der Untersuchung, Birgit Rehlender. Aufgrund der im natürlichen Honig enthaltenen Pollen, die wie ein Fingerabdruck sind, lässt sich nämlich bislang sehr leicht seine Herkunft feststellen. Bei der erlaubten Mikrofiltration aber werden die Pollen abgetrennt, also der "Fingerabdruck", der natürliche Herkunftsnachweis beseitigt. Auch lässt sich dann nicht mehr feststellen, ob die Bienen auf genetisch veränderten Pflanzen geweidet haben - Importe von bisher fast unverkäuflichem Gen-Rapshonig aus Kanada könnten so praktisch nicht mehr nachzuweisen sein. Verbrauchern ist deshalb grundsätzlich zu empfehlen, den Honig beim Imker aus der eigenen Region zu kaufen - solange es ihn noch gibt!


 

 

Bienenbrotbelastung
(Statistik aus anderer Sicht)

Auf den Seiten 11 – 14 der Zusammenfassung und vorläufige Beurteilung der Ergebnisse der Untersuchungsjahre 2004 – 2008 des Monitoring-Projekt "Völkerverluste" (Stand 07.12.2008) erfolgt endlich eine Auswertung der Bienenbrotuntersuchungen. (www.ag-bienenforschung.de)

Als erstes fällt auf, das im Bericht die LUFA Speyer entgegen früherer Zwischenberichte "nur" 258 Wirkstoffe aus dem Pflanzenschutz nachweisen konnte. Im Zwischenbericht 2006/2007 waren es noch 270 Wirkstoffe.

In den Untersuchungsjahren 2005 -2007 wurden nur 215 Bienenbrotproben analysiert. Um ein objektives Bild zu erreichen, hätten von den durchschnittlich 120 teilnehmenden Imkereien pro Jahr mindestens 2 Probeentnahmen erfolgen müssen. Mindestens eine Probe vom eingegangenen Volk und eine vom überlebenden und das jedes Jahr. Mit der Untersuchung von ca. 1000 Proben in diesem Zeitraum wäre ein Labor sicherlich überfordert gewesen. Auch weiß ich nicht, ob die Mittel dafür vorhanden waren? Zumindest ein Anfang wurde gewagt.

Auf der Seite 14 erfolgt eine grafische Auflistung der Wirkstoffe in den einzelnen Jahren. Der Imker ohne spezielle Kenntnisse auf dem Gebiet des Pflanzenschutzes oder PSM-Chemie kann damit nichts anfangen. Ich konnte mit den Begriffen der Wirkstoffe auch nichts anfangen. Von einem befreundeten Gärtner borgte ich mir das amtliche Pflanzenschutzmittel-Verzeichnis, in dem ich aber auch nicht alle Wirkstoffe fand. Den Rest suchte ich mir im Internet zusammen.

Es ergeben sich folgende grafische Statistiken

In dem o. g. Bericht wird nicht eingegangen auf die im Jahr 2007 neu festgestellten Wirkstoffe der PSM. Das zu 61 % der neuen Wirkstoffe Insektizide sind, gibt mir schon zu denken. „Besser“ sieht es bei den Wirkstoffen aus, bei denen eine Steigerung im Bienenbrot festgestellt wurde. Ich bin mir bewusst, dass nicht alle Wirkstoffe in allen Proben vorhanden waren. Nicht geklärt ist, wie die Wirkstoffe verschiedener Gruppen im Verbund auf die Brut und die Bienen wirken?

In den vorläufigen Schlussfolgerungen des Projektrates des Monitoring heißt es, dass keine direkten bienenschädliche Effekte erwartet werden. Das wird allerdings im nächsten Punkt bereits wieder relativiert, indem langfristige Auswirkungen für möglich gehalten werden. Richtig finde ich, dass weitere Untersuchungen in dieser Hinsicht erfolgen sollen.

Im D.I.B. AKTUELL 6/2008 wurde über die Tagung des Projektrates „Deutsches Bienenmonitoring“ wurde veröffentlicht: „Dr. Rosenkranz wies nochmals daraufhin, dass das Ziel des Projektes die Aufklärung der periodischen Winterverluste und nicht die Untersuchungen der kontinuierlichen Schwächung der Bienenvölker bzw. der Völkerschäden durch konkrete Ereignisse sei.“ Kann man das so strikt trennen? Kann nicht die kontinuierliche Schwächung der Bienenvölker durch periodische Ereignisse, wie klimatische Ereignisse, neue Pflanzenschutzmittel oder ähnliches zu hohen Winterverlusten führen?

Weiter äußert Dr. Rosenkranz:“ Die Verluste der Monitoringimker liegen im Durchschnitt nahezu 50 % niedriger als die anderer Imker, die sich an den Umfragen beteiligen. Ein Hinweis darauf, dass bei optimaler Betreuung der Völker und richtiger Behandlungsweise Verluste weitgehend vermieden werden können.“ Da ist sie wieder, die Behauptung, dass u. a. auch die an den Instituten ausgebildeten Imker und Imkermeister dort nicht die „gute imkerliche Praxis“ gelernt hätten, wenn sie überdurchschnittliche Verluste haben.

Die Verordnung zum Schutze der Bienen vor Gefahren durch Pflanzenschutzmittel (Bienenschutzverordnung) ist in die Jahre gekommen und bedürfte einer Neufassung, außerdem wird die Varroa-Problematik nicht berücksichtigt. Die gegenwärtige VO behandelt nur bienengefährliche Pflanzenschutzmittel (PSM). Diese sind in einer künftigen VO natürlich an erster Stelle zu erwähnen.

Weiterhin sollten auch die bienenungefährlichen PSM in die VO Eingang finden. Untersagt werden sollte die Ausbringung während des Bienenfluges, egal ab einzeln oder als Tankmischung. Wiederholt konnte ich feststellen, dass die Bienen beim Ausbringen von Fungizide regelrecht geduscht wurden. In diesem Zusammenhang verweise ich neben dem o. g. Bericht auch auf die Untersuchungen der amerikanischen Colony Collaps Disorder Workgroup „Was haben Pestizide damit zu tun?“, die feststellten, dass in den Waben eingelagerten Pollen (Bienenbrot) im Durchschnitt 5 verschiedene Pestizide enthielt. Das Ausbringen von bienenungefährlichen PSM bei schönstem Sonnenschein schließt nicht aus, dass auch die PSM in den Nektar und damit in den Honig gelangen, siehe oben.

Untersagt werden sollte auch das Schlegeln blühender Pflanzen während des Bienenfluges. Jährlich werden Flugbienen und Wildinsekten beim Schlegeln geschreddert. Die Völker brauchten dann ca. zwei Tage, um sich zu regenerieren.

Vorbeugende Untersuchungen des Bienenbrotes sollten subventioniert werden, indem die Hersteller und Importeure von PSM in einen zu bildenden Fonds einzahlen. Eine Untersuchung kostet zwischen 198 bis 285 Euro!

Ein ähnlicher Fonds, in den Hersteller und Anwender einzahlen, könnte auch für Untersuchungen von Honig und Bienenbrot und Schäden durch GVO beim Anbau im Umkreis von 2 km der Bienenvölker eingerichtet werden.

Am Runden Tisch beim Bauernverband meldete sich auch ein Referentin der Geschäftsführung der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) zu Wort; über 90 Prozent des ausgesäten Rapses seien angebeizt, es werden 1,4 Mio. ha Raps in Deutschland angebaut, Raps sei offensichtlich eine der Haupttrachten der Imker in Deutschland. Was würde geschehen, wenn die Rapsbauern ihre Flächen den Imkern nicht mehr zur Verfügung stellen? (Im o. g. D.I.B AKTUELL wurde zwar vom Runden Tisch berichtet, aber nicht diese Äußerung.)

Jetzt weiß ich endlich warum meine Bienen das Rapsfeld ignorieren und die Birnbäume am Straßenrand interessanter finden. Die Suchbienen sind offensichtlich auf dem Heimweg vergiftet gestorben und das Rapsfeld existierte für die Bienen nicht als Nektar- oder Pollenquelle. Die 10 % nicht gebeizte Rapssaat wird wohl zur Saatgutvermehrung benutzt? Hier habe ich Rapshonig geerntet. Wissenschaftler wollten uns in einem Artikel in einer Bienenzeitschrift vor Jahren weismachen, es läge an dem blassen Gelb der Blüten wegen mangelnder Schwefeldüngung. Dieses Argument haben mir Landwirte damals schon widerlegt.

Die Arroganz ist kaum zu überbieten. Wie gnädig sind doch die Bauern! Von den Bienen hat die Vertreterin der UFOP keine Ahnung, sonst würde er wissen, dass diese nicht unbedingt auf dem Acker stehen müssen, sondern dies die Bauern wünschen. Von einer meist kostenlosen Ertragssteigerung von 20 - 30 % durch die Bienen im Raps hat die Vertreterin der UFOP auch noch nichts gehört. Ebenfalls hat sie noch nichts davon gehört, dass die Saatgutbetriebe von den Bauern die Aufstellung von 8 Bienenvölkern pro Hektar fordern und die Bauern dafür sogar bezahlen.

Gegenfrage an die Referentin: „Was würden die Bauern sagen, wenn sich die Imker den Saatgutvermehrern verweigern würden?“. Solche Fragestellungen bringen nichts! Es kann nur ein abgestimmtes Nebeneinander geben, wo Einer den Andern achtet und nicht der Eine befielt und der Andere gehorcht, stimmt es Frau Dr. Specht und Herr Sonnleitner?

1. Nachtrag

Die erste Seite des o. g. Schreibens sandte ich an Herrn Dr. Rosenkranz, der mir darauf folgende auszugsweise Antwort als E-Mail zukommen ließ:

"Grundsätzlich möchte ich darauf hinweisen, dass wegen dem Bienensterben im Rheintal sich die Analysen verzögert haben (die LUFA war an der Auswertung der Rheintalproben beteiligt) und deshalb auch die "AG Pflanzenschutz" innerhalb des Projektrates (hier sind die Verbände ebenfalls vertreten) sich noch nicht getroffen hat für eine abschließende Bewertung der Daten.

Ich gebe Ihnen Recht, dass eine Beurteilung dieser Daten für den Laien fast unmöglich ist. Auf der anderen Seite wollte ich auch nicht vorschnell der AG vorgreifen und Interpretationen in den Raum stellen. Ihre Zusatzauswertungen machen Sinn, reichen aber für eine wirkliche Interpretation nicht aus. Letztendlich müssen wir versuchen zu beurteilen, ob dieser "Cocktail" an Spuren von PSM eine Schädigung der Bienen verursachen kann. Dabei müssen eben auch quantitative Aspekte mit berücksichtigt werden, wir bewegen uns inzwischen in einem Nachweisbereich, wo wir eben sehr viele Wirkstoffe finden."

2. Nachtrag

Das BMELV veröffentlichte auf der Grundlage der EU-VO vom 13.01.2009 neue Bewertungskriterien für Wirkstoffe in Pflanzenschutzmitteln. Die Wirkstoffe habe ich mit den im Bienenmonitoringbericht genannten verglichen und dabei folgendes festgestellt:
ein Wirkstoff (Fungizid) ist fortpflanzungsgefährlich,
ein Wirkstoff (Fungizid) ist erbgutverändernd,
ein Wirkstoff (Fungizid) ist reproduktionstoxisch,
zwei Wirkstoffe (Insektizide) sind sehr peristent, sehr bioakkumulativ (Anreicherung in den Pflanzen und Böden, kein natürlicher Abbau).

Diese Aussagen beziehen sich auf Säugetierversuche. Insekten reagieren viel empfindlicher! Fungizide werden bei bestem Bienenflugwetter ausgebracht, da angeblich nicht bienengefährlich.

Bernd Richter lesen Sie bitte auch die Stellungnahme EU - Bienenmonitoring untersucht kein Bienenbrot mehr

Ursachensuche des Bienensterbens und die Bienenbrotuntersuchung von Bernd Richter Oktober 2012

Diesen Artikel als PDF herunterladen Weitere Artikel über Imkerei können Sie per Email Abonnement erhalten von:
Redaktion Buckfast Report
Günter Behrens
info@buckfast-report.de


Startseite - Pflanzenbau - Tierhaltung - Imkerei - Artenschutz - Verbraucherschutz - Themen - Verein - Spenden - Kontakt - Impressum


Artensterben - Blattdesinfektion - Bienensterben / Bienenvolksterben - Ehec - Feuerbrand - Gentechnik - Grünland - Heumilch - Heutrocknung - Imkerei - Inhaltsübersicht

Injektortechnologie - Kontakt - Länder - Lebensmittel - Lizensierung - multiresistente Bakterien - nachwachsende Rohstoffe - Pestizidfreie Landwirtschaft - Politik - Pferde

Pflanzenbau - Pflanzenschutzmittel einsparen - Pflanzenhilfsstoffe - Presse - Spenden - Themen - Tierhaltung - Umweltbund e.V. - Umweltberatung - Zertifizierung

Bienenvolksterben akut! Neonoicotinoide wurden als Verursacher des Bienenvolksterbens in der oberrheinischen Tiefebene ausgemacht. Doch ein dauerhaftes Verbot der Nervengifte, wie in Italien praktiziert läßt in Deutschland auf sich warten. lesen Sie mehr...
Gentechnik aufs Brot? Wo man gentechnisch verändertes Erbgut finden kann und welche Gefahren damit verbunden sind, wird nicht gerne veröffentlicht. Funde von Gensträngen in der Milch beruhigen nicht gerade die kritischen Verbraucher. lesen Sie mehr...
Antibiotikaeinsatz bei Äpfeln und Birnen! Zur Feuerbrandbekämpfung wird auch dieses Jahr in Apfelplantagen Streptomycin gespritzt, obwohl es biologische Alternativen gibt. lesen Sie mehr...
alles Bio oder was? Biopestizide, Schwermetalle im Biogemüse, Umweltbundverfahren kontra Bioland, wo sind die Unterschiede?lesen Sie mehr...
Verbraucherschutz Pestizidwolken umhüllen nicht nur die Feldfrüchte unserer Landwirte. Durch Abdrifft verteilen sich diese fein verstäubten Pflanzenschuztmittel schnell über große Gebiete. Wohnsiedlungen am Rande der Agrarflächen werden fast immer mitgespritzt. lesen Sie mehr...

warum nicht ohne Gift ?

Nein zu Antibiotika!
Die Biene, das drittwichtigeste Haustier

Kein Pfusch an der Natur!

tief durchatmen !

Landwirtschaft spritzt auf Teufel komm raus.

Artensterben vergessen? Krötensterben in der oberreheinischen Tiefebene uvm. Was tun die Behörden, was tun die Verbände? der Umweltbund hakt nach. lesen Sie mehr...

wir Menschen hinterlassen tiefe Eindrücke.

Bienenmonitoring zum Schaden der Imker ! Verraten und Verkauft fühlen sich die Imkerverbände vom Binemo. Was deutsche Bienenforschung mit der chemischen Industrie gemein hat erfahren sie in unserem ausführlichen Bericht über das deutsche Bienenmonitoring. lesen Sie mehr...

Bienenforscher sind in den Verruf geraten, für die chemische Industrie zu arbeiten. Was ist dran?

Share

Themen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Biene ist das drittwichtigste Nutztier der Menschen. Handelt die Menschheit angesichts dieser Tatsache richtig?

Sobald die Bienen an Durchfall erkranken nimmt diese Schädigung derart zu, dass eine Genesung nicht mehr möglich ist und das Bienenvolk, bzw. der ganze Bienenstand verendet. Der niederländische Toxikologe Dr. Henk Tennekes weist in einer 2010 erschienen Untersuchung nach, dass die Langzeitrisiken der Insektizide Imidacloprid und Thiacloprid weitaus größer sind, als bislang angenommen. Werden Bienen über längere Zeiträume mit Neonocotinoiden belastet, schadet das eindeutig unseren Bienen. Dies wollen Politiker und Wissenschaftler in Deutschland jedoch nicht wahrnehmen. Nähere Informationen zu Dr. Tennekes Studien lesens Sie hier: Vortrag: TOXICITY CAN BE A MATTER OF TIME
Henk Tennekes - ETS Nederlland

Die Ackerböden in Europa sind mit diesen hochtoxischen Pflanzenschutzmitteln nach 10 Jahren flächendeckender Anwendung regelrecht verseucht. Auch das Grundwasser und unsere Flüsse haben das Nutzinsektengift in sich. Dennoch sehen die darüber informierten Politiker keinen Handlungsbedarf. Diese Ignoranz der verantwortlichen Landwirtschafts- und Verbraucherschutzministerien wird daher unweigerlich zu einem großen Artensterben führen. Zuerst sterben die Nutzinsekten, dann die davon abhängigen unzähligen Pflanzen- und Tierarten. Dr. Tennekes hat über dieses aktuelle Artensterben vor unserer Haustür ein Buch veröffentlicht. The Systemic Insecticides: A Disaster in the Making

Derzeit schauen die am weitest entwickelten Nationen zu, wie es Ihre Tier- und Pflanzenarten dahinrafft!

Imkersubvention - Finazieller Ausgleich für Bestäubungsleistung und aktiven Artenschutz

Ohne Subventionen stirbt die Honigbiene in wenigen Jahren aus!

Obwohl der Nutzen der Bienenhaltung unbestritten ist und auf eine Bestäubungsleistung durch Bienen für den Wohlstand der Menschheit und die Erhaltung der Artenvielfalt nicht verzichtet werden kann, erhalten Imker für Ihre Leistung keinen Cent Agrarsubvention.

Der Bien ist aufgrund seiner unverzichtbaren Leistungen das drittwichtigste Haustier des Menschen. Seit einem Jahrzehnt sterben jährlich 20 - 30 % der Bienenvölker. Hieraus resultierte eine besorgniserregenden Abnahme von Bienenvölkern in Deutschland und Europa.

Die Arbeit eines Bienenvolkes gewährleistet Bestäubungsleistung, Arterhaltung, sowie einen Ertrag durch Bienenprodukte. Der Imker erhält jedoch nur für Bienenprodukte seinen Lohn, sonstige Leistungen der Bienenhaltung werden ökonomisch gänzlich vernachlässigt. Aufgrund des anhaltenden Bienenvolksterbens ( Bienensterben) entstehen dem Imker gleichsam Unkosten.

- 22 - 25 % höhere Sterberate durch Pestizidbelastung verursachen einen jährlichen Schaden von 50 - 150 € / Wirtschaftsvolk

- Flugbienenverluste, Krankheitsursachen und Nervenschädigungen durch subletale Vergiftungen verursachen einen jährlichen Schaden von 100 - 150 €/ Wirtschaftsvolk.

Mit Pestizid belaster Honig ist nicht verkaufbar und muss vom Imker entsorgt werden!

Aufgrund dieser Bilanz ist es kaum einem Imker mehr möglich, seinen Beruf zu betreiben. Um eine private Insolvenz zu vermeiden, wechseln viele gut ausgebildete Imker in andere Berufe. Nur ein finanzieller Ausgleich in Form von Agrarsubventionen kann diesen eindeutigen Trend wieder umkehren.

Der Umweltbund e.V. fordert daher von den verantwortlichen Politikern der europäischen Union, Imker mit einem Ausgleichsbetrag von 250 € / Wirtschaftsvolk zu fördern, um den anhaltenden Rückgang der Bienenvolkzahlen und das damit verbundene Artensterben zu stoppen.

Keine Subvention für Imker bedeutet keine Bienen, keinen Wohlstand, keine Arterhaltung. Die finanziellen Folgen einer solchen Entwicklung als Resultat der aktuellen Politik sind nicht bezifferbar, denn niemand besitzt eine Vorstellung, wie der Planet Erde ohne Bienen dauerhaft die Herberge einer gesunden Menschheit bleiben kann.

 

Wo liegen die Probleme?

- Kreuzwirkung der vielen Pflanzenschutzmittel werden nicht untersucht.
- Kumulation vieler systemischer Gifte und Metaboliten im Boden.
- subletale Wirkungen von Pflanzenschutzmitteln auf Bienen werden vernachlässigt.
- Nachweis von Flugbienenverlusten durch Vergiftung können nicht erbracht werden.
- weniger natürliche Nahrung durch flächendeckenden Einsatz von Herbiziden und Grünlandumbruch

ein Opfer der Interessensverbände. Beim BMVEL vertritt man die Interesse der Landwirtschaft, wenn es um Bienen geht.

Kein Recht auf unversehrten Nektar in Deutschland?

"Veraten und Verkauft" fühlten sich die Imkerverbände, nachdem diese Befürchtungen gewiss wurden. Während in der Praxis die Bienenvolkverluste ein dramatisches Ausmaß erreichten, war in den Ergebnissen des Bienenmonitorings alles geschönt und nur lückenhaft dokumentiert. Französiche Studien, die überprüften ob die Zulassungen dieser neurotoxischen Pflanzenschutzgifte wissenschaftlichen Standarts entsprechen, wurden nicht berücksichtigt. Während diese Schlampereien des Herstellers in Frankreich zu einer deutlichen Einschränkung der Anwendungsbereiche dieser Mittel führte, arbeitete man beim deutschen Bienenmonitoring zugunsten der Geldgeber, der chemischen Industrie. Aufgrund der eklatanten Vorwürfe, wurde die Trägerschaft des deutschen Bienemonitorings vom BMVEL übernommen. Die Forschungsrichtung blieb aber die Gleiche. Ob eine vollständige Dokumentation der Forschungsvorhaben mittlerweile existiert, in wieweit die Kritikpunkte der Imker berücksichtigt werden und welche wissenschaftlichen Erkenntnisse in die Erforschung des deutschen Bienenvolksterbens (Bienensterben) miteinfließen, gibt man von Seiten der Bieneninstitute nicht bekannt.

Kritk am deutschen Bienenmonitoring verfasst von Dr. Peter P. Hoppe & Dr. Anton Safer

DasDeutscheBienenmonitoring-Anspruch&Wirklichkeit (final 24.1.2011).pdf

 

Der Umweltbund e.V. kritisiert seit Jahren diese Verschwendung von Imkerfördergeldern zum Wohle der industriellen Landwirtschaft. Die subletalen und letalen Wirkungen von z.B.Neonicotinoiden und anderen Pestiziden müssen gleichsam an den stark kontaminierten Flugbienen, wie auch an den erheblich weniger kontaminierten Jungbienen erforscht werden. Eine Diskussion dieser Prämisse in der Erforschung von Bienenvolkschäden ist überflüssig, wenn man die Biologie des Bienenvolkes kennt.

Seit der Übernahme der Verantwortung durch das Bundesministerium für Verbraucherschutz Ernährung und Landwirtschaft steht die Bundesregierung in der Verantwortung, den Anforderungen dieser mittlerweile krisenhaften Problematik gerecht zu werden. Dem Bienenvolksterben (Bienensterben) hilft nicht alleine eine Interessenabwägung verschiedener Landwirtschaftsbereiche, sondern das Bewußtsein, dass Bienen dringend nötig sind, um die Arterhaltung vieler Lebewesen auf unserem gestresseten Planeten zu gewährleisten. Geht die Vergiftung der Bienen durch Pestizide weiter, haben wir den Scheitelpunkt überschritten.

deutsches Bienemonitoring, wie vertagt man ein Problem?

Nachdem europäische Imker das Pflanzenschutzmittel Gaucho für ungewöhnlich hohe Bienenvolkverluste verantwortlich gemacht hatten, beschlossen die Chemieindustrie mit Hilfe der dem Landwirtschaftsministerien unterstehenden Bieneninstituten und den Imkerverbänden ein Bienenmonitoring durchzuführen, um Verluste insbesondere durch Neonikotinoide nachzuweisen. Obwohl aufgrund des Ungleichgewichts der Interessen der Geldgeber eine subjektive Ausrichtung des Forschungsvorhaben zu erwarten war, beteiligten sich die Imkerverbände DIB und DBIB zunächst an dem Vorhaben.

Zieht man in Erwägung, dass alleine durch gezielte Blattdüngung die meisten Pestizid bezogenen Pflanzenbaumaßnahmen überflüssig wären, dann werden diese Vorgaben des Gesetzgebers von so gut wie jedem Landwirt missachtet.

Landwirtschaft und Imkerei sind bemüht ökonomisch zu wirtschaften. Eine aufeinander abgestimmte Kooperation, ist für beide Bereiche des Urgewerbes, für angrenzende Naturflächen und für die Bevölkerung von großem nachhaltigem Nutzen. Die Biene, bzw. das Bienenvolk zum Leitier unserer gesamtlandwirtschaftlichen Kulturen zu benennen, ist daher seit Gründung des Umweltbund e.V. eines unserer wichtigsten Ziele.

Bienen haben außerhalb ihres Staatensystems keine demokratischen Rechte. Die Imker sind nur ein kleiner Teilbereich unserer landwirtschaftlichen Produktion. Die Bieneninstitute sind nicht eigenständig, sondern den Landwirtschaftsministerien untergeordnet. Eine gleichberechtigte Partnerschaft kann unter diesem Kräfteungleichgewicht nicht entstehen. So werden die Interessen der Imker, unbelastete Nahrungsmittel zu erzeugen, denen untergeordnet, in der Lanwirtschaft höhere Erträge zu erzielen. Ein Beispiel, in welcher Weise Interessen der Imker von Abteilungen der Landwirtschaftministerien behandelt werden, ist das deutsche Bienemonitoring.

Gesetz - Moral - das Recht des Stärkeren

Der Gesetzgeber verlangt von den Landwirten die Einhaltung der "guten fachlichen Praxis". Dieser Überbegriff ist keineswegs undefiniert, sondern verlangt bei Pflanzenbaumaßnahmendas das Abwägen von Kosten und Nutzen, sowie die Einhaltung der gesetzlichen Schutzverordnungen, gemäß der fachspezifischen Erkenntnisse.

Für Fördergelder der EU gilt ebenfalls das Einhalten der guten fachlichen Praxis als Grundbedingung! Diese sieht unter Anderem folgendes vor:

- Bewährte kulturtechnische und andere nichtchemische Maßnahmen zur Schadensminderung vorrangig nutzen, sofern sie praktikabel sind. ...Stehen keine anderen praktikablen Möglichkeiten der Schadensabwehr zur Verfügung, so ist die Anwendung eines geeigneten, für das jeweilige Anwendungsgebiet zugelassenen oder genehmigten Pflanzenschutzmittels möglich. ....Nichtchemische Maßnahmen sind anzuwenden, wenn die gewählten Verfahren praktikabel und umweltverträglich sind.

 

die Schwächere muß weichen, Imkerdemonstration mit Trauerflor. Vielen Imkern bleibt nur die Erinnerung an die schöne Zeit mit Maja.

Herbizide - Maschinen - Grünlandumbruch

Nicht zuletzt leiden die Bienen in vielen Regionen Deutschlands unter Futtermangel. Der flächendeckende Einsatz von Herbiziden, und der Schwund naturbelassener Areale sorgen für einen kargen Speiseplan. Durch die klimatischen Veränderungen sind die Blühzeiten der verschiedenen Pflanzenarten nach Vorne gerückt, hierdurch wird die Trachtlücke vergrößert. In vielen Regionen ist nach Juni nur noch stark mit Insektengiften belasteter Maispollen für die Aufzucht der Winterbienen in der Natur zu finden. Gründdüngungspflanzen wie Senf oder Rettich, die üblicherweise zum Nutzen für die Insektenwelt sind, liefern mit Ihrem Nektar und Pollen einen Cocktail systemischer Pestizide. Bienenvölker, die sich hier zu reichlich bedienen, verlieren schnell eine nicht mehr wett zu machende Anzahl erfahrender Flugbienen.

Mais als Energiepflanze für Biogasanlagen verdrängt nicht nur Grünland, sondern auch andere Kulturpflanzen. Aufgrund hoher Subventionen für Energiemais wandeln wir Weideland zu Ackerfläche für Maismonokulturen mit höchstem Pestizideinsatz. Naturbelassene Flächen werden so zu industriellen Agrarflächen, die von Imkern besser gemieden werden.

Die zu erwartende Klimaerwärmung wird diesen Notstand noch verschlimmern. Um diesen für die Bienenvolkgesundheit wichtigen Aspekt entgegen zu wirken, empfehlen wir dringend spät blühende Nektar- und Pollenspender zu pflanzen!

Eine für Nutzinsekten sehr wertvolle Pflanze ist der Bienenbaum, Euodia hupehensis.

Schadstoffe verteilen sich auf der ganzen Welt. Die Summe ihrer Wirkungen sind nicht erforscht.

Grundrauschen - Krankheiten - Futtermangel

Unsere Landwirte profitieren von den Eigenschaften systemischer Pestizide. Ein systemisches Pflanzengift befindet sich überall in der Pflanze, von der Wurzel bis zur Blüte. Bei gebeizten Saatgut ist dieser Wirkstoff bereits um das Samenkorn geklebt, um vom Boden aus in die Pflanze zu gelangen. Leider findet man diese Stoffe und deren giftige Metaboliten auch im Nektar und im Blütenpollen der Pflanzen. Nach einer Vielzahl von Pflanzenschutzmittelanwendungen finden sich auch eine Vielzahl von Pestiziden im Boden. Einige Pestizide benötigen zudem mehrere Jahre bis sie größtenteil abgebaut sind. Diese Belastung durch unzählige systemische Wirkstoffe in verschiedensten Konzentrationen bilden ein Grundrauschen, dem unsere Bienen und Nutzinsekten ausgesetzt sind.

Mit der prozentualen Zunahme der Bienenvolkschäden wurden auch die verschiedensten z.T. neuen Krankheitssymptome beobachtet. Eine intensivere Zunahme der Varroamilbe, kann größtenteils durch den Imker reguliert und beobachtet werden. Eine für unsere Breiten seltene Form der Nosema-Krankheit tritt in diesem Bezug jedoch sehr häufig auf und stellt die Imker vor große Probleme, insbesondere in Deutschland keine Arzeneimittel für diese Krankheit zugelassen sind. Dr Meyerhof, von der Humbold Universität Berlin, erklärt im Zuge seiner Untersuchungen," es muss also jeder Imker der einen Schaden in der oben erwähnten Art (Pflanzenschuztmittelschaden) hatte mit einer Sekundärschädigung durch Nosemaparasiten rechnen."

Amerikanische Wissenschaftler haben eine Synergiewirkung von Nosemabefall und dem Neonicotinoid Imidachloprid nachgewiesen. Auch kleinste, nicht mehr messbare Dosen des Insektengiftes wirkten noch die Krankheit fördernd. Das bedeutet, dass diese Insektengifte unsere Bienen subletal schädigen.

Die Dosis macht das Gift. Füttert man einer Biene eine kleine Dosis eine Insektengiftes und misst hier keine Mortalität, so entspricht das nicht der Dosis die eine Sammelbiene oder eine ihrer Transporthelferinnen im Stock aufnehmen. Eine Flugbiene unternimmt bis zu 14 Sammelflüge mit der 30 fachen Tagesration einer im Stock lebenden Honigbiene. So ist die Kontamination mit Kontaktgiften bei einem großem Teil der Bienenbevölkerung erheblich höher als in den Versuchen auf Bienenschädlichkeit üblicherweise vorgesehen. Würde diesem Aspekt bei den wissenschaftlichen Analysen des Bienenvolkstrebens ausreichend Beachtung geschenkt, könnten wir uns mit Betriebsweisen und Toleranzzucht beschäftigen, was uns Imkern am besten liegt.

Subletal oder letal? Das Bienenvolk ist ein sehr komplizierter Organismus. Glaubt man den Vermarktern der Neonicotinoide, haben die Mittel im subletalen Bereich keine Auswirkung auf die Bienenvolkgesundheit. Unabhängige wissenschaftliche Untersuchungen haben jedoch eindeutig festgestellt, dass diese Nervengfite die Reizleitungen wichtiger kognitiver Prozesse ireversibel blockieren. Die daraus resultierenden kognitiven Störungen machen ein Überleben in einem Superorganismus unmöglich. Deutlichstes Symptom für eine subletale Vergiftung ist ein Verirren der Sammelbienen. Nachrückenden Jungbienen blüht das gleiche Schicksal. Während in Europa dieses Phänomen bereits 2003 beobachtet wurde, erlangte es in den USA ab 2006 unter dem Namen CCD (Colony Collapse Dissorder) internationalen Ruf.

Viele Pestizide wirken im Bienenvolk schädlich. Nicht nur Insektizide beeinflussen die Gesundheit unsere Bienen, sondern auch viele Fungizide, Herbizide und Pestizidaditive. Ein Verbot von Neonicotinoiden wird daher das weltweite Bienensterben nicht aufhalten können. Lesen Sie mehr....

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bienenvergiftung in Deutschland ohne Folgen ?

Beim Schutz des Eigentums vor Vergiftung tun sich deutsche Gerichte schwer.

Die Fakten: Groß Süstedt, Blattläuse an Kartoffeln wurden 2006 mit dem bienengefährlichen (B1) Wirkstoff Methamidophos des Pflanzenschutzmittels Tamaron behandelt. Da Blattläuse Honigtau ausscheiden, werden auch von Blattläusen befallene Kartoffelfelder durch Bienen beflogen. Darauf wurden die Landwirte der Region von Seiten der Landwirtschaftkammer hingewiesen.

Eine Ausbringung des Wirkstoffes an von Bienen beflogenen Feldern ist aufgrund der Bienenschädlichkeit untersagt! Die kontaminierten Pflanzenproben enthielten Blattläuse!

Resultat des unbedachten Gifteinsatzes waren 41 tote Bienenvölker. Das Julius Kühn Institut fand in den Pflanzen- und Bienenproben nicht nur tödliche Dosen des Insektengiftes Methamidophos sondern auch andere Gifte, die laut Spritzbuch des angeklagten Landwirtes offiziell gar nicht angewendet wurden.

Das Oberlandesgericht Celle urteilte am 1.9.2010 im Berufungsverfahren das die Klage des Imkers abgewiesen wird. Er könne nicht eindeutig beweisen, dass seine Bienen sich auf den Feldern des Beklagten vergiftet haben. Schließlich hätten andere Landwirte der Region ebenfalls das Gift eingesetzt.

Das bedeutet der Schutz des Eigentums, ein Menschenrecht, kann in Deutschland in Vergiftungsfällen nicht gewährleistet werden!

Die Landwirtschaft verursacht Schäden indem sie das Pflanzenschutzrecht (gute fachliche Praxis) missachtet.Die Kontrolle der Einhaltung der Pflanzenschutzgesetze wäre Aufgabe der Länder.

Die Biene ist wichtiger Umweltindikator.

Sterben die Bienen, stirbt parallel vieles andere in unserer Umwelt. Ein Bienen- und Nutzinsektensterben kann eine Kettenreaktion im Naturkreislauf auslösen, durch die viele Tier- und Pflanzenarten erheblich in Ihrer Existenz bedroht sind.

Durch ungenügende Kontrolle der Vorschriften des Pflanzenschutzgesetzes durch die Länder ist Natur und Mensch gleichermaßen bedroht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bienen sind wichtig für die Arterhaltung unserer Natur und erwirtschaften für unsere Volkswirtschaft in Deutschland jährlich rund zwei Milliarden Euro durch die Bestäubung unserer Kulturpflanzen. Obwohl der Gesetzgeber den Schutz der Bienen vorsieht, wird bei der Umsetzung dieses Vorhabens nicht konsequent das Wohl der Bienen in den Vordergrund gestellt.Das Resultat ist ein nicht zu bremsender Rückgang der Bienenvölkerzahlen und die damit verbunden Folgen für Natur und Volkswirtschaft. Nur ein finanzielle Förderung der Imkerei als Ausgleich für Pestizid- und umweltbedingte Verluste der Imker kann diesen Abwärtstrend noch stoppen, denn Imker erhalten bisher als keinerlei Subventioen .

Ohne Subventionen stirbt die Honigbiene in wenigen Jahren aus! lesen Sie mehr.....

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Imkerseite des Umweltbund Initiative der Imker, Landwirte und Verbraucher e. V.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA ) warnt vor den Gefahren durch Neonicotimoide

Die Insektizide Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam der Unternehmen Bayer und Syngenta, stehen seit langem im Verdacht Bienenvölker und Nutzinsekten nachaltig zu schädigen. Die EFSA hat daher eine umfangreiche Studie in Auftrag gegeben, die sowohl die Kurz- als auch die Langzeitfolgen dieser Neonicotinoide auf die Bienengesundheit zu erforschen hatte.

Die EFSA warnt, dass Bienen die Wirkstoffe über belasteten Nektar und Pollen aufnehmen. Die Folgen sind Verlust des Orientierungssinns, Verfliegen - tot. Den Bericht zur Studie lesen Sie unter folgendem Link:

http://www.europarl.europa.eu/committees/en/studiesdownload.html?languageDocument=EN&file=79433

Schon im Jahr 2011 bezeichnete die UN-Umweltbehörde UNEP, Neonicotinoide in einem Dosier zum globalen Bienensterben als eine Bedrohung für viele Tierarten.

Nicht nur Bienen sterben durch Pflanzenschutzmittel. Auch andere Nutzinsekten sind massiv bedroht. Die stattlichen Kontrollorgane versagen auf ganzer Linie.

Studie aus den USA: Bienenlarven sterben an Pestizidmix

Honig und Pollen enthalten meist mehrere Pflanzenschutzmittel und Arzneistoffe gleichzeitig. Bei jüngsten Untersuchungen fanden amerikanische Forscher durchschnittlich 9 Substanzen. Auch ein aditiv für die Fungizide Agora und Apell, N-methyl-2-pyrrolidone (NMP) wirkt stark toxisch auf Bienelarven. Untersucht wurden Synergiewirkungen von Fluvalinate, coumaphos, chlorothalonil, chlorpyrifos and NMP.

Die Ergebnisse der Studie machen deutlich, dass nicht alleine Insektizide für das Bienenvolksterben verantwortlich sind, sondern auch Fungizide und Zusatzstoffe. Die Varroabekämpfungsmittel Fluvalinat, coumaphos wirken laut Studie im Mix mit Pflanzenschutzmitteln ebenfalls schädlich für Bienenlarven und beeinflussen die Gesundheit im Bienenvolk.

Überraschend war, dass der Zuschlagstoff N-methyl-2-pyrrolidone auch in kleinsten Dosen eine erhöhte Larvensterblichkeit zur Folge hatte. Da diese Zuschlagstoffe bisher als harmlos betrachtet wurden, gibt es keine Grenzwerte für diese Chemikalien.

Keine Besserung des Bienensterbens ohne generellen Pestizidverzicht

Die vielen Studien zur Toxizität von Pflanzenschutzmitteln und Varroaiziden belegen deutlich, dass eine Umkehr des Massensterbens von Honigbienen und Nutzinsekten nur durch einen radikalen Verzicht von Pestiziden und Varroabehandlungsmitteln möglich ist. Toxizitätsstudien der Universität Landau an Amphibien kamen zu ähnlichen Ergebnissen. Vielerlei Pestizide verursachen Artensterben. Sobald mehrere Wirkstoffe gleichzeitig wirken, kann eine Aussage über die Unschädlichkeit der Chemikalienmischung nicht mehr getroffen werden.

Systemische Pflanzenschutzmittel müssen sofort verboten werden

Systemische Pflanzenschutzmittel verweilen besonders lange innerhalb der Pflanzen. Je länger ein Gift wirkt, desto wahrscheinlicher sind Synergiewirkungen mit anderen Wirkstoffen. Ein Verbot systemischer Pestizide ist daher eine logische Konsequenz zur Minderung des weltweiten Bienenvolksterbens.

Fungizide und die meisten Insektizide werden gar nicht benötigt

Löschkalk, ein essentielles Düngemittel, wirkt in Form einer Blattdüngung wie ein Kontaktfungizid. Das alkalische Düngemittel hat gegenüber anderen Fungiziden sogar einen Vorteil, denn Schaderreger können gegen die alkalische Wirkungsweise keine Resistenzen ausbilden. Mitglieder des Umweltbund e.V. haben das Verfahren der alkalischen Blattdüngung mittlerweile technisch optimiert.

Im Versuchsanbau des Umweltbund e.V. wurden durch gezielte Blattdüngung die Ertragsverluste durch Schaderreger vollständig unter der Schadensschwelle gehalten, wie es der "Integrierte Anbau" im Pflanzenschutzgesetz vorschreibt.

 

Alkalische Blattdüngung im Kartoffelanbau. Alleine basisches Calcium und Magnesium tötet Pilzsporen und Bakterien als Nebenwirkung einer Blattdüngung ab. Pflanzen die optimal mit diesen Kationen versorgt sind, enthalten mehr dieser nützlichen Nährstoffe,aber auch mehr Zucker, Proteine und Vitamine. Die optimale Versorgung mit Ca und Mg macht Pflanzen widerstandsfähiger und fördert das Wachstum und die Stabilität.

Keine Reaktion von Behörden und Politik

Die Alternative zur Vermeidung von Pestiziden ist ein wichtiger Ansatz die Vergiftung unserer Ressourcen und das anhaltende Artensterben zu stoppen.

Der Umweltbund e.V. bemüht sich daher seit Jahren Politiker und Behörden über diese Möglichkeit zu informieren. Die bakterizide und fungizide Wirkung von Calciumoxid ist in zahlreichen Studien belegt. Die kurative Wirkung von Calcium auf unsere Kulturpflanzen ist umfangreich. Ein Überschuss des Blattdüngers hat keine negativen Auswirkungen, da Kalk in großen Mengen zum Säureausgleich der Böden und für das Wachstum von Pflanzen benötigt wird. Zudem nehmen Pflanzen nur die benötigte Menge an Düngemittel über das Blatt auf.

Pflanzen können bei Calciummangel nicht mehr auf Umweltereignisse reagieren, da die Signalübertragung von Reizen dieses Mineral benötigt. Calcium fördert die Einlagerung von Zucker und Stärke im Xylem, verringert die Aufnahme von Schwermetallen und erhöht die Stabilität unserer Kulturpflanzen.

Calciumoxid ist das älteste Desinfektionsmittel der Menschheit, warum wird diese Erkenntnis ignoriert?

 

Forderungen des Umweltbund e.V. an Ministerin Aigner

 

Sehr geehrte Frau Ministerin Aigner,

Das Bienenvolk- und Nutzinsektensterben hat in diesem Jahr bedenkliche Ausmaße angenommen.
Nach Schätzungen des Umweltbund e.V. sind im letzten Halbjahr mehr als ein Drittel der Bienenvölker in Deutschland verendet.
Zeitgleich verschwinden in den betroffenen Regionen Wildbienen, Schmetterlinge und sonstige Nutzinsekten. Das Bienenvolksterben und das Nutzinsektensterben korreliert eindeutig mit dem Einsatz von Neonicotinoiden in der Landwirtschaft.
Da Neonicotinoide deutschlandweit auch zur Stallfliegenbekämpfung eingesetzt werden, tritt die Problematik des Nutzinsektensterbens auch in Gebieten mit reiner Weidehaltung auf, wo Insekten bisher nicht durch Insektizide beeinträchtigt waren.
Internationale Wissenschaftler haben für das Problem, des seit einem Jahrzehnt und inzwischen weltweit grassierenden Bienenvolksterbens, eine Immunschwäche ausgemacht, die durch subletale Wirkungen von Neonicotinoiden initiiert wird.....

Download als PDF


Der Inhalt dieser Seite im Überblick

Ohne Subventionen für Imker wird es der Menschheit in Zukunft schlecht gehen!

Imkersubvention warum?

Kritik an deutschen Bieneninstituten - oder - "Die Lehre der Ignoranz"

Deutsche Bieneninstitute haben eine eigene Auffassung Ihres Aufgabengebietes, welche den Wünschen der deutschen Chemieindustrie nicht besser dienen könnte. Die Arbeit der Institute war zunächst die Aufgabe der Prüfung von Pflanzenschutzmitteln auf Bienengefährlichkeit. Genau diese Aufgabe erfüllen die Bieneninstitute heute nicht im Geringsten. Kommt es zu einem Bienenvolkschaden, weswegen man bei den so genannten Bienenwissenschaftlern um Hilfe bittet, wird einem deutlich gemacht, dass man grundsätzlich bei der Ursachenforschung in Deutschland nicht nach der schädlichen Wirkung von Pflanzenschutzmitteln sucht, sondern nur nach pathologischen Ursachen. Auch wenn deutliche Symptome einer Bienenvergiftung vorliegen, gibt es keinen Mitarbeiter dieser für Bienengesundheit alleine verantwortlichen Dienststelle, der derartige Anzeigen bearbeitet. Hieraus entspringt auch die Diskrepanz der Wahrnehmung des Bienensterbens.

Zitat: Das Bieneninstitut Kirchhain ist nicht in der Lage, Bienen auf Giftschäden jedweder Art zu untersuchen, und auch nicht für diesen Bereich zuständig. Dr. Marina Meixner Antwort bezüglich Bienenvergiftungen, 14.9.2011

 

Fördergelder zum Nachteil der Imker

Das Problem des Bienenvolksterbens gilt weltweit, als in erster Linie durch Pestizide verursacht. Nicht aber in Deutschland, wo man mit diesen Pestiziden Milliardenumsätze erwirtschaftet. Hier ist man kooperativ und arbeitet gemeinsam mit den Pestizidherstellern an Theorien, welche Parasiten und andere Krankheitserreger man für das massive Bienensterben in Deutschland verantwortlich machen könnte. Wen wundert es, dass für deutsche Imker so gut wie nie eine Entschädigung bei Bienenvolkvergiftungen gezahlt wird, wenn die dafür verantwortlichen Institute eine Erkrankung durch PSM grundsätzlich ignorieren. Viele Imker sind daher davon überzeugt, dass deutsche Bieneninstitute durch und durch korrumpiert sind und eine sinnvolle Arbeit für das Wohl der Bienen strukturbedingt unmöglich ist. Die Subventionen, die von Seiten der EU für eine Förderung der Bienenhaltung geleistet werden, erzielen daher genau das Gegenteil Ihres ursprünglichen Effekts. Der Umweltbund e.V. fordert daher die Auflösung der Länderbieneninstitute. Besser keine "Bienenwissenschaftler", als ausschließlich die aus den Reihen der Pestizidbefürworter!

 

Bioimker in der Zwickmühle - Deutschland setzt europäisches Recht nicht um

Kein pestizidfreier Radius für Bioimker in Deutschland

In einem Umkreis von 3 km um den Bienenstock muß die Bienenweide im wesentlichen aus Pflanzen des ökologischen Landbaus und/oder Wildpflanzen gemäß Artikel 6 und Anhang I sowie aus Kulturpflanzen bestehen, die den Vorschriften dieser Verordnung zwar nicht entsprechen, deren landwirtschaftliche Pflege mit Methoden, die z. B. in den Programmen gemäß der Verordnung (EWG) Nr. 2078/92(5) beschrieben sind, jedoch nur eine geringe Umweltbelastung mit sich bringt, die die ökologische Qualität der Imkereierzeugnisse nicht nennenswert beeinträchtigt.

Um die Richtlinien für Bioimkerei zu gewährleisten, sollten die Bundesländer eine Pestizidfreiheit um Bioimkereien fördern, bzw. entsprechende Flächen den Bioimkern anbieten. Hierzu sind die Länder weder Willens noch in der Lage.

Unsicherheit bei den Imkern

Eine Biene kann man nicht zu einer Trachtquelle zwingen, Sofern die EU-Vorgaben für Bioimkerei nicht erfüllt werden, ist eine Kontamination des Honigs kaum zu vermeiden. Leidtragende sind die Bioimker deren Honig nach einer Untersuchung Spuren von Pflanzenschutzmitteln enthält, da dieser ohne Entschädigung entsorgt werden muss.

Verbot von Neonicotinoiden - Warum das 2-jährige Verbot nichts nützt

Ist die DURCHFÜHRUNGSVERORDNUNG (EU) Nr. 485/2013 DER KOMMISSION nur eine Mogelpackung?

Verbot von Neonicotinoiden - Warum das 2-jährige Verbot nichts nützt

Ist die DURCHFÜHRUNGSVERORDNUNG (EU) Nr. 485/2013 DER KOMMISSION nur eine Mogelpackung?

Nach 10 Jahren Protest europäischer Imker hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit endlich reagiert und eine befristetes Verbot für die insektiziden Wirkstoffe Clothianidin, Imidacloprid und Thiametoxam verhängt.

Die Aufbrauchsfrist für die betroffenen Insektizide ist der 31.11.2013. Das bedeutet, dass auch 2014 Winterrapsfelder noch mit Neonoctinoiden belastet sind. Mit Neonicotinoid gebeizte Zuckerrübensamen sind jedoch weiterhin erlaubt und fallen nicht unter das zweijährige Anwendungsverbot. Als Begründung wird angegeben, Zuckerrüben werden nicht von Bienen angeflogen und die Staubentwicklung bei der Aussaat ist gering. Honigtau und Guttation wurden bei der Bewertung der Bienenschädlichkeit scheinbar nicht beachtet.

Da das Nervengift Clothianidin sich nur sehr langsam im Boden abbaut, sind Folgekulturen (bspw. Senf zur Gründüngung) von Zuckerrüben sehr wahrscheinlich ebenfalls mit den Neonicotinoiden belastet.

Das Insektizid Thiacloprid zählt ebenfalls zu den Neonicotinoiden, wurde aber nicht verboten. Thiacloprid wirkt in Verbindung mit dem Fungizid Propiconazol 559 mal toxischer auf Bienen als alleine. Werden beide Mittel in der gleichen Kultur gespritzt kann es zu schweren Bienenvergiftungen kommen. Die Synergiewirkung von Fungiziden und Insektiziden, wird bei der Bewertung der Bienentoxizität in den meisten Fällen nicht beachtet.

Auch Fungizide sind für das Bienenvolksterben verantwortlich

Ein Team um Jeffery Pettis vom Bee Research Laboratory in Beltsville (US-Bundesstaat Maryland) hat Pollen von 63 Bienenstöcken analysiert. Geforscht wurde ob Pestizide dafür verantwortlich sind, ob sich Bienen mit Nosema ceranae infizieren.

Die Wissenschaftler fanden 21 verschiedene Pestizide im Blütenpollen. Im Schnitt waren es 9 je Probe. 8 der gefundenen Wirkstoffe verursachten eine Verschlechterung des Parasitenbefalls. Besonders deutlich war die Schädigung, wenn die Bienen Pyraclostrobin im Pollen hatten.

Ein 2-jähriges Moratorium ist aufgrund der massiven Rückstände von Neonicotinoiden in den Ackerböden nicht ausreichend.

Der Umweltbund fordert daher alle Neonicotinoide dauerhaft zu verbieten.

"'Summ' mir das Lied vom Tod"

Bienensterben, Bienenvolksterben durch Pestizide - Was kommt dann?

Imker sind genaue Beobachter. Das liegt zum einen sicherlich an der Größe dieser putzigen Insekten, aber auch daran dass man besser von außerhalb des Bienenkastens die Situation seiner Bienenvölker beurteilen lernt, um die Bienen durch die Eingriffe nicht zu stören.

Verhalten sich die Bienen bei Bienenvergiftungen durch Chemikalien merkwürdig, fällt das dem geschulten Imker schnell auf. Da in der Regel Anwendungsfehler der Landwirte beim Einsatz von Pflanzenschutzgiften die Ursache eines Bienensterbens oder Bienenvolksterbens ist, hat der Imker ein Recht auf Schadensersatz. Leider werden in der Regel (Ausnahme 2008, da waren es 5%) weniger als ein Promille der Fälle tatsächlich entschädigt. Die Landesregierungen, die für die Überwachung der Pflanzenschutzmittelanwendungen zuständig sind, haben Ihre Überwachungstätigkeiten auf das absolute Minimum herunter gefahren. Nach dem Motto, "Wo man nicht sucht, kann man nichts finden". Der Imker muss also selbst nach den Verursacher fanden und wird dabei von Bundesbehörden zum Teil regelrecht abgezockt.

Verwirrungstaktik plus Auflagen

Stellt der Imker eine Bienenvergiftung fest, sollte er schnell handeln, und etwa eine Menge von 1000 toten Bienen sammeln. Hier beginnt der Wahnsinn, denn es muss erst zu einem schlagartigen Zusammenbruch eines Bienenvolkes kommen, ehe der Imker die nötigen Bienen für eine Untersuchung zusammen hat. Stellt ein Imker Vergiftungen bei zurück kehrenden Flugbienen fest, muss er das hinnehmen, auch wenn es Ihn alle Flugbienen kostet. Genau dieses Symptom, ist aber seit Einführung der Neonicotinoide bei Bienenvolkzusammenbrüchen weltweit sehr häufig zu finden.

In den USA sterben seit 2006 jährlich im Schnitt ein Drittel der Bienenvölker. In den meisten dieser toten Bienenvölker findet man keine Bienen mehr. Das Bienensterben in Europa mit den gleichen Symptomen, wie CCD(colony collapse dissorder), ist also nicht anzeigbar.

Bleiben dem Imker diese Menge tote Bienen, muss er auch den Verursacher dingfest machen. Hierbei hilft ihm Niemand. Weder die Polizei, noch Landwirtschaftsamt, noch die Umweltbehörde, oder eine andere Staatliche Institution ist dafür zuständig. Der Imker muß also die Erfahrung eines studierten Agrarökonomen besitzen, sowie kriminaltechnischen Sachverstand, um von den möglichen Verursachern im Radius von etwa 2 Kilometern unter Zeugen Pflanzenproben zu sammeln, um Sie ebenfalls einzuschicken.

Das Julius Kühn Institut oder die Legitimation des Unrechts

Hier laufen in der Bundesrepublik die Fäden zusammen. Das Julius Kühn Institut bestimmt was sein darf und was nicht, was gefährlich ist und was nicht. Wer recht hat und wer nicht.

Von Bienevolkvergiftungen betroffene Imkereien müssen zur Prüfung auf Bienenvergiftungen ihre Proben an das Julius Kühn Institut schicken. Nur wenn beide Proben eine letale Dosis eines in Deutschland zugelassenen Pflanzenschutzmittels beinhalten, ist eine Schadensersatzklage möglich. Das JKI verweist selbst wie auch das Bundeslandwirtschaftsministerium immer wieder auf den integrierten Anbau und die gute fachliche Praxis. Italienische Wissenschaftler haben nun ebenfalls deutlich publiziert, dass das Bienenvolksterben an der nicht Einhaltung der 'guten fachlichen Praxis' und den Pestiziden liegt.

http://www.bulletinofinsectology.org/pdfarticles/vol63-2010-153-160maini.pdf

Weshalb pochen dann die Bundesbehörden nicht darauf, dass die Länderbehörden und Berufsgenossenschaften Ihre Pflichtaufgaben erfüllen?

Biotest Positiv - Befund negativ

eine einfache Bestimmung, ob eine Pflanze oder Bienen ein Gift enthalten, ist ein so genannter Biotest. Andere Insekten werden mit der Testsubstanz konfrontiert, und deren Lebensfunktionen überwacht. Oft weist dieser Biotest Gifte nach, die jedoch nicht in letaler Konzentration in den Substanzen gefunden werden können. Trotz eindeutiger Ergebnisse im Bezug auf Vergiftungen hat ein Imker in diesem Falle laut JKI kein Recht auf Entschädigung, aber dafür eine satte Rechnung des Julius Kühn Institutes von über 600 Euro. Das Julius Kühn Institut übernimmt industriefreundlicher Weise, die Werte für letale Giftdosen, den Angaben der Hersteller, und beschränkt die Untersuchung auf zugelassene Gifte und auf Konzentrationen, die subletale Vergiftungen, Vergiftungen durch Kreuzwirkungen und Vergiftungen über längere Zeiträume als 48 Stunden ausschließen.

Prozess und Folgen

hat ein Imker das fast Unmögliche erreicht und den offiziellen Nachweiß des JKI über eine Vergiftung durch Pflanzenschutzmittel in der Hand, muss er sich auf eine Privatklage gegen den verursachenden Landwirt einlassen. Obwohl der Landwirt scheinbar gegen das Pflanzenschutzmittelgesetz gehandelt hat, wird von keiner Behörde Anzeige erstattet. Diese Hürde zu nehmen, kostet nicht nur Geld für Anwalts- und Gerichtskosten, sondern birgt auch die Gefahr der Verfeindung zweier ursprünglich koexistenter Berufsgruppen.

Fazit - 30 % tote Bienenvölker jährlich und kein Verursacher

Nur die wenigsten Bienenvolkvergiftungen lassen sich tatsächlich nachweißen. Das Bundesministerium für Landwirtschaft Ernährung und Verbraucherschutz ist sich dieser Situation seit 2006 bewusst. Die Fürsorgepflicht für das drittwichtigste Haustier wird dennoch zu Gunsten von Profiten der deutschen Chemieindustrie und der industriellen Landwirtschaft geopfert.

Projekt deutsches Bienenmonitoring DEBIMO ?

weitere Informationen:

Projektbeginn: 01.09.2004

Beteiligte Personen
Dr. sc. agr. Gerhard Liebig
Dipl. agr. biol. Richard Odemer
Dr. rer. nat. Peter Rosenkranz
Dr. rer. nat. Annette Schroeder

Honig darf als tierisches Lebensmittel keine Pestizidrückstände, Antibiotika oder Güllebakterien enthalten.
In Deutschland werden jedoch mehr als 50 verschiedene Pestizide und in vielen Proben Cocktails aus mehreren Giften nachgewiesen. Auch „Biohonig“ ist hiervon nicht frei, solange die Bienen nicht gelernt haben konventionelle Agrarflächen zu meiden.
Es besteht anscheinend ein großes Interesse beim deutschen Bauernverband, dass diese Tatsachen nicht durch die Imkerverbände und andere Landwirtschaftsvereine reklamiert werden. Der Deutsche Imkerbund wird aufgrund seiner Integration im deutschen Bauernverband und diversen Zuwendungen von demselben daher niemals Imker sondern vorrangig die Landwirte vertreten, wie man es dort seit Jahren tut.
Die deutschen Bieneninstitute erhalten neben den Länderimkerverbänden genau die EU-Subventionen, die laut Gesetz für die Subventionierung der gewerblichen Imker im Sinne eines Exportausgleiches für landwirtschaftliche Produkte vorgesehen sind. Dennoch verweigern die Bieneninstitute die Aufgabe, für die Sie ursprünglich eingerichtet wurden, nämlich die Untersuchung von Bienenschäden aufgrund von Pestizidbelastung zu gewährleisten.
Stattdessen führt man dort im Sinne der Agrarlobby einseitige pathologische Untersuchungen durch, und weigert sich Untersuchungen auf subletale und letale Bienenvergiftungen durchzuführen.

Baden Württemberg 2011:
Gülleausbringung auf von Bienen besuchte Flächen ist in Deutschland gute fachliche Praxis. Der hier gesammelte Nektar verwandelt alle weiteren Bienenprodukte zu Sondermüll.

Die Imker unserer Verbände erklären mehrheitlich, dass eine Koexistenz von Imkerei und konventioneller Landwirtschaft mittlerweile unmöglich geworden ist und die Bienenprodukte aufgrund bedenklicher Kontamination durch Pestizide und Güllebakterien zunehmend nicht mehr verkäuflich sind.

Wenn Imkerverbände aufgrund Ihrer Abhängigkeit zum deutschen Bauernverband diese existentiellen und folgenreichen Missstände weiter ausklammern, wird der Verbraucher im Bezug auf die Qualität der Bienenprodukte getäuscht.
Der Umweltbund e.V. fordert daher die Gewährleistung, der staatlichen Kontrollorgane, für unbelastete Bienenprodukte und umfangreiche Kontrollen zur Einhaltung der guten fachlichen Praxis.

Der Einsatz von Pestiziden in Deutschland ist mehrheitlich nicht mit dem Pflanzenschutzgesetz vereinbar. Diejenigen, die sich um das drittwichtigste Haustier der Menschen kümmern und damit unentgeltliche Bestäubungsleistung und Arterhaltung in den Naturkreisläufen gewährleisten, durch einen korrumpierten Apparat derart fertig zu machen, ist ein weiterer Beweis für die Kurzsichtigkeit der verantwortlichen Politiker bei Bund und Ländern.

V.i.S.d.P.
Manfred Gerber,ehem. Mitglied Umweltbund e.V.
www.umweltbund.de

Presseinformation von Umweltbund e.V. und Mitteldeutsche Imkerunion e.V. zur Veranstaltung:
Imkerverbände positionieren sich in Berlin zur zukünftigen Agrarpolitik

Der Deutsche Imkerbund hat entgegen seiner Vorankündigung nicht alle deutschlandweit agierende Imkerverbände eingeladen.
Der Umweltbund e.V. als deutschland- und europa-weit agierender Verein der Imker, Landwirte und Verbraucher wurde auf diese Veranstaltung nicht eingeladen.
Die Imker in Deutschland und Europa haben größte Probleme mit Bienenvergiftungen durch Pflanzenschutzmittel, Pestizid- und Antibiotikarückstände im Honig, sowie Verunreinigungen durch Fäkalbakterien aufgrund falscher Gülleanwendung und Missachtung der im Pflanzenschutzgesetz vorgeschriebenen „guten fachlichen Praxis“.

 

Baden Württemberg: Grüne-Rote Landesregierung genehmigt Antibiotikaeinsatz im Obstbau

Kein Honigschlecken für Imker in Musterländle

Noch 2010 forderte der grüne Politiker und jetzige Ministerpräsident von der damaligen Regierung genau dies zu unterlassen.

Zitate v. Kretschman 2010: "Wir brauchen ein Leitbild mit artgerechter Tierhaltung und Pestizidreduktionsprogrammen….
Sie wollen aber auch kein Streptomycin im Honig, und sie wollen auch nicht, dass die Bienenvölker an Chlothianidin verenden."

"Der eine wartet, dass die Welt sich wandelt, der andere packt sie kräftig an und handelt."

Ministerpräsident Kretschmann und Minister Bonde wollen Antibiotika im Honig

Bereits im letzten Jahr wurden aufgrund lückenhafter Untersuchungen in Baden-Württemberg Bienenprodukte mit Antibiotika in Verkehr gebracht. Die 8,5 Tonnen mit Antibiotika kontaminierten Honigs sind nur ein Teil der Honigmenge, die in betroffenen Gebieten geerntet wurde. Dies wird besonders deutlich, wenn man auf die in der Schweiz beschlagnahmten Mengen schaut und diese statistisch vergleicht. Der Ausgleich (5€/kg) für den Sondermüll den Imker in Baden Württemberg vielerorts aus den Bienenstöcken ernten, ist so gering, dass ein Schadensersatz von Seiten der Landesregierung nicht gewährleistet ist. Die nachhaltigen Folgen für die Umwelt sind grünen Landespolitikern durchaus bewusst, haben sie doch in Oppositionszeiten vehement mit den Argumenten, Selektion von resistenten Keimen, Schädigung der Ökosysteme bzw. nicht zulässige Verunreinigung von Honig Wähler gefangen. Auch in Sachen Pestizide ist die Grün-Rote Landesregierung noch auf dem Stand vor der Wahl. Die Neonicotinoide Clothianidin und Thimeathoxam werden weiterhin als Insektizide eingesetzt, obwohl internationale Studien belegen, dass durch diese Insektizide Bienen und Nutzinsekten irreversibel geschädigt werden.

Kritk am deutschen Bienenmonitoring verfasst von Peter P. Hoppe & Anton Safer (veröffentlicht 24.1.2011)

"Das deutsche Bienenmonitoring - Anspruch & Wirklichkeit"

DasDeutscheBienenmonitoring-Anspruch&Wirklichkeit (final 24.1.2011).pdf

Diesen Artikel als PDF herunterladen

 

 

 

 

 

Inhalt:

Ohne Subventionen stirbt die Honigbiene in wenigen Jahren aus!

Bienenbrotbelastung

Leserbrief zu Bienensterben in Baden

Offener Brief an Deutsche Imker

Leserbriefe zu Bienensterben bzw. besser Bienenvolksterben

Virologie: Virus doch nicht schuld am Bienen-Massensterben

Imker vor dem Standgericht!

Insekten leisten gratis Milliardenservice für Umwelt
USA: Traurige Zukunft für Hummeln und andere Bestäuber

Fragen zum Auftreten von Faulbrut an Bienenvölkern und die Frage ob wir überhaupt Verordnungen dazu brauchen.

Antibiotika im Honig aus aller Welt

Bienensterben, Bienenvolksterben durch Pestizide - Was kommt dann?

Bienenvergiftung in Deutschland ohne Folgen?

Forderungen des Umweltbund e.V. an Ministerin Aigner

Grundrauschen - Krankheiten - Futtermangel

Herbizide - Maschinen - Grünlandumbruch

Bienenmonitoring "Veraten und Verkauft"

Kritk am deutschen Bienenmonitoring verfasst von Peter P. Hoppe & Anton Safer

"'Summ' mir das Lied vom Tod" - beeindruckender Film zum Thema Bienenvolksterben

Imkerthing in Schwechat 2012 - Österreichische Imker fordern pestizidfreie Lebensmittel

Kritik an deutschen Bieneninstituten - oder - "Die Lehre der Ignoranz"

Baden Württemberg 2012: Grüne-Rote Landesregierung genehmigt Antibiotikaeinsatz im Obstbau

Pressemitteilung: Positionierung der Imkerverbände zur zukünftigen Agrarpolitik

englische Studie zur Schädlichkeit von Pestiziden an sozialen Nutzinsekten.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA ) warnt vor Gefahren durch Neonicotimoide.

Offener Brief von Imkereifachhandel Jesse an Hr. Löwenstein - Bundesprogramm Ökologischer Landbau

Umweltbund e.V. entwickelt Staubzuckerblasgerät zur alternativen Varroabehandlung