logo umweltbund

Luzerne - die Grünlandpflanze für trockene Standorte

Dort, wo aufgrund der fehlenden Niederschläge Wiesen als Grünland unrentabel sind, hat man mit Luzerne einen guten Ersatz. Die Trocknung von Luzerne unterscheidet sich von der Heutrocknung nicht. Wichtig ist, dass Luzernetrocknungsanlagen eine hohe Schlagkraft besitzen. So kann sogar eintägiges Luzerneheu zu Ballen gewickelt und getrocknet werden, was die Bröckelverluste erheblich reduziert.

perfekt getrocknetes Qualitätsheu - weniger Keime mehr Inhaltsstoffe

Vergleicht man die Anzahl der Clostridien in der Milch bezugnehmend auf die jeweiligen Fütterungsart, kommt man zu einem eindeutigen Ergebnis. Die mit Abstand höchsten Clostridiengehalte findet man in Milch von Silagebetrieben. Erheblich weniger dieser Bakterien findet man in Milch von Kühen, die auf der Weide gehalten, oder mit frischem Wiesenschnitt gefüttert werden. Am wenigsten Clostridien finden die Molkereien in der Milch von Betrieben, die ausschließlich mit getrocknetem Qualitätsheu Ihre Milchleistung erwirtschaften.

Ein vorbildlicher Kleinbetrieb in der Schweiz erzielt mit seiner nun schon 20 Jahre alten thermodynamischen Heutrocknung eine Leistung von 7000 Liter bei bester Milchqualität, denn auch Fett und Calciumgehalte sind für die Molkereien von besonderer Bedeutung und werden durch bessere Milchpreise belohnt.

Walter Waser, betreibt seit 1990 die thermodynamische Heutrocknung, Ein Film über seinen Erfahrungen mit Qualitätsheu als Kraftfutterersatz.

Film - Bilanz über 21 Jahre Heutrocknung im Umluftverfahren

Der angenehme Duft, von frischem Heu, den man kurz nach der Heumahd überall in der Luft wahrnehmen kann, bleibt bei nährstofferhaltend getrocknetem Heu lange erhalten.

Das Qualitätsheu hat eine hellgrüne Farbe und beinhaltet viele getrocknete Blattpflanzen und Blüten. Der Eiweißgehalt ist aufgrund dieser Blattfrüchte sehr hoch.

Da frisch getrocknetes Heu Zucker anstatt Kohlenhydrate enthält, ist es für Kühe besser verdaulich als Mais oder Getreide.

Ist Silagefütterung noch sinnvoll?

Die Silagepraxis wurde aus ökonomischen Gründen eingeführt. Durch die Konservierung des Grundfutters mittels Milchsäurebakterien wurde es möglich, Grundfutter im feuchten Zustand mit wenig Nährstoffverlusten haltbar machen. Die negativen Auswirkungen der Silagetechnik kamen erst nach und nach zum Vorschein. In Anbetracht der ständig wachsenden Gefahr durch die fortschreitende Klimaerwärmung, muss das Thema Silage jedoch auch in diesem Blickfeld neu bewertet werden.

Die Eiweißverluste die bei Silierung auftreten, müssen in Form von Körnerleguminosen kostenintensiv und mit zusätzlichem Energieaufwand angebaut werden. Bei Heusilage dürfen,um Fehlgärungen zu vermeiden, die proteinhaltigen Kräuter und Leguminosen nur in geringen Mengen enthalten sein. Leguminosen sind wichtig um Luftstickstoff als eine Art Langzeitdünger in den Boden einzutragen und damit Energie und Kosten einzusparen. Die Herstellung von 1 kg Stickstoffdünger kostet 1,8 liter Erdöl. Betrachtet man die Herstellungskosten für Qualtitätsheu und Heusilage, findet man keine nennenswerten Unterschiede. Ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor stellen die Kostenstellen, Tiermedizin und Laktationsrate dar. Aufgrund der ständigen Leistungssteigerung durch nicht artgerechtes Futter entstehen in Viehmastbetrieben häufig Klauenkrankheiten, Verdauungsstörungen bis hin zu chronischen Nervenleiden. Die Laktationen sinken auf ein bedenkliches Maß. Dies sind alles Nachteile, die bei einer naturgemäßen Fütterung von getrocknetem Heukraftfutter nicht bekannt sind.

Kostenvergleich: Silageheu & nährstofferhaltend getrocknetes Qualitätsheu..... lesen Sie mehr

 

Kraftfutter - Kosten und Auswirkungen auf die Nachhaltigkeit

Hohe Leistungen erfordern hohe Zugaben von Kraftfuttermitteln. Neben kohlenhydratreichen Mais und Getreide wird zur Deckung des Eiweißbedarfs Soja bzw. in biologischen Milch- und Viehbetrieben Ackerbohnen und Erbsen zugefüttert. Der Ressourcenverbrauch steigt im Verhältnis zur Milchproduktion und verursacht einen nicht unerheblichen Negativsaldo. Durch die Verfütterung von zusätzlichem Kraftfutter steigt die Kaliumüberdüngung der Böden durch Gülle und Mist auf Dauer an. Da auf Grünlandflächen dieser überschüssige Dünger nicht aufgebraucht wird, kommt es zur Bodenversalzung und damit zu dauerhaften Schäden an Folgekulturen.

Die ständige Vermehrung von Clostridien und anderen pathogenen Bakterien, gefördert durch unverdaute Stärkereste des Kraftfutters, spiegelt sich auch in der Menge durch Gülle und Mist ausgebrachten Bakterien und Sporen wieder, die so wiederum auf der zukünftigen Nahrung landen. Die Anzahl der Laktationen und damit die Reproduktionsrate, ebenfalls ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, sinken besorgniserregend bei Silagefütterung mit hohem Kraftfuttermitteleinsatz. Bei durchschnittlich 2,6 - 2,8 Laktationen müssen Milchviehbetriebe in Deutschland junge Kühe zukaufen, weil es nicht mehr gelingt, genug eigene Nachkommen für die Milchproduktion im eigenen Betrieb zu vermehren.

In einem Milchbetrieb mit Silagefütterung könne man nur wirtschaftlich produzieren mit der Zugabe von Eiweiß und Kohlehydraten als Kraftfutter. Gensoja sei dazu der billigste (und ist der am meisten verwendete) Eiweißrohtoff.
Mit nährstofferhaltender Heutrocknung ist dies überflüssig !

Nährstofferhaltend getrocknetes Qualitätsheu als Kraftfutterersatz

Grünland hat alles, was eine ertragreiche Viehwirtschaft benötigt. Die Verfütterung von frischem Wiesenschnitt führt zu besten Milcherträgen. Um dieses natürlich kraftvolle Grundfutter ganzjährig nutzen zu können, bedarf es noch einer möglichst verlustfreien Konservierung. Die meisten Inhaltstoffe des Wiesenschnittes lassen sich durch einen zügigen Trocknungsprozess bewahren. Da frisch geschnittenes Heu einen hohen Feuchtigkeitsgehalt hat, lässt es der Bauer 24 - 36 h. auf der Wiese vortrocknen. Danach wird das Heu eingefahren oder zu Ballen gepresst um binnen 6 - 24 h. in einer Heutrocknungsanlage getrocknet. Aufgrund dieser schnellen Trocknungszeit lassen sich Nährstoffverluste durch sich vermehrende Bakterien und Pilze, sowie Brökelverluste größtenteils vermeiden. Das Endprodukt ist ein gut lagerfähiges Qualitätsheu mit 50 % mehr Eiweißgehalt als Silageheu, sowie deutlich höheren Zucker und Calciumgehalten, welches ein Zufüttern von Kraftfuttermitteln unnötig macht. Durch die Heutrocknung wird es dem Landwirt möglich, Heu von Wiesen mit einen erheblich höheren Kräuteranteil zu konservieren, als es bei Silage möglich wäre. So kann man Qualitätsheu mit sehr hohen Eiweißgehalten trocknen.

Zur Trocknung wird je nach Heutrocknungsverfahren elektrische Energie und bei Heißlufttrocknung zusätzlich Öl, Holz oder Abwärme benötigt. Thermodynamische Heutrocknungsanlagen im Umluftbetrieb wurden bereits 1985 in der Schweiz zu Versuchszwecken betrieben. Hierbei benötigte man bei den Versuchen mitunter 0,25 kw elektrische Energie zur Entfeuchtung eines Liter Wassers. Bei einem Rundballen mit 250 Kilo Trockenmasse entstehen so Trocknungskosten von 15 KW bei 70 % (3 €) Trockenmasse und 50 KW (10 €) bei 50% Trockenmasse. Auch bei schlechtem Wetter kann ohne Nährstoffverluste getrocknet werden. Diese Effizienz beruht auf einer Anlagenstruktur, die mit Wärmertauschertechnologie arbeitet. Die Entfeuchtung erfolgt durch große Lamellenwärmetauscher und starke Lüfter.

 

Silage - Futterkonservierung mit Vor- und Nachteilen

Bei der Silierung von Futtermitteln sollen möglichst viele Nährstoffe erhalten bleiben, indem man die Futterpflanzen mittels Milchsäurebakterien vergären lässt. Wir Menschen nutzen die Milchsäuregärung seit Jahrtausenden, um Milch direkt oder Sauerkraut unter Salzschutz zu konservieren und haben als Monogastrier damit keine schlechten Erfahrungen mit Milchgesäuertem gemacht . Bei Polygastriern kann es durch die Silage aufgrund der in der Regel hohen Bakterienbelastung(Salzschutz als Alleinfutter nicht möglich, da Anschnittflächen stark mit Mikroorganismen belastet) zu Gesundheitsbeeinträchtigungen des Viehbestandes kommen, insbesondere das kohlenhydratreiche zusätzlich gefütterte Kraftfutter den Bakterien aus dem Silagegrundfutter beste Wachstumsvoraussetzungen bietet. Bereits in der Silage entwickeln sich neben anderen Schmutzbakterien Clostridien. Die Menge der Clostridien hängt sehr von der Qualität der Silage ab, ist aber in der Regel so hoch, dass Milch aus Silage fütternden Milchbetrieben für eine Rohmilch- oder Hartkäseproduktion nicht geeignet ist und mit Hitze behandelt werden muss, um als Milch, Weichkäse oder Joghurt vermarktet werden zu können.

Der Schweizer Landwirt Waser betreibt seit 20 Jahren eine lose Heutrocknungsanlage. Seine Kühe geben je nach Rasse 7000 - 9000 Liter Milch. Nachdem er im Spätjahr seine Fütterung von frischem Gras auf getrocknetes Heu umgestellt hatte, sank nochmals die Keimzahl, wofür sich die Molkerei mit einigen Rappen Zuschlag beim Landwirt bedankt.

Dr. Friedhelm Berger ist überzeugt, dass Grünland ertragreicher als Ackerland ist. Landwirte werden auch unabhängig von Preisschwankungen im Kraftfutter- und Düngemittelsektor.

Hohe Laktationsraten und deutlich weniger Bakterienkrankheiten durch natürliches Heukraftfutter

Durch die Fütterung von natürlichem Qualitätsheu wird die Milchkuh während der Laktation nicht so sehr beansprucht und kann sich aufgrund verminderter Bakterienbelastung in den Verdauungsorganen besser von den Strapazen der Laktaktionsphase erholen. Der PH-Wert des Grundfutters ist im Unterschied zu Silagefutter neutral. Die in Silagebetrieben häufig auftretenden Bakterienkrankheiten findet man daher in landwirtschaftlichen Betrieben mit reiner Heufütterung nicht. Dies spart eine Menge Ausgaben für die Tierarztkosten, Medikamente und beschert dem Landwirt kostbare Zeit.

 

 

Wie viele Laktationen eine Milchkuh im Laufe ihres Lebens leisten kann hängt sehr von der Fütterung der Tiere ab.

2,6 - 2,8 Laktationen sind zu wenig, um in der Milchwirtschaft dauerhaft Gewinne zu erzielen.

Die Verpackung eines Heuballens bei der Heusilage mit Plastikfolie kostet pro dt ca. 7,20 €. Die Plastikfolie wird aus Erdöl gewonnen. Dies belastet zusätzlich unser Klima.

Die nährstofferhaltende Trocknung eines Heuballens mit gleichem Trockenmassegehalt in Umlufttrockenanlagen kostet pro Dezitonne ca. 4,90 €.

Die für die nährstofferhaltende Heutrocknung benötigte elektrische Energie kann auch in Zukunft noch preisgünstig mit Wind- oder Solarenergie erzeugt werden. Durch effektive Grünlandnutzung können die schädlichen Einflüsse der Viehwirtschaft auf die Klimaerwärmung deutliche reduziert werden.

Bessere Produktqualität der Heumilchprodukte

Durch den hohen Anteil von Blattpflanzen (z.B. Klee, Luzerne, Löwenzahn, Kräuter) erhält der Heumilchbauer eine sehr hohe Milchqualität, reich an CLA und Omega3-Fettsäuren und Minarstoffen. Mit der Fütterung von Gräsern (auch Weidelgras, Mais und Getreide) erzielt man eher eine mindere Milchqualität und damit niedrigere Milchpreise bei den Molkereien.

Blattfrüchte lassen sich nur durch nährstofferhaltende Trocknung verlustarm konservieren. Bei der Silageherstellung führen die hohen Proteingehalte der Leguminosen und Kräuter zu Fehlgärungen und unerwünschter Bakterienvermehrung.

Vor und Nachteile der Fütterungsvarianten

Silagegrundfutter + Kraftfutter Heukraftfutter & ggf. Getreide
- hohe Keimzahl, z.B.Clostridien + niedrigste Keimzahlen
- hoher Verlust Eiweiß und Zucker + Kaum Verluste von Eiweiß und Zucker
- Zukauf von Soja, Erbsen, Bohnen nötig + Kein Zukauf von Eiweißkraftfutter nötig
- Kosten für Verterinärbehandlungen und Arznei hoch + Kosten für Verterinärbehandlungen und Arznei niedrig
- niedrige Laktationsrate, viele Abgänge + hohe Laktationsrate, wenig Abgänge
O Bedarf an Nitratdünger mäßig + Bedarf an Stickstoffdünger: null
- Bodenversalzung durch Kaliumüberdüngung wahrscheinlich + Keine Nährstoffüberdüngung
- Gefahr durch Ausbreitung von Krankheiten möglich + wenig Gefahr durch Ausbreitung von Krankheiten
O Produktqualität entspricht dem Standard + hohe Produktqualität bei Milch und Fleischprodukten
- Klimaschädigende Agrarflächen mit Methanausdünstungen und hohem Rohstoffverbrauch(Erdöl) + Klimabegünstigendes Grünland, nachhaltige CO2 Bindung in den Böden, wenig Methan
- Landschaften mit Maismonokulturen unattraktiv + Tourismusfreundliche und pestizidfreie Landschaften,
Walter Waser aus der Schweiz betreibt seit 1990 (21 Jahren) eine Heubelüftung mit Wärmetauscher. In diesem Film berichtet er über seine Erfahrungen mit der Heutrocknung.

Umweltbund Mitglied Franz Wetzler hat den Landwirt auf seinem Hof besucht und ein Interview mit dem fleißigem Milchbauer geführt. Dank seiner akribischen Aufzeichnungen lassen sich Milcherträge, Zuschläge für herausragende Qualität, Stromverbrauch der Anlage und sogar die Menge an kondensiertem Wasser über 2 Jahrzehnte nachvollziehen.

Wenn Sie Interesse an Heutrocknungsanlagen mit Wärmetauschertechnologie haben, oder Agrarberatung für eine effiziente Grünlandnutzung wünschen, sind Sie beim Umweltbund e.V. gut beraten.

info@umweltbund.de

Diese Heuballentrocknungsanlage steht seit 2009 auf einem Bauernhof mit eigener Käseherstellung und Vermarktung in der Nähe von Freiburg. Die Ballen lassen sich bequem mit der Frontladergabel aufladen. Je nach Wassergehalt benötigen die Heuballen 12 - 18 Std. bis sie lagerfähig trocken sind.

Die Heutrocknungsanlage steht auf einem ehemaligen Fahrsilo, was jetzt als Maschinenlagerhalle dient. Mit dem nährstofferhaltend getrocknetem Qualitätsheu lässt sich feinster Rohmilchkäse erzeugen.

Grünland plus nährstofferhaltende Heutrocknung ist klimafreundlicher und ertragreicher als Ackerbau

Eine fortschreitende Klimaerwärmung und die zunehmend knapper werdende Universal-Ressource Erdöl erfordern neue Lösungswege. Intensiver Ackerbau benötigt Stickstoff, der wiederum aus dem Rohstoff Erdöl oder Erdgas gewonnen werden muss. Mineralische Stickstoffdüngung belastet die Atmosphäre mit schädlichen Methangasen. Offene Ackerflächen sind zwei Grad wärmer als Grünland. Die Bodenerosion ist dagegen bei Ackerland beträchtlich höher. Beim Grünland ziehen Klee und anderen Leguminosen den Stickstoff aus der Luft und lagern ihn nachhaltig im Boden ab. Zu Nitratauswaschung ins Grundwasser oder einer Ausdünstungen von Methangasen kommt es nicht.

Grünland fördert die Bildung von dauerhaftem Humus Mit dem Humusgehalt steigt auch das Co2-Bindevermögen der oberen Bodenschicht. Humusreiche Böden sind in der Lage mehr Wasser zu speichern und damit größere Trockenperioden ohne Ertragsverluste zu überdauern. Böden sind in der Lage doppelt so viel Co2 zu speichern, wie in der Atmosphäre vorhanden sind.

Nährstofferhaltende Heutrocknung im Umluftverfahren benötigt elektrische Energie, die Co2-neutral erzeugt werden kann. Neben der solaren Heubelüftung ist die thermodynamische Heutrocknung das effizienteste Verfahrung zur Konservierung von Heu, Luzerne, Getreide, Druschfrüchten, Hopfen und anderen Landwirtschaftlichen Erzeugnissen.

Die solare Heubelüftung benötigt nur die elektrische Energie für den Lüfter. Aufgrund der niedrigeren Schlagkraft ist sie eher für kleine Betriebe ohne Leistungsanspruch an eine Heutrocknungsanlage geeignet. Eine gute Entfeuchtung gelingt bei einer solaren Heubelüftung nur tagsüber bei sonnigem Wetter.

Der Umweltbund e.V. berät Landwirte bei der Umstellung auf ertragreichen Grünlandbau und vermittelt entsprechende Heutrocknungstechnologien. Heutrocknungsanlagen amortisieren sich in der Regel in 3 bis 6 Jahren, je nach Nutzungsintensität.

Kontakt Heutrocknungsberatung. Dr. Friedhelm Berger info@umweltbund.de

Vergleich: Silageheu & nährstofferhaltend getrocknetes Qualitätsheu

Der wichtigste Aspekte in der heutigen Landwirtschaft ist die Wirtschaftlichkeit der Verfahren ohne Raubbau an Lebensgrundlagen. Die Energiepreise wandeln sich. Rohöl und Rohölprodukte werden zunehmend teurer. Strom kann aus umweltschonender Wind- oder Solarenergien erzeugt werden. Eine Nebenkostenrechnung für eine dt Trockenmasse Heu soll die Kosten beider Verfahren verdeutlichen.

Silageheu Nährstofferhaltend getrocknetes Heu

 

Eintagesheu 50% Trockenmasse

Ballenendgewicht 250 kg = 125 kg TM

Unkosten Ballenfolie = 9 € / Ballen

=> 7,2 € / dt Trockenmasse Heu

Investitionskosten (10 Jahre Abschreibung): 1,25 € / Ballen

Gesamtkosten ===> 8,20 € dt TM Heu

 

Nährstoffe: (im Vergleich zu Gras)

Verdauliches Rohprotein: 55 - 65 %

NEL (MJ/kg TM) 75 - 85 %

 

 

 

 

Eintagesheu 50 % Trockenmasse

Ballenendgewicht 250 Kg = 212,5 kg TM (15%Restfeuchte)

Unkosten Trocknung: Entfeuchtung von 175 Liter Wasser

175 x 0,30 kw* = 52,5 kwh ( 0,20 Euro / kwh ) = 10,50 € / B.

==> 4,92 € / dt Trockenmasse Heu

Investitionskosten (10 Jahre Abschreibung): 2, 85 € / Ballen

Gesamtkosten ===> 6,26 € / dt TM Heu

 

Nährstoffe: (im Vergleich zu Gras)

Verdauliches Rohprotein: 90 - 99 %

NEL (MJ/kg TM): 90 - 99 %

 

 

*Die Energieverbrauchswerte für die nährstofferhaltende Heutrocknung beruhen auf Untersuchungen mit thermodynamischen Entfeuchtern der späten 80er Jahre an der FAT in der Schweiz.

Für das Silageheu ist eine Wickelvorrichtung von Nöten (ca 10000 Euro). Zur Trocknung von Qualitätsheu benötigt man eine Umluftheutrocknungsanlage (ca. 25000 Euro. / 15 Ha Gruenland - 60000 Euro / 60 Ha Gruenland).

Die höheren Zucker- und Proteingehalte des so getrockneten Qualitätsheus sind ein entscheidender Vorteil von Gruenland. Da die Gefahr einer Fehlgärung durch hohe Kräuteranteile im Heu bei der termodynamischen Trocknung nicht besteht, können beliebig hohe Anteile an Leguminosen und Blattkräutern in der Wiese sein.


Kalk-Heu, eine ganz besondere Variante naturerhaltender Heutrocknung.
lesen Sie hier ...

Die Nutztierhaltung steigt weltweit seit 50 Jahren dauerhaft an

Die Nutztierhaltung hat in den letzten 50 Jahren weltweit um annähernd 400 % zugenommen. Um diesen Zuwachs zu ernähren benötigen wir immer mehr Intensivflächen und Ackerland zur Futterproduktion. In Deutschland wird der Großteil der Vieh- und Milchproduktion mittels Silagegrundfutter, sowie einem Kraftfuttermix aus Proteinen und Kohlenhydraten und Leistungsförderern erwirtschaftet. Diese Fütterungsmethode hat sich seit den 70er Jahren immer mehr als Standard durchgesetzt und wird, trotz teils problematischer Folgen für die Tiergesundheit, von fast allen Landwirten in Deutschland praktiziert. Durch die intensive Fütterung und gezielter Leistungszucht wurde in den letzten Jahrzehnten die Milchleistung vervielfacht. Die durchschnittliche Milchleistung wurde in Deutschland im Jahr 2010 auf 8000 liter geschätzt, Musterbetriebe rühmen sich sogar mit 11500 Litern Milch pro Kuh und Jahr.

 

Landnutzung - Ökonomische und ökologische Vorteile von Grünland für Viehbetriebe


Startseite - Pflanzenbau - Tierhaltung - Imkerei - Artenschutz - Lebensgrundlagen bewahren - Themen - Verein - Spenden - Kontakt - Impressum


Artensterben - Blattdesinfektion - Bienensterben / Bienenvolksterben - Ehec - Feuerbrand - Gentechnik - Grünland - Heumilch - Heutrocknung - Imkerei - Inhaltsübersicht

Injektortechnologie - Kontakt - Länder - Lebensmittel - Zertifizierung - multiresistente Bakterien - nachwachsende Rohstoffe - Pestizidfreie Landwirtschaft - Politik - Pferde

Pflanzenbau - Pflanzenschutz - Pflanzenhilfsstoffe - Presse - Spenden - Themen - Tierhaltung - Umweltbund e.V. - Umweltberatung - Zertifizierung