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warum nicht ohne Gift ?

Nein zu Antibiotika!
Die Biene, das drittwichtigeste Haustier

Kein Pfusch an der Natur!

tief durchatmen !

Landwirtschaft spritzt auf Teufel komm raus.

Artensterben vergessen? Krötensterben in der oberreheinischen Tiefebene uvm. Was tun die Behörden, was tun die Verbände? der Umweltbund hakt nach. lesen Sie mehr...

wir Menschen hinterlassen tiefe Eindrücke.

Bienenmonitoring zum Schaden der Imker ! Verraten und Verkauft fühlen sich die Imkerverbände vom Binemo. Was deutsche Bienenforschung mit der chemischen Industrie gemein hat erfahren sie in unserem ausführlichen Bericht über das deutsche Bienenmonitoring. lesen Sie mehr...

Bienenforscher sind in den Verruf geraten, für die chemische Industrie zu arbeiten. Was ist dran?

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Eigene Gesetze and der Bergstrasse - Pfungstadt vergiftet Stadtwald mit Dimethoat

Die Stadt Pfungstadt in Hessen verstößt mit dem Einsatz von Dimethoat gegen Maikäfer im Mai 2010 gegen das Pflanzenschutzmittelgesetz der Bundesrepublik Deutschland.

Die Genehmigung für den Einsatz des stark gesundheitsschädlichen Kontaktgiftes wurde vom Pflanzenschutzdienst Hessen des Regierungspräsidiums Giessen erteilt. Berücksichtigt wurden Expertiesen der nordwestdeutschen forstlichen Versuchsanstalt NW-FVA.

Die NW-FVA verglich die zu erwartenden Ergebnisse von biologischen Methoden zur Schädlingsbekämpfung mit der Wirkung eines Pestizideinsatzes, klammerte jedoch die insektizide Wirkung von Düngemitteln aus. Durch ein Ausbringung von Kalk wäre ein ausreichend insektizider Effekt erfolgt, ohne ein ganzes Waldstück zu vergiften.

Wäre von Seiten der nordwestdeutschen forstlichen Versuchsanstalt diese gute fachliche Praxis mit berücksichtigt worden, hätte der Pflanzenschutzdienst Hessen keine Sondergenehmigung zum Einsatz des erbgutschädigenden Dimethoats erteilen dürfen.

Denn laut Pflanzenschutzgesetz ist die "gute fachliche Praxis" anzuwenden, welche vorschreibt:

Sofern praktikable und umweltverträgliche nichtchemische Abwehr- und Bekämpfungsverfahren zur Verfügung stehen, sind diese zu bevorzugen. und

Stehen keine anderen praktikablen Möglichkeiten der Schadensabwehr zur Verfügung, so ist die Anwendung eines geeigneten, für das jeweilige Anwendungsgebiet zugelassenen oder genehmigten Pflanzenschutzmittels möglich.

Der Umweltbund e.V. hat den hessischen Pflanzenschutzdienst und die Stadt Pfungstadt auf diese Alternative und auf den Gesetzesverstoß durch eine Dimethoatbehandlung hingewiesen. Weder vom Pflanzenschutzdienst noch von der Stadt Pfungstadt wurde darauf reagiert.

Die Bürger von Pfungstadt müssen nun Folgeschäden durch das Gift in Kauf nehmen. Beim Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln durch einen Hubschrauber ist eine Vermeidung von Abdrift unmöglich. Das Gift trifft also nicht nur Maikäfer und vor allem Nutzinsekten und Bienen, sondern auch die Anwohner und Besucher des Pfungstädter Waldes. Hinsichtlich der Ignoranz von kostengünstigen Alternativen bei der Schädlingsbekämpfung ist die Stadt Pfungstadt nicht vor Schadensersatzklagen geschützt. Auch eine Genehmigung einer Pflanzenschutzstelle ist kein Freibrief für gesetzeswidriges Handeln, wie es an der Bergstrasse praktiziert wird.

Der Pflanzenschutzdienst des Landes Hessen trägt bei diesem Skandal die Hauptschuld, denn unzulängliches Fachwissen und unzureichende Schulung der Mitarbeiter oder absichtliche Ignoranz haben zu einer Fehlentscheidung geführt, für die juristisch die Stadt Pfungstadt gerade stehen muss. Um künftige Fehlentscheidungen in Sachen Pflanzenschutz vermeiden zu können, bieten wir vom Umweltbund e.V. dem Land Hessen weiterhin Schulungen zur pestizidfreien Produktion an.

Neonicotinoide - Made in Germany

Die Wirkstoffe Imidachloprid, Methiocarb, Clothianidin und Fipronil gehören zur Stoffklasse der Neonicotinoide. Alle haben einen sehr schlechten Ruf bei Naturschützern und Imkern. Diese Insektizide werden nicht nur fast überall in der Landwirtschaft eingesetzt, sondern auch im Haus- und Kleingärten sowie in Stallungen.

Neonicotinoide bauen sie sich nur schlecht im Boden ab. Clothianidin hat eine Halbwertszeit von bis zu drei Jahren. Der Wirkstoff reichert sich also nach mehreren Behandlungen innerhalb weniger Jahre im Boden an. Inzwischen werden unter anderem Rüben, Raps und Mais mit Clothianidinbeize ausgesät.

Durch die Anreicherung im Boden findet man das Insektengift in Nachfolgekulturen wie Senf oder Klee wieder, die dann ebenfalls giftig für Nutzinsekten sind.

Die Frage, ob sich Pflanzenschutzmittel überhaupt in Nektarien ansammeln dürfen, wird gar nicht mehr gestellt. Die Rechte der wilden Natur werden dem Diktat der Landwirtschaftminister untergeordnet. Selbst die im Pflanzenschutzgesetz vorgeschriebene gute fachliche Praxis wird ignoriert, um landwirtschaftliche Höchstleistungen zu erzielen.

Um eine Pflanze zu schützen vergiftet man heute den Boden um die Pflanze. Nachdem das Insektengift Clothianidin 2008 in Süddeutschland mehr als 12500 Bienenvölker vernichtet hatte, wurden die Vorschriften zum Ausbringen des Saatgutes verschärft. Das Mittel insgesamt zu verbieten, kam keinem deutschen Landwirtschaftsminister in den Sinn.

Um es im Jahr 2010 den Landwirten einfacher zu machen, ist nun ein Granulat des Wirkstoffes Clothianidin zugelassen mit dem man den Boden direkt vergiftet, um die Pflanzen zu schützen. Auf diese Art und Weise besteht keine Kontrolle mehr, welche Organismen durch dieses Insektizid geschädigt werden, was unweigerlich ein Artensterben durch diese Neonicotinoide zur Folge hat.

Blütenpflanzen, wie diese Langbohne laden Insekten mit einem süßen Trank zum Bestäuben ein. Ein unfairer Handel, wenn dieser Nektar Gift enthält

Clothianidin - Hummelsterben, Schmetterlingssterben, Nutzinsektensterben

Am wenigsten fällt uns ein Artensterben auf, wenn die kleineren Lebewesen betroffen sind. Doch gerade die Insekten werden insbesondere durch Insektizide sehr stark dezimiert. Eine Bestandsanalyse der Arten findet so gut wie nirgends statt, weswegen selbst starke Rückgänge selten von der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Die Insekten sind ein unverzichtbarer Teil der natürlichen Nahrungskette. Zudem benötigen viele Wildblumen bestäubende Nutzinsekten zur ihrer Arterhaltung.

Kein Handlungsbedarf bei Erdkrötensterben

Leider führten die Hinweise nicht dazu, dass die zuständigen Behörden in Rheinland-Pfalz mögliche Ursachen des Amphibiensterbens im Böhler Naturschutzgebiet erforschen. Die in diesem Falle zuständige ADD-Trier berief sich stattdessen auf die Möglichkeit, dass Erdkröten auch mal zwei Jahre mit dem Laichen aussetzen könnten.

Nachdem auch im dritten Jahr an verschiedenen Stellen in und um die FFH-Schutzzone kaum Erdkröten beim Laichen gesehen wurden, kann mit Sicherheit von einem Erdkrötensterben gesprochen werden.

Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier hat 2009 eine Ergründung der Ursachen ausgeschlossen, obwohl deutliche Hinweise auf einen Verstoß gegen die gute fachliche Praxis und damit gegen das Pflanzenschutzgesetz vorlagen.

Ist die Landwirtschaft der Verursacher einer Umweltverschmutzung, wird bei unseren Umweltschutzbehörden offensichtlich weggeschaut. Erst wenn der Bürger etwas falsch macht, werden diese Behörden aktiv. Somit wird die Hauptanteil an Umweltverschmutzung in Deutschland staatlich ignoriert.

Wasserorganismen reagieren sehr empfindlich auf Umweltgifte. Daher gelten für viele Pflanzenschuztgifte strenge Auflagen zum Schuzt der im Wasser lebenden Tiere.

Die Behörden schauen weg, wenn mal was daneben geht.

Pestizide werden in Deutschland nur von Umweltorganisationen, wie Greenpeace entdeckt. Der Staat findet nichts trotz Millionen Unkosten für Umweltbürokratie.

Die Ringelnatter lebt neben vielen andern Amphibienarten im Naturschuztgebiet Böhler Wald. Der hohe Grundwasserspiegel bietet vielen Fröschen, Lurchen, und Kröten dauerhaft gute Bedingungen.

Leider wird trotz vieler zuständiger Ämter der Naturschutz in dieser Region nicht eingehalten.

Die Folge: Artensterben

Das Insektengift findet man überall in der Pflanze

Die Insektizide werden heute bereits als so genannte Beize um das Saatgut pilliert. So ist bereits mit der Aussaat das Gift nah an der Pflanze. Dieses Insektengift wirkt fortan nur, wenn es die Eigenschaft hat, sich in alle Pflanzenteile zu verlagern. Das spart dem Landwirt Arbeit, denn die Pflanzen verhalten sich in allen Pflanzenteilen wie Giftpflanzen. Diese Insektengifte nennt man systemische Insektizide.

Unsere Nutzinsekten wissen das leider nicht, wenn sie üblicherweise Nektar aus den Blüten einsammeln, oder Blütenpollen als Nahrung bevorzugen und sterben auf diese Weise, genau so wie der Schädling, für den die Portion Gift eigentlich gedacht war. Schon vor 2003 haben aufmerksame Imker vor den verheerenden Wirkungen der systemischen Pestizide gewarnt, jedoch ohne dass dies von den zuständigen Behörden untersucht wurde. Inzwischen wurden viele dieser Insektizide verboten, aber nicht in Deutschland!

Hier produziert die Firma Bayer AG den Insektenkiller Clothianidin. Auch die Firma BASF hat mit Fipronil einen systemischen Insektenvernichter im Programm.

das Behörden 1 mal 1, weg schauen , ignorieren & Aufklärung verhindern

Behörden zur Schutz von Wasser, Natur und Flora und Fauna gibt es genug in Deutschland. Was diese aber tatsächlich tun, steht zur Menge der Dienststellen im krassen Gegensatz. Im Falle des Erdkrötensterbens im Böhler Wald, wurden kurz vor dem Sterben große Flächen mit Herbiziden gegen Unkräuter behandelt, um die Äcker für einen Spargelanbau vorzubereiten. Die jeweiligen Ämter: untere Naturschutzbehörde, obere Naturschutzbehörde, Behörde für FFH Schutzgebiete wurden im konkreten Fall benachrichtigt, hatten aber alle keine Handlungsbefugnis bzw. wussten nicht was man tun könnte.

So konfrontierten wir die Aufsicht- und Dienstleistungsdirektion ADD in Trier mit der Vermutung, dass im und um den Böhler Wald eine Herbizidanwendung sehr wahrscheinlich für das Krötensterben verantwortlich sei. Die ADD ist diejenige Instanz, die in RLP die Anwendungen von Pestiziden (Pflanzenschutzmittel) überwachen soll.

Das Herbizid Glyphosat enthält unter anderem das Netzmittel Tallowamin, welches die tödliche Wirkung des Unkrautvernichtungsmittels auf Kaulquappen noch verstärkt. Da im Naturschutzgebiet Böhler Wald der Grundwasserspiegel knapp unter der Erdoberfläche liegt, der Boden so gut wie keinen Humus und Eisenverbindungen enthält, wird das Amphibiengift Glyphosat nur sehr schwer abgebaut und kann sich binnen zwei Tagen durch die Wasserkanäle im Naturschutzgebiet verbreiten.

Intensive Landwirtschaft - Klimawandel - Flächenverbrauch

Die Ursachen für Artensterben sind vielfältig. Einige Ursachen sind bekannt und könnten behoben werden. Manche Arten verschwinden ohne direkte Zusammenhänge. Die Zunahme der vom Menschen erzeugten Gifte in der Umwelt ist aber mit großer Wahrscheinlichkeit der entscheidende Auslöser für das Verschwinden vieler Tier und Pflanzenarten.

Wer meint, in Deutschland blieben wir weitgehend davor verschont, irrt sich. Gerade Nutzinsekten und damit auch die einheimische Flora sind sehr gefährdet. Insbesondere ab 2003, seitdem vermehrt systemische Pestizide in der Landwirtschaft eingesetzt werden, ist die Situation für viele Insekten dramatisch. Ein Ende dieser von der Öffentlichkeit kaum wahr genommenen Entwicklung ist nicht abzusehen.

Die Klimaveränderung kann sich ebenfalls in Punkto Artensterben dramatisch auswirken. Es ist daher dringend notwendig die Tiere und Pflanzen unserer Umwelt zu schützen und vor schädlichen Einflüssen zu bewahren.

Nutzinsekten haben kein Lobby.

Amphibiensterben im RLP - Krötensterben im Oberrheingraben und im NSG Böhler Wald

Seit einigen Jahren verzeichnen Naturbeobachter und Amphibienexperten an vereinzelten Stellen entlang des Rheins Ausfälle von diversen Frosch und Krötenarten. Während in Australien und Amerika eine gefährliche Pilzkrankheit ganze Populationen von Fröschen und Kröten ausgerottet hat, wurde die Krankheit in Deutschland bisher nicht nachgewiesen. Die dafür verantwortliche Pilzkrankheit Chytridiomykose zersetzt das Hornhautmaterial, wodurch die Haut als lebenswichtiges Organ zerstört wird.

Andere Ursachen von Krötensterben können Pestizide aus der Landwirtschaft sein. So wurde bereits vor mehreren Jahren ein Zusammenhang von Krötenstreben und Herbiziden der Firma Monsanto nachgewiesen. Da diese Herbizide in Europa mittlerweile auf fast allen intensiv genutzten landwirtschaftlichen Flächen eingesetzt werden, ist es sehr wahrscheinlich, dass auch das deutsche Amphibiensterben durch Unkrautvernichtungsmittel verursacht wird.

So wurde 2008 und 2009 im und am Naturschutzgebiet Böhler Wald die Erdkröten, die in der Regel in Massen zur Brutzeit in die Tümpel wandern, vermisst. Besorgte Bürger fanden auch einige tote Kröten in der Nähe von landwirtschaftlichen Nutzflächen. Aufgrund der Hinweise der Bürger wurde aber nichts unternommen, weswegen 2009 nachdem die Erdkröten an vielen Laichplätzen wiederum nicht aufzufinden waren, ein Mitglied des Umweltbund e.V. die Behörden eingehender informierte.

 

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Artensterben in Deutschland