Imkerei


Bienenbrotbelastung
(Statistik aus anderer Sicht)

Auf den Seiten 11 – 14 der Zusammenfassung und vorläufige Beurteilung der Ergebnisse der Untersuchungsjahre 2004 – 2008 des Monitoring-Projekt "Völkerverluste" (Stand 07.12.2008) erfolgt endlich eine Auswertung der Bienenbrotuntersuchungen. (www.ag-bienenforschung.de)

Als erstes fällt auf, das im Bericht die LUFA Speyer entgegen früherer Zwischenberichte "nur" 258 Wirkstoffe aus dem Pflanzenschutz nachweisen konnte. Im Zwischenbericht 2006/2007 waren es noch 270 Wirkstoffe.

In den Untersuchungsjahren 2005 -2007 wurden nur 215 Bienenbrotproben analysiert. Um ein objektives Bild zu erreichen, hätten von den durchschnittlich 120 teilnehmenden Imkereien pro Jahr mindestens 2 Probeentnahmen erfolgen müssen. Mindestens eine Probe vom eingegangenen Volk und eine vom überlebenden und das jedes Jahr. Mit der Untersuchung von ca. 1000 Proben in diesem Zeitraum wäre ein Labor sicherlich überfordert gewesen. Auch weiß ich nicht, ob die Mittel dafür vorhanden waren? Zumindest ein Anfang wurde gewagt.

Auf der Seite 14 erfolgt eine grafische Auflistung der Wirkstoffe in den einzelnen Jahren. Der Imker ohne spezielle Kenntnisse auf dem Gebiet des Pflanzenschutzes oder PSM-Chemie kann damit nichts anfangen. Ich konnte mit den Begriffen der Wirkstoffe auch nichts anfangen. Von einem befreundeten Gärtner borgte ich mir das amtliche Pflanzenschutzmittel-Verzeichnis, in dem ich aber auch nicht alle Wirkstoffe fand. Den Rest suchte ich mir im Internet zusammen.

Es ergeben sich folgende grafische Statistiken

Grafik 1

In dem o. g. Bericht wird nicht eingegangen auf die im Jahr 2007 neu festgestellten Wirkstoffe der PSM. Das zu 61 % der neuen Wirkstoffe Insektizide sind, gibt mir schon zu denken. „Besser“ sieht es bei den Wirkstoffen aus, bei denen eine Steigerung im Bienenbrot festgestellt wurde. Ich bin mir bewusst, dass nicht alle Wirkstoffe in allen Proben vorhanden waren. Nicht geklärt ist, wie die Wirkstoffe verschiedener Gruppen im Verbund auf die Brut und die Bienen wirken?

In den vorläufigen Schlussfolgerungen des Projektrates des Monitoring heißt es, dass keine direkten bienenschädliche Effekte erwartet werden. Das wird allerdings im nächsten Punkt bereits wieder relativiert, indem langfristige Auswirkungen für möglich gehalten werden. Richtig finde ich, dass weitere Untersuchungen in dieser Hinsicht erfolgen sollen.

Grafik 2

Im D.I.B. AKTUELL 6/2008 wurde über die Tagung des Projektrates „Deutsches Bienenmonitoring“ wurde veröffentlicht: „Dr. Rosenkranz wies nochmals daraufhin, dass das Ziel des Projektes die Aufklärung der periodischen Winterverluste und nicht die Untersuchungen der kontinuierlichen Schwächung der Bienenvölker bzw. der Völkerschäden durch konkrete Ereignisse sei.“ Kann man das so strikt trennen? Kann nicht die kontinuierliche Schwächung der Bienenvölker durch periodische Ereignisse, wie klimatische Ereignisse, neue Pflanzenschutzmittel oder ähnliches zu hohen Winterverlusten führen?

Weiter äußert Dr. Rosenkranz:“ Die Verluste der Monitoringimker liegen im Durchschnitt nahezu 50 % niedriger als die anderer Imker, die sich an den Umfragen beteiligen. Ein Hinweis darauf, dass bei optimaler Betreuung der Völker und richtiger Behandlungsweise Verluste weitgehend vermieden werden können.“ Da ist sie wieder, die Behauptung, dass u. a. auch die an den Instituten ausgebildeten Imker und Imkermeister dort nicht die „gute imkerliche Praxis“ gelernt hätten, wenn sie überdurchschnittliche Verluste haben.

Die Verordnung zum Schutze der Bienen vor Gefahren durch Pflanzenschutzmittel (Bienenschutzverordnung) ist in die Jahre gekommen und bedürfte einer Neufassung, außerdem wird die Varroa-Problematik nicht berücksichtigt. Die gegenwärtige VO behandelt nur bienengefährliche Pflanzenschutzmittel (PSM). Diese sind in einer künftigen VO natürlich an erster Stelle zu erwähnen.

Weiterhin sollten auch die bienenungefährlichen PSM in die VO Eingang finden. Untersagt werden sollte die Ausbringung während des Bienenfluges, egal ab einzeln oder als Tankmischung. Wiederholt konnte ich feststellen, dass die Bienen beim Ausbringen von Fungizide regelrecht geduscht wurden. In diesem Zusammenhang verweise ich neben dem o. g. Bericht auch auf die Untersuchungen der amerikanischen Colony Collaps Disorder Workgroup „Was haben Pestizide damit zu tun?“, die feststellten, dass in den Waben eingelagerten Pollen (Bienenbrot) im Durchschnitt 5 verschiedene Pestizide enthielt. Das Ausbringen von bienenungefährlichen PSM bei schönstem Sonnenschein schließt nicht aus, dass auch die PSM in den Nektar und damit in den Honig gelangen, siehe oben.

Untersagt werden sollte auch das Schlegeln blühender Pflanzen während des Bienenfluges. Jährlich werden Flugbienen und Wildinsekten beim Schlegeln geschreddert. Die Völker brauchten dann ca. zwei Tage, um sich zu regenerieren.

Vorbeugende Untersuchungen des Bienenbrotes sollten subventioniert werden, indem die Hersteller und Importeure von PSM in einen zu bildenden Fonds einzahlen. Eine Untersuchung kostet zwischen 198 bis 285 Euro!

Ein ähnlicher Fonds, in den Hersteller und Anwender einzahlen, könnte auch für Untersuchungen von Honig und Bienenbrot und Schäden durch GVO beim Anbau im Umkreis von 2 km der Bienenvölker eingerichtet werden.

Am Runden Tisch beim Bauernverband meldete sich auch ein Referentin der Geschäftsführung der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) zu Wort; über 90 Prozent des ausgesäten Rapses seien angebeizt, es werden 1,4 Mio. ha Raps in Deutschland angebaut, Raps sei offensichtlich eine der Haupttrachten der Imker in Deutschland. Was würde geschehen, wenn die Rapsbauern ihre Flächen den Imkern nicht mehr zur Verfügung stellen? (Im o. g. D.I.B AKTUELL wurde zwar vom Runden Tisch berichtet, aber nicht diese Äußerung.)

Jetzt weiß ich endlich warum meine Bienen das Rapsfeld ignorieren und die Birnbäume am Straßenrand interessanter finden. Die Suchbienen sind offensichtlich auf dem Heimweg vergiftet gestorben und das Rapsfeld existierte für die Bienen nicht als Nektar- oder Pollenquelle. Die 10 % nicht gebeizte Rapssaat wird wohl zur Saatgutvermehrung benutzt? Hier habe ich Rapshonig geerntet. Wissenschaftler wollten uns in einem Artikel in einer Bienenzeitschrift vor Jahren weismachen, es läge an dem blassen Gelb der Blüten wegen mangelnder Schwefeldüngung. Dieses Argument haben mir Landwirte damals schon widerlegt.

Die Arroganz ist kaum zu überbieten. Wie gnädig sind doch die Bauern! Von den Bienen hat die Vertreterin der UFOP keine Ahnung, sonst würde er wissen, dass diese nicht unbedingt auf dem Acker stehen müssen, sondern dies die Bauern wünschen. Von einer meist kostenlosen Ertragssteigerung von 20 - 30 % durch die Bienen im Raps hat die Vertreterin der UFOP auch noch nichts gehört. Ebenfalls hat sie noch nichts davon gehört, dass die Saatgutbetriebe von den Bauern die Aufstellung von 8 Bienenvölkern pro Hektar fordern und die Bauern dafür sogar bezahlen.

Gegenfrage an die Referentin: „Was würden die Bauern sagen, wenn sich die Imker den Saatgutvermehrern verweigern würden?“. Solche Fragestellungen bringen nichts! Es kann nur ein abgestimmtes Nebeneinander geben, wo Einer den Andern achtet und nicht der Eine befielt und der Andere gehorcht, stimmt es Frau Dr. Specht und Herr Sonnleitner?

1. Nachtrag

Die erste Seite des o. g. Schreibens sandte ich an Herrn Dr. Rosenkranz, der mir darauf folgende auszugsweise Antwort als E-Mail zukommen ließ:

"Grundsätzlich möchte ich darauf hinweisen, dass wegen dem Bienensterben im Rheintal sich die Analysen verzögert haben (die LUFA war an der Auswertung der Rheintalproben beteiligt) und deshalb auch die "AG Pflanzenschutz" innerhalb des Projektrates (hier sind die Verbände ebenfalls vertreten) sich noch nicht getroffen hat für eine abschließende Bewertung der Daten.

Ich gebe Ihnen Recht, dass eine Beurteilung dieser Daten für den Laien fast unmöglich ist. Auf der anderen Seite wollte ich auch nicht vorschnell der AG vorgreifen und Interpretationen in den Raum stellen. Ihre Zusatzauswertungen machen Sinn, reichen aber für eine wirkliche Interpretation nicht aus. Letztendlich müssen wir versuchen zu beurteilen, ob dieser "Cocktail" an Spuren von PSM eine Schädigung der Bienen verursachen kann. Dabei müssen eben auch quantitative Aspekte mit berücksichtigt werden, wir bewegen uns inzwischen in einem Nachweisbereich, wo wir eben sehr viele Wirkstoffe finden."

2. Nachtrag

Das BMELV veröffentlichte auf der Grundlage der EU-VO vom 13.01.2009 neue Bewertungskriterien für Wirkstoffe in Pflanzenschutzmitteln. Die Wirkstoffe habe ich mit den im Bienenmonitoringbericht genannten verglichen und dabei folgendes festgestellt:

Diese Aussagen beziehen sich auf Säugetierversuche. Insekten reagieren viel empfindlicher! Fungizide werden bei bestem Bienenflugwetter ausgebracht, da angeblich nicht bienengefährlich.

Bernd Richter

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Redaktion Buckfast Report
Günter Behrens
info@buckfast-report.de





2008 Bienensterben, Schmetterlingssterben und kein Ende


Imkerei Bienenwabe
Viernheim den 31.12.08


...Viernheim, ein warmer Sommertag, die Schmetterlingssträucher sind in voller Blüte. Unzählige Blütenpflanzen haben sich entwickelt und warten auf ihre bestimmungsgemäße Bestäubung. Ein Hochzeitakt, eine Erfüllung. …doch der Bräutigam fehlt, die Hochzeit wird verschoben auf 2009, oder nie? Die hauptamtlichen Bestäuber waren leider verhindert. Entweder tot oder verwirrt und dadurch nicht mehr lebensfähig.

Jetzt ist es, Anfang des dritten Jahrtausends durchaus üblich, dass zum Wohle einer überernährten Bevölkerung alle Insekten vernichtet werden, die dem zukünftigen Nahrungsmittel zu Nahe kommen. Aber wie ist es den Chemiegurus der BASF und Bayer AG gelungen, auch die Tiere zu töten, die den Übergewichtigen gar nichts wegessen wollten? Europas Imker kämpfen schon länger mit dem Problem und konnten die dafür verantwortlichen Pflanzenschutzmittel ausmachen. Das ist für einen Imker nicht sehr schwer! Die Imker stellten bereits ab 2003 fest, dass die Neonikotinoide, wie : Imidacloprid , Clothianidin, Acetamiprid, Thiacloprid, Thiamethoxam, Friponil offensichtlich für das rätselhafte Bienensterben verantwortlich sind.

Viele dieser hochwirksamen Nervengifte haben Halbwertszeiten von über 2 Jahren. Zudem sind die Abbauprodukte zum Teil ebenfalls giftig. Die Stoffe wirken systemisch und sind in allen Pflanzenteilen zu finden. Auch im Nektar und im Blütenpollen.

Die Vermutung liegt nahe, dass wenn kaum noch ( >20%) Schmetterlinge und Nutzinsekten da sind, sowie die Bienenvölker massenhaft verrecken, die Rückstände der Neonikotinoide im Boden so hoch sein könnten, dass sie in nachfolgenden Kulturen, bei denen sinnigerweise Pflanzenschutzmittel verboten sind, zu einer Anreicherung führen, die Nutzinsekten als auch Bienen den Garaus machen.

Mittels Bodenproben könnte man ohne großen Aufwand und Kosten feststellen, ob die oben genannte These zutrifft oder nicht. Im Verhältnis zu den etwa 20.000,- Euro Verlust, die meine Imkerei offensichtlich durch ein, als nicht bienengefährlich eingestuftes PSM, der Firma Bayer AG zu tragen hatte, ist eine Bodenprobe geradezu billig. Bei meinen Bemühungen, das seltsame Verschwinden der Bräutigame aufzuklären, richtete ich meine Appelle an so gut wie alle im Umweltbereich tätigen Behörden und Organisationen.

Ich telefonierte
mit der unteren Naturschutzbehörde,
mit der oberen Naturschutzbehörde,
mit dem Regierungspräsidium Darmstadt,
mit dem hessischen Umweltministerium,
mit der Zulassungsbehörde,
mit der Landwirtschaftsabteilung Pflanzenschutzdienst,
mit dem Julius-Kühn Institut,
mit dem Umweltministerium.

Die ehrenwerten Damen und Herren Wenzel, Jörman, Enders, Ernst, Meier, Beicht, Lenz, Kerber, Dicke, Konrad, Fillbrandt, Seeger, konnten 2008 keine Kompetenz bezüglich eines massiven Schmetterlings- und Nutzinsektensterbens in Süddeutschland entfalten. Die Reaktion der Umweltverbände ist mir das größte Rätsel.

Aktion und Reaktion waren in den 80ern noch das Markenzeichen der Umweltverbände. …Zitat eines Mitglieds :“dass derartige Naturschutzanliegen, wie Insektensterben durch unzureichend geprüfte "Pflanzenschutzmittel" im Bund keine Heimat haben.“ Noch schlimmere Vermutung beschleicht mich: auch der BUND könnte unversehens schon von der Industrie gesponsert, und damit abhängig sein!???

Rührt die Rücksichtnahme auf Bayer, BASF und Monsanto vielleicht daher?“ Bis hin zum dilettantischen Versuch einer Unterwanderung des BUND durch zwei Chemiker der Firma BASF.

Was bitte soll das alles?
Nur weil viele bei BAYER AG und BASF arbeiten und wenige durch die Chemieindustrie Geld verdienen, kann man doch nicht die Vernichtung unzähliger unschuldiger Lebewesen hinnehmen, Arten nachhaltig vernichten sowie traditionelle landwirtschaftliche Zweige platt machen.

Der Mensch lebt nicht von Geld alleine und vor allem nicht sehr lange! ..wenn dieses Wegschauen bezüglich dieses gravierenden Insektensterbens nicht aufhört. Die Imker sind bereits auf dem Rückzug und verlassen die traditionellen Kulturflächen, der Rest kehrt Jahr für Jahr weiterhin tote Bienen zusammen oder ist noch nicht betroffen. Die traditionell gewachsene Kooperative mit den Landwirten wurde aufgekündigt. Den Interessen der Chemieindustrie verschworene Pseudowissenschaftler (sog. Marketingexperten der Industrie) mussten beschämt Ihren Hut nehmen.

Die Wirtschaftlichkeit unserer landwirtschaftlichen Kulturflächen, sowie die Erhaltung vieler Tier- und Pflanzenarten ist weiterhin durch korrumpierte Beamte und rücksichtslose Mitarbeiter der Chemieindustrie gefährdet.

Wenn im nächsten Jahr im Sommer wieder Hochzeitstag ist und den Blumen und Sträuchern die Bräutigame fehlen, wird dann Einer wach?

Manfred Gerber
Imkerei Bienewabe






Wir sind ja froh, dass nun nach Jahren Politiker und andere Umweltvereine wie BUND, NABU, DNR, Greenpeace und deutsche Imkerverbände wie DIB und DBIB wenigsten den Schaden durch Saatinsektizidaerosole zugeben.

Nur weshalb verschweigen diese Leute, dass die Insektizidaerosole und Insektizide im Stall und Wirkung über Gülle ganzjährig aufgrund der Zulassung auf so vielen Kulturpflanzen die Bienenvölker ganzjährig schädigen?

Wir haben schon so oft das Angebot zur Lehre der 'guten fachlichen Praxis' oder des 'integrierten Anbaus' ohne den Einsatz von Pestiziden gemacht, bisher gingen die verantwortlichen Politiker und anderen Vereine nicht darauf ein.



Offener Brief an Poltiker

In folgender Pressemitteilung:

http://www.mlr.baden-wuerttemberg.de/cgi/styleguide/content.pl?ARTIKEL_ID=61431

kann man entnehmen, dass ein unsachgemäße Beizung die Hauptursache des aktuellen Bienensterbens in Baden ist. Welche Saatgut sind für die fehlerhaften Chargen verantwortlich? Welche Ursachen sollen noch umfassend aufgeklärt werden? Wie kann Minister Hauk behaupten, dass nur die Flugbienen betroffen sind? Man erfährt überraschender weise, dass die Ergebnisse der Pollenanalysen schon eine Woche auf dem Tisch liegen!

Welche Nachweisgrenze ?, welche Bestimmungsgrenze ?, welche Mengen Clothianidin, bzw. Metaboliten wurden in den untersuchten Pollenproben gefunden? Im Honig wurde anscheinend keine Rückstände festgestellt. Welche Nachweisgrenze ? Welche Bestimmungsgrenze? Welche Massnahmen wurden ergriffen um die Bienenvölker zu sanieren? Was für logistische Voraussetzungen? Wer soll die Schulung der Bienensachvertändigen durchführen? Die Bieneninstitute und das Regierungspräsidium Freiburg haben sich in den letzten 3 Wochen nicht oft zum Wort gemeldet, und wenn..... Die Pflanzenschutzindustrie versprich schnelle unbürokratische finanzielle Unterstützung! Schweigegeld ? Schuldgefühle? Almosen ? um nach der Affaire mit den gleichen Mittel weiter zu machen?

In den letzen Pressemitteilungen wurde immer noch kein Wort über die Nachweisgrenze, Bestimmungsgrenze und die Höhe der Clothianidin, bzw. Metaboliten, Rückstände in den Bienenproben informiert.

Die schädigende Wirkung der Dauerberieselung mit systemischen Insektiziden auf fast allen Pflanzen und auch die Bienenvolkschädigung werden in Deutschland ja nicht berücksichtigt.

Nicht nur die Deutschen Imker haben ein großes Interesse an diesen Zahlen, auch die Französischen Imker drängen darauf.

Eric Zeissloff



Offener Brief an Deutsche Imker

Das ist ja der Hammer!

Übereinmal haben alle Imkerverbände von der Katastrophe gewarnt! Ende 2002-Anfang 2003 hatt ich alle Imkerverbände angeschrieben um sie über das Probleme Neonikotinoide aufmerksam zu machen. Die einzige Reaktion kam von den damaligen Vorsitzende des DBIB, Uli Hoffmann. Uli Hoffmann war es auch schon bewusste, dass die Neonokotinoide ein grosses Problem für die Bienen sind. Im April 2003 gab es dann in Straßburg ein Imkertreffen, Franzosen, Deutsche (DBIB), Schweizer, Belgier und Holländer. Dr. Bonmatin hielt einen Vortrag über Imidacloprid und Fipronil. Uli Hoffmann bat Dr. Bonmatin in Donaueschingen den selbigen Vortrag zu halten.

Am Imkertag war die Stimmung seltsam, nicht nur ich, auch die Anwesenden Fransösiche Imker und Dr. Bonmatin hatten den Eindruck dass man in nicht mehr reden lassen wollte. Die Begrüßungen Ehrung und anderer Blablabla zogen sich dermaßen in die Läge. Nach dem Vortrag gab es eine heisse Diskussion, Uli Hoffmann war sehr darum bemüht die Diskussion so schnell wie möglich abzubrechen, anscheinend war das Thema wieder unerwünscht. Anfang 2004 hatte ich die Gelegenheit in Graz, vor den Österreichischen Berufsimker einen Vortrag über die Wirkung der Neonikotinoiden zu halten. Im Publikum hörte man den "Mächtigsten Imker der Republik": "Die Felder werden brennen!" schrie er laut!.

Und dann kam die Nachricht dass auch der DBIB bei dem Bienenmonitoring teil haben wird, nicht nur die Französischen Imkerverbände waren empört. Dass die Monitoring Daten dazu dienen sollten Clothianidin in Frankreich zuzulassen, darüber hat keiner von den Herren der Imkerverbände und Bieneninstitute gro0e Wörter gemacht. Über die Honigelastung durch Boscalid hat sich auch keiner aufgeregt, der DIB hat nach Grenzwerte geschriehen und die hat er dann auch bekommen! In der letzten Feuerbrand Sitzung haben alle Imkerverbände der Ausbringung von Antibiotika zugestimmt, auch Hedwig Riebe für den DBIB. Es gab mal zum Jahreswechsel einen kleinen Aufschrei des DBIB´s und es gab auch den Brief über die Zulassung von Clothianidin auf Raps. Aber über Clothianidin auf Raps hatte ich auch einige Monate davor gewarnt, auch hier im Forum wenn ich mich nicht irre.

Aber wie der "Mächtigste Imker" auch zum dem Thema Parafinmittelwände und Rückstände geschrieben hat, Ich sei doch KRANK!!!!!!

So das lag mir auf der Leber!

Eric Zeissloff



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Leserbriefe zu Bienensterben bzw. besser Bienenvolksterben,

Könnte es sein, dass hier in Deutschland wieder eine gezielte Fehlinformation stattfindet, wenn gleichzeitig an verschiedenen Zeitungen ähnliche Texte erscheinen? Sollte durch solche Artikel von Pestizidbelastung in der Umwelt und der Menschen durch gezielte Fehlinformation zum Wohl der Chemieindustrie abgelenkt werden? Es ist bemerkenswert wenn Bieneninstitutsleiter wie Dr. Rosenkranz oder Dr. von der Ohe und andere immer wieder auf die Varroa abheben, obwohl sie selbst schon im Strasbourger Protokoll am 28.01. 2004 die Rückstandsproblematik mit Pestiziden und deren Ursache anerkannt hatten. Kommt der unwissenschaftliche Meinungswechsel wohl durch die Drittmittel von Industrie für das Bienenmonitoring und durch die Gelder für Zulassung von Pestiziden zustande? Weshalb haben Berufsimker, welche ihre Ausbildung bei diesen Wissenschaftlern genossen haben, auch so hohe Völkerverluste? Hat da dann die Ausbildung versagt? Industrie drittmittelunabhängie Forscher kommen zumindest zu anderen Resultaten.

In anderen Regionen bzw. Ortschaften sind die Bienenvolkschäden dieses Jahr sogar 99 prozentig! Ich bin seit 1975 auch Imker und habe auch wissenschaftlich mit Bienenvölkern zu tun, das was ich aber seit 1994 an Völkerverlusten erlebe, hatte ich zuvor nie. Seit 1979 haben wir aber in Karlsruhe die Varroa.

Warum haben wir in Großstädten und ausgedehnten Forsten im Gegensatz zu landwirtschaftlichen Regionen soviel wie keine Bienenvolkschäden? Warum überleben diese Völker immer noch ohne Varroabehandlung, wie dies auch in sehr extensiv bewirtschafteten Grünlandregionen in Frankreich der Fall ist?

Schon in Grout, Ruttner. (1966) Beute und Biene, Grundlagen und Methoden der amerikanischen Magazin-Imkerei, 2. Auflage, S. 375-378, ISBN 3431-01410-0 wird schon von Eckert auf die negative Wechselwirkung von Pflanzenschutzmitteln auf Bienenvölker und den Langzeitverlust und Winterverlust von Völkern eingegangen.

Zitat: 'Die Flugbienen können, wie schon angedeutet, innerhalb weniger Stunden getötet werden: Noch schlimmer aber ist es, wenn vergifteter Pollen in die Waben getragen worden ist. Es sterben dann Pflegebienen und mit solchem Pollen gefütterte Larven und das Volk geht je nach Menge des vorhandenen, vergifteten Pollens seinem sicheren Ende entgegen. Solche Pollenvergiftungen erstrecken sich oft über lange 1Zeiträume bis ins folgende Frühjahr hinein, wenn vergifteter Pollen zur Aufzucht der ersten Brut verwendet wird.'

Zusätzlich gibt es Publikationen aus der selben Zeit, die die Bienenvolkschwächung durch Pestizide und die Zunahme von Krankheiten beschreiben. Siehe: Meyerhoff (1956) Die Nosema als Folge der Nachwirkung von Vergiftungen. Leipziger Bienenzeitung Eich (Bieneninstitut Celle) (2003) Was tun bei Vergiftungen. Deutsches Bienenjornal 3 Zitat: 'Die Zahl chronischer Spritzschäden hat in den letzen Jahren zu - , die der akuten abgenommen....Ursache sind biologisch rafiniertere Behandlungskonzepte oder subletale Effekte, die Bienen nur verwirren aber nicht töten. Die Folge: durch den gestörten Orientierungssinn kehren die Bienen nicht zum Muttervolk zurück. ....chronische Spritzschäden (Vergiftungen) können in Verbindung mit Erkrankungen (Varoatose, Nosema, Sackbrut,) unerkannt ganze Bienenstände auslöschen.'

Warum wurde bis heute diese Erkenntnis nicht in Gesetzestext aufgenommen und die Wechselwirkung aller eingetragener Stoffe in das Bienenvolk bei der Zulassung von Pestiziden und Chemikalien berücksichtigt? Wann wird dies geschehen?

Schon seit Jahren mahnen wir (Wissenschaftler und Imker in Personalunion) bei den Politikern die Problematik des Pestizideinsatzes an. Von den meisten Politikern und Ministern erhalten wir noch nicht einmal eine Antwort. Könnte es sein, dass diese Politiker wie auch die Forschungsinstitute und Bauernverband chemiedrittmittelabhängig sind?

Zumindest die Politiker, die sich als Christen bezeichnen, sollten doch zur Wahrheit und Schöpfung bewahren stehen? Die Pestizidwolken schädigen nicht nur Bienenvölker sondern auch die Menschen. Fast alle Pestizide sind auch bei den Berufsgenossenschaften und Zulassungsbehörden als gesundheitsschädlich eingestuft. Wer achtet aber beim Spazieren gehen auf die Windverwehung von Petizidaerosolen? Bei Umsetzung und Kontrolle der 'guten fachlichen Praxis' siehe Bundesanzeiger, Pflanzenschutzgesetz und Bodenschutzgesetz und Einsatz der Pestizide erst wenn alles andere ausgeschöpft ist, hätten wir diese Umweltprobleme nicht. http://www.umweltbund.eu/deutsch/allgemein.html

Bis heute wird aber nicht ausreichend in der Natur kontrolliert sondern sogar umgekehrt den Sondereinsatz von Pestiziden 'bei Gefahr im Verzug' von Landwirtschaftsministern und anderen Politikern und deren 'Landsknechte' salonfähig gemacht. (Feuerbrand-, Maikäfer-, Frostspanner-, Rapsglanzkäfer-bekämpfung usw). Kennen diese Politiker diese Gesetzes- und Verordnungstexte nicht bzw. wollen sie zum Wohl der Chemieindustrie nicht kennen?

Bitte beachten Sie auch, dass bei der Zulassung von Agrarpestiziden immer noch nicht die Bienenvolkgefährlichkeit berücksichtigt wird. Weil ein Gesetz dafür fehlt. Auch dies von uns schon lange angemahnt.

Leider sind bestimmte Tatsachen bezüglich des Bienensterbens beziehungsweise besser des Bienenvolksterbens selbst bei Imkern nicht bekannt. Sehr oft wird auch ein Schaden an Bienen oder Bienenvölkern nicht richtig erkannt, der Fehler beim Imker gesucht, wegen möglicher falscher Bienenvolkführung oder Behandlung gegen Krankheiten. Die wenigsten Imker wissen aber, dass es sich um einen Faktorenkomplex handelt. Man muss den Bien, also das gesamte Bienenvolk mitsamt seiner Brut in den verschiedenen Entwicklungsstadien betrachten! Bienengefährlich ist nicht gleich Bienenvolkgefährlich! Leider gibt es noch immer unterschiedliche Kriterien in den verschiedenen EU-Staaten bei der Zulassung von Pflanzenschutz- oder Tierarzneimitteln. Leider wird das ganze nicht integriert und nachhaltig betrachtet! Leider wird überall nur auf bienengefährlich aber nicht auf bienenvolkgefährlich untersucht.

  1. In den meisten EU-Staaten ist ein Produkt dann bienengefährlich, wenn erwachsene Bienen (genaues Alter nicht vorgeschrieben) in vorbestimmter Pflanzenschutzmittelkonzentration besprüht oder gefüttert werden und danach nach einer bestimmten Zeit mehr als 50 % der Bienen tot sind. Das heißt, wenn zum Beispiel in der 48. Stunde 49 % tot sind und die anderen restlichen 51 % in der 49. Stunde dann ist das Präparat nicht bienengefährlich. Welcher Landwirt würde es in Kauf nehmen, wenn fast 50 % seiner Nutztiere an den von ihm gespritzten Pflanzenschutzmitteln verenden würden?
  2. Bienenbrut sind keine Bienen, wenn nicht die Firma von sich aus es als bienengefährlich einreicht! Wird nicht ausgezählt sondern nur beobachtet.
  3. Wenn Bienen im Feldversuch in ihrer Orientierung durch Präparate mit Verwirrungscharakter gestört werden und deshalb nicht in das Bienenvolk zurückfinden, so ist das Präparat nicht bienengefährlich.
  4. In manchen EU-Staaten kommen legal oder illegal Tankmischungen zum Einsatz und werden nicht überall extra als Präparat zugelassen. Die Mischung kann aber bienen- und bienenvolkgefährlich sein.
  5. Der Eintrag verschiedener Pflanzenschutzmittel von unterschiedlichen Feldern und zu unterschiedlichen Zeiten und die oft daraus entstandene Cocktailwirkung wird nirgends berücksichtigt! Der Eintrag kann dann aber im Ergebnis bienen- und bienenvolkgefährlich sein.
  6. Bienenvölker verhungern oft sofern nicht gewandert wird am Standplatz, weil unsere landwirtschaftlichen Flächen aufgrund von Herbizideinsatz eine Agrarsteppe sind und oft auch im Forst aufgrund der Selektivfresser Rehwild keine blühenden Pflanzen zu finden sind. Leider ist das schon so flächendeckend, dass Imker Hunderte von km wandern müssen, was aber wiederum nicht für die Gesamtheit der Bienenvölker ausreicht. Viele Imker wandern deshalb schon EU-weit und entwickeln sich zu Nomaden!

Lasst uns auf die Einsicht unserer Politiker hoffen, dass sie zu Gunsten einer nachhaltigen Land-Forst-Wirtschaft die Sorgen der Imker berücksichtigen und endlich die Rahmenbedingungen ändern. Die Auswirkungen von auf Nervengiften basierenden Saatgutbeizmitteln auf die Bienenbrut müssen nicht untersucht werden!!! Das geltende, mehr als 20 Jahre alte Pflanzenschutzmittel-Gesetz berücksichtigt diese neue Generation von Pflanzenschutzmitteln in keiner Weise.

Ich betrachte es auch als Hohn, Obstbauern den Einsatz von Gibberellinen und Auxinen als Pflanzenstärkungsmittel in Kernobst, Tafeltrauben, Erdbeeren und den Anbauverzicht anderer Obstarten zu empfehlen, um auf Honigbienen verzichten zu können. Ölsaaten und die Natur werden dabei aber ignoriert und den Bauern den Ersatzanbau von Getreide und Mais empfohlen. Alles nicht zum Wohl der Umwelt, Landwirte und Imker.
In der Hoffnung auf Ihr Verständnis und Ihre Hilfe

Dr. Friedhelm Berger
www.umweltbund.eu

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Anhang erlaube ich mir, Ihnen einen Artikel aus der MÄRKISCHEN ALLGEMEINEN ZEITUNG aus Brandenburg vom 25.3.08 zu senden, der höchst interessant ist:

- großes Bienensterben in Brandenburg und in ganz Deutschland - 30 bis 50 %.

- von 900 000 Völkern rechnet man bis zu 450 000 Völkerverlusten

- gemäß diesem Artikel liegen die Ursachen im milden Winter, natürlich wieder an der allseits bekannten Varroa - Milbe und an den greisen Imkern, die fehlendes Wissen haben.

- die Interview - Partner waren : Rainer Gabriel (Vorsitzender des Landesverbandes Brandenburgischer Imker) und Prof.Dr. Karsparrr Bienefeld (Chef des Länderinstituts für Bienenkunde in Hohen Neuendorf oder formaljuristisch richtige Bezeichnung des Instituts: im Vereinsregister im Amtsgericht Oranienburg als "Verein" eingetragen - in deren Satzung gestrichen wurde: die allgemeinnützige Tätigkeit für die Imker und die beratende Tätigkeit für die Imker) . Wieviele Bienenvölker halten die beiden Interview - partner eigentlich selbst und nennen sie ihr Eigentum ? Wie tief sind sie gesunken, als das sie den Imkerfreunden, die große Verluste hinnehmen müssen, nun auch noch Senilität unterstellen oder auf gut deutsch: sie als "bekloppt" hinstellen ?

Ich kenne einige andere Ursachen für die ohne Zweifel hohen Völkerverluste :

  1. Das Jahr 2007 war ein Jahr, wo Landwirte in Feld- und Obstbau reichlich Pestizide ausgebracht haben. Bayer und Co. waren sicher erfreut über die entsprechenden Umsatzzahlen.
  2. Imker, die Raps- und Sonnenblumentracht anwanderten und auch dort, wo Bienen noch mit Maispollen in Berührung kamen, berichteten fast übereinstimmend von schlechten Völkerzuständen bereits während der Saison. Die gleichen Imker berichteten von den Völkern, die sie zu Hause ließen. Dort sind diese Verluste nicht zu verzeichnen, diese Völker sind zur Zeit in einem sehr guten Entwicklungszustand.
  3. Leider finden die Imker mit den hohen Völkerverlusten keine Unterstützung zur Ursachenfindung. Die Bieneninstitute stellen auf Varroa und irgenwelche Viren (die sie nicht näher bezeichnen können) ab und sind zum größten Teil auch gar nicht in der Lage, zu untersuchen. Die Veterinärämter fühlen sich nicht zuständig, weil sie nur meldepflichtige Bienenseuchen untersuchen und wären auch nicht in der Lage, Pestizide nachzuweisen.
  4. Ich selber mußte in der Saison 2007 zwei Vergiftungsschäden durch Pestizide durch einen Obstanbaubetrieb hinnehmen, die durch die BBA nachgewiesen wurden. Wenn ich nicht zufällig an den Schadenstagen anwesend war und an den Bienen Kontrollen durchgeführt hätte, wäre womöglich auch der Eindruck entstanden: das Wetter war ungünstig, die Varroa ist da usw. Der Obstbetrieb hat heute nach wie vor seine Anerkennung als sogenannter kontrollierter Anbaubetrieb und bekommt auch dafür von der EU noch seine Direktbeihilfe - obwohl er zwei Mal im gleichen Jahr gegen die Pflanzenschutz- und Bienenschutzverordnung verstoßen hat, weil bienengefährliche und verbotene Mittel eingesetzt wurden - ich dagegen muß meine Schadenersatzforderung vor Gericht einklagen. Ich als Imker erhalte nichts aus den EU - Beihilfen, die eigentlich auch für Imker angedacht sind. Da gibt es den Punkt "F" in der entsprecheden Tabelle: Wiederaufbau des Bienenbestandes.
    Obwohl Deutschland dieses Geld abfordern könnte, steht es in Brandenburg nicht zur Verfügung.
  5. Viele Imker berichten, daß ihre Bienen bis zum Reinigungsflug noch lebten. Als die Bienen dann intensiv in Brutpflege gingen und dabei ja den bis in den späten Herbst hinein gesammelten Blütenpollen nutzten, brachen sie plötzlich zusammen. Sie lagen Zentimeter dick tot in den Bienenkästen. So sieht ein Varroa - Schaden nicht aus - das ist das Bild eines Vergiftungsschadens. Hier müßte man schnellstens eine chemische Untersuchung durchführen und nicht warten, bis sich die vermutlichen Giftstoffe abgebaut haben.

Das - sehr gerehrte Leser - sind die wahrscheinlichsten Ursachen und bestimmt nicht der Imker, der alles falsch macht. Die Varroa - Milbe, die uns ein deutsches Bieneninstitut bei so sicheren "wissenschaftlichen" Versuchen bescheert und in die Umwelt entlassen 7hat, stellt in Wahrheit einen geringen Anteil als Hauptursache beim "Bienensterben" dar. Man muß da nicht "Wissenschafter" sein, sondern nur ein guter Praktiker, dann sieht man auch die richtigen Probleme.

Die Chemie - Konzerne und die Politker sind sich jetzt schon über den nächsten großen Schritt einig, weil jeder weiß, daß Honig als tierisches Produkt defeniert wird und daher keine Pestizide enthalten sein dürfen. Nun wird es sicher bald ein Gesetz geben, in dem die Rückstandsgrenzen für Pestizide im Honig legalisiert werden. Die "Gelackmeierten" sind die Imker; die Betrogenen sind die Verbraucher.

Noch mal zurück zum Zeitungsartikel:
Wenn es denn nur noch die Hälfte der Bienenvölker gibt, reicht ja auch vielleicht die Hälfe der Gelder für die Bieneninstitute. Die hier eingesparten Gelder könnte man betroffenen Imkern zum Wiederaufbau zur Verfügung stellen.

Wenn man nun das Jahr 2008 aus heutiger Sicht einschätzen soll, kann jetzt schon vorausgesagt werden, daß es auch in dieser Saison wieder sehr schwer für uns Imker werden wird. Die Landwirte in Feld- und Obstbau kämpfen jetzt schon in ihren Monokulturen mit den Pilzen und den Viren und mit jede Menge Schädlingen. Dementsprechend werden sie auch jede Menge Pestizide einsetzen.

Sollte es Jemanden geben, der Lösungswege aus diesem Dilemma weiß und den Imkern ernsthaft helfen will - der möge sich bitte melden.

Mit freundlichen Grüßen
Imker Günther Jesse

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Virologie: Virus doch nicht schuld am Bienen-Massensterben
Virology: Virus is not to blame the bees mass death.
Virologie: Virus pas responsable de la mort en masse abeilles

Die Ursache des seit gut drei Jahren grassierenden, rätselhaften Massensterbens amerikanischer Bienenvölker bleibt mysteriös. Ein vermeintlich aus Australien eingeschlepptes Virus, das noch im Sommer als möglicher Verursacher der Colony Collapse Disorder (CCD) ausgemacht war, zirkulierte offenbar schon lange vor der Epidemie auch unter amerikanischen Insektenvölkern, ohne dabei aber auffällige Symptome ausgelöst zu haben, berichten Bienenforscher des USLandwirtschaftsministeriums. Yanping Chen und Jay Evans hatten ältere Gen-Proben von US-amerikanischen Bienenkolonien gründlich auf eine Infektion mit dem Israel Acute Paralysis Virus (IAPV) untersucht. Sie entdeckten dabei Hinweise auf Vorkommen des Erregers schon im Jahr 2002. Frühere Analysen hatten im Sommer noch ergeben, dass dieses Virus nur in jenen US-amerikanischen Bienenvölkern vorkommt, die nach 2004 von CCD betroffen waren.

In gesunden Völkern fehlte es dagegen vermeintlich. Zudem hatten die ersten Untersuchungen nahe gelegt, dass das Virus möglicherweise kurz vor dem Zeitpunkt der ersten Massensterben mit australischen Bienenstöcken eingeschleppt wurde. Dieses Szenario kann nach den neuen, gründlichen Analysen jetzt aber ausgeschlossen werden. Schon vorher war für viele Forscher fraglich, ob CCD tatsächlich durch IAPV ausgelöst wird; auch Stress der ständig in den USA transportierten Bestäuber-Völker galt als möglicher Auslöser, zudem auch Pestizide, Parasiten, Klimaänderungen, Mangelernährung oder die Strahlung von Mobiltelefon-Sendern.

Eine singuläre Ursache konnte bislang nicht entlarvt werden. Bei der CCD verlassen die Arbeitervölker ihren Stock und lassen ihn ohne ersichtlichen Grund mitsamt Königin, Nachwuchs und gesammelter Nahrung zurück. Im Jahr 2004 gingen wegen der rätselhaften Verhaltensänderung der Bienen ein Viertel der rund 2,4 Millionen Völker der USA verloren, bis zu 90 Prozent aller Völker waren in manchen Regionen betroffen. Die hochindustrialisierte Bestäubungs- und Honigindustrie sieht dadurch ihre Umsätze in Milliardenhöhe bedroht. Auch Deutschland, die Schweiz, Spanien, Italien und Portugal meldeten einige Fälle.

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The cause of the almost three years since rampant, mysterious mass American colonies remains mysterious. A supposedly from Australia introduced virus that is still in summer as a possible source of Colony Collapse Disorder (CCD) derived was apparently circulated long before the epidemic under American insect populations, but without noticeable symptoms triggered to have bee researchers of the report US-DA.

Yanping Chen and Jay Evans had earlier Gen-Probe of American bee colonies thoroughly to an infection with the Israel Acute Paralysis Virus (IAPV). They discovered evidence of the presence of the pathogen already in the year 2002. Previous analysis had in the summer yet shown that the virus only in those bees American peoples occurs after 2004 by CCD affected. In healthy people it is supposedly missing. It also had the first studies suggested that the virus may be nearing the time of the first mass death with Australian hives was introduced. This scenario may, in accordance with the new, but now thorough analysis excluded. Even previously was responsible for many researchers to question whether CCD indeed by IAPV triggered will also stress the ever in the United States transported hives was seen as a possible trigger, also pesticides, parasites, climate change, malnutrition or the radiation from mobile phone transmitters.

A singular cause could not yet be revealed. The CCD leaves the workers their floor and leave him without any apparent reason, including Queen, young and collected food. In the year 2004 declined because of the mysterious change in behaviour of bees quarter of the approximately 2.4 million people of the United States lost up to 90 percent of all peoples in some regions were affected. The industrialized pollen- and honey- industry sees its revenues by billions threatened. Even Germany, Switzerland, Spain, Italy and Portugal reported some cases.

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La cause de la mystérieuse hécatombe d'abeilles américaines qui sévit depuis plus de trois ans, reste mystérieuse. Un soi-disant virus de l'été en provenance d'Australie, comme toujours dans le pollueur potentiel du Colony Collapse Disorder (CCD), à ce jour, semble bien qu’il circulait avant l'épidémie parmi les populations d'insectes américains, mais sans pour autant être d'avoir déclenché les symptômes, rapportent les chercheurs de l'abeille US-DA.

Yanping Chen et Jay Evans avait auparavant recherché les gènes d’une trace d’infection par le Israël Acute Paralysis Virus (IAPV) sur des colonies d'abeilles américains âgés. Ils ont découvert des preuves de la présence de l'agent pathogène dès 2002. Des analyses antérieures à l'été avaient démontré ce virus dans les populations d'abeilles américaines décimées après 2004 par le CCD. Dans les individus en bonne santé, il est prétendument disparu. Par ailleurs, les premières études avaient placé l’introduction de ce virus australien peut être peu de temps avant le premier moment de la mort massive de abeilles. Ce scénario peut, conformément à la nouvelle analyse approfondie maintenant être exclu. Déjà auparavant de nombreux chercheurs se demandaient si effectivement le CCD était déclenché par l’IAPV; le stress aussi de la permanence aux États- Unis du transport (transhumance) des ruches était un possible déclencheur ainsi que les pesticides, les parasites, le changement climatique, la malnutrition ou le rayonnement de la téléphonie mobile chaînes.

Aucune cause singulière n’a pas pu être dévoilée. Lors du CCD les ouvrières quittent leurs cadres et les laissent sans raison apparente, y compris la reine, le couvain et la nourriture recueillie. Au cours de l'année 2004 ont été perdues en raison de la modification du comportement mystérieux des abeilles près d'un quart des quelques 2,4 millions de ruches des Etats-Unis qui ont perdu jusqu'à 90 pour cent des colonies, dans certaines régions touchées. Pour les industries du pollen et du miel ainsi des milliards de dollars de chiffre d'affaires sont en danger. En outre, en Allemagne, en Suisse, en Espagne, en Italie et le Portugal ont signalé quelques cas isolés.


Quellen/Source : American Bee Journal www.dadant.com/journal/ Volume 147(12), (2007)

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Uns sind im Gegensatz zu anderen Vereinen Rückstände in Lebensmittel und erst recht nicht in Honig nicht egal!

Hallo,

In dem Tätigkeitsbericht des DIB (siehe Anhang, Seite 9) konnte man folgendes lesen:

"Probleme für das Image des Honigs (rein, sauber, naturbelassen) bereitet derzeit das geringfügige, gesundheitlich völlig unbedenkliche Vorkommen von Fungiziden in Rapshonigen. Hier ist vorrangig das Präparat Cantus (Wirkstoff Boscalid) aufgefallen, das während der Blütezeit des Rapses gespritzt werden muss. Die bisher in Honig gefundenen Mengen liegen weit unter den von der WHO ermittelten ADI-Werten. Wünschenswert wäre der Verzicht derartiger Spritzungen im Raps oder zumindest die behördliche Festlegung einer spezifischen Höchstgrenze im Honig. Bei der Prämierung von Rapshonigen sollte vorerst ein rechtlich unbedenkliches geringfügiges Vorkommen von Fungizidrückständen nicht zur Abwertung oder gar zum Ausschluss führen (dem D.I.B. vorgeschlagen am 24.04.2006)."

Der Weihnachtsmann hat den Wunch um einen Grenzwert, auch etwas verspätet, doch noch erfüllt. Ein Grenzwert für Boscalid gibt es jetzt und gleich 6 mal höher als die höchste Rückstände die man in Honig ermitteln konnte!

In gleichen Zug hat man auch noch die Höchsgrenze für das Neonikotinoid (Insektizid) Thiacloprid erhöht. Thiacloprid soll ja Bienenungefährlich sein, aber was ist mit dem Maden die damit gefüttert werden?

Wir können jetzt aber wieder beruhigt schlafen, der Honig ist wieder ein reines sauberes naturbelassenes Produkt!

Mit freundlichen Grüßen

Eric zeissloff






Imker vor dem Standgericht!


Episode 1

Helmuth Kessen, Imker aus Röhlinghausen, Bienen-Sachverständiger, Mitglied im Imkerverein Herne hat es gewagt! Ja, er hat es gewagt gegenüber einem Journalisten, Mirco Stodollick, die Wahrheit zu sagen. Die Wahrheit über das Bienensterben, die Pflanzenschutzmittel und die Rückstände im Honig. Der Artikel erschien in der Ausgabe der "Westdeutschen Allgemeine" vom 16 April 2007. An dem folgenden monatlichen Imkertreffen seines Vereins konnte Helmuth Kessen seinen Ohren nicht trauen. Wie konnte er es wagen!?"

Einige Bauern hatten sich schon bei dem Vorsitzenden des Vereins beschwert:
"Sollte noch so ein Artikel erscheinen, dann dürft ihr eure Bienenvölker nicht mehr an unsere Rapsfelder stellen!" Seine Vereinskollegen waren über die Aussage der Rückstände im Honig empört:
"Wenn man eine Medaille für den Honig bekommt wird es schon in Ordnung sein!" Die Fakten welche Helmuth Kessen vorlegen konnte, wurden einfach überhört! Dass die Rückstände an Fungiziden schon im Jahre 2005, in Frühtracht- und Rapshonig das 3 bis 30 fache der zugelassenen Höchstmengen überschritten haben war nicht wichtig

.

Gerüchte kursierten, dass der Vorsitzende des Herner Vereins, weil er anscheinend Helmuth Kessen nicht gewachsen ist, Schützenhilfe angefordert hat!

Und so geschah es auch! Per Email wurde Helmuth Kessen informiert, das Herr Friedrich Wilhelm Brinkmann, Landesverbandsvorsitzender von NRW, bezüglich dieses Artikels, zum nächsten Treffen am 21/05/2007 eingeladen wurde!

Helmuth Kessen soll zur Rechenschaft gezogen werden!?

Helmuth Kessen engagiert sich für die Bienen(völker), für die Imker, für die Qualität des Honigs…
Und was ist sein Lohn?
Er kommt regelrecht vor ein Standgericht!
Was ist sein Vergehen?

Sein Vergehen ist sein Engagement! Das Engagement das eigentlich die Imkervereinsvorsitzenden, die Landesverbandsvorsitzenden und schließlich besonders Herr Anton Reck aufbringen sollten! Der Deutsche Imkerbund, Deutsche Berufsimkerbund und seine Verantwortlichen scheinen aber lieber die Politik des Vogel-Strauss zu bevorzugen! Ihre Mitgliedschaft beim Deutschen Bauernverband und internationale Vertretung durch den Bauernverband in Bienenfragen ist den "Vereinsmeiern" wohl wichtiger!? Und diejenigen Mitglieder der beiden Imkerverbände, welche den Kopf nicht in den Sand stecken wollen werden Mundtod gemacht und auf dem Scheiterhaufen verbrannt!

Eric Zeissloff

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Imker vor dem Standgericht

Episode 2

Na ja, ich dachte die Geschichte um den Artikel in der WAZ über Helmuth Kessen aus dem Imkerverein Herne sei Schnee von Gestern! Herr Brinkmann, Vorsitzender des Landesverbandes Westfälischer-Lippischer Imker, hatte sich doch in aller letzter Minute Krankgemeldet und ist daher nicht zu dem Termin gekommen. Der Vorsitzende des Imkervereins Herne hat seine Drohung Helmuth Kessen aus dem Verein auszuschließen doch nicht wahr gemacht. (Vielleicht gibt es diesezüglich bald eine Episode 3).

Nun dieser neue Artikel in der WAZ, eine Studentin der Uni-Bochum, welche seit paar Monate stolze Besitzerin eines Bienenvolks ist, äußert sich selbstsicher über die Imkerei.

Wir erfahren dass die meisten Berufsimker stechlustige Killerbienen betreuen!
Wir erfahren das Pestizide absolut nicht für das Bienensterben in Frage kommen!
Sie informiert uns über das einzigartige Bienenmonitoring an welchem Bieneninstitute, Berufsimker und Bauerverband beteiligt sind! Zum Jahreswechsel 2006/2007 gab es doch so eine Pressemitteillung von einigen Vorstandsmitglieder des Berufimkerverbandes unterschrieben.

Wie war noch die Überschrift?

"Das Bienenmonitoring - industrielle Schaumschlägerei und sonst nichts" oder "Verraten und Verkauft"! Ina Lahnstein informiert uns nun dass die Berufsimker nicht ausgestiegen sind, was wir auch schon geahnt hatten, dafür aber anscheinend Bayer und BASF!!!!! Der Deutsche Imkerbund ist anscheinend auch aus diesem Monitoring ausgestiegen!!!

Und noch eine wichtige Information! Ina Lahnstein ist in den Imkerverein Herne eingetreten! So ein Zufall! Ausgerechnet in den selben Imkerverein in dem Helmuth Kessen Mitglied ist! Und was soll diese Aussage um nicht "schwarz zu imkern"????? Das sei Verboten! Mir ist es nicht bekannt dass man in einem Imkerverein organisiert sein muss um nicht „schwarz zu imkern“!!!! Der Imker muss nur seine Völker bei dem zuständigen Amtsveterinär anmelden, sonst nichts!!!

Aber wer ist den Ina Lahnstein, Studentin an der Uni-Bochum?

Ist es die Ina Lahnstein welche als Mitarbeiterin von Pia Aumeier auftritt? Pia Aumeier? Die Pro-GVO-Bienenwissenschaftlerin? Mitarbeiterin an der Uni-Bochum und Beirat im Vorstand des Deutschen Imkerbundes! Unter der Leitung von Prof. Kirchner? Prof. Kirchner? Das ist doch der welche für die Firma Bayer 2 Studien über Imidacloprid geschrieben hat! Studien in denen die Auswirkungen von Imidacloprid in kleinen Mengen auf Bienen beschrieben werden.

Na ja, die Welt ist doch voller Zufälle!!!!!!

Eric Zeissloff
Link zum Artikel in der WAZ:
http://www.waz.de/waz/waz.herne.volltext.php?kennung
=on6wazLOKStaHerne39284&zulieferer=waz&kategorie=LOK&rubrik=Stadt®ion=Herne&auftritt=WAZ&dbserver=1

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Insekten leisten gratis Milliardenservice für Umwelt
USA: Traurige Zukunft für Hummeln und andere Bestäuber

Ithaca/New York (pte/03.04.2006/11:51) - US-Wissenschaftler haben errechnet wie hoch der Dienstleistungswert von Hummeln und anderen Insekten in den USA ist. Demnach leisten die Insekten Bestäubungsdienste, die etwa 57 Mrd. Dollar wert sind. Traurige Bilanz am Rand: Von den fünf Hummelspezies, die in den USA heimisch sind, nehmen die Populationen von zwei Arten rapide ab und eine ist vom Aussterben bedroht. dieHummeln sind in Amerika heimisch, Honigbienen nicht. Das berichten Forscher der Cornell University http://www.cornell.edu in der jüngsten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Scientific American http://www.sciam.com.

Ein komplettes Verschwinden der Hummeln hätte für das Ökosystem verheerende Folgen. Zusätzlich würde es eine finanzielle Katastrophe bedeuten. "Die meisten Insekten erfüllen Funktionen in der Natur, die wesentlich sind. Erst jetzt beginnen Wissenschaftler langsam zu verstehen wie wesentlich diese sind", erklärt der Entomologe John Losey von der Cornell University. Oberflächlich betrachtet mögen die Dienste der Insekten vielleicht lächerlich wirken, das sei aber keineswegs der Fall. Losey und sein Kollege Mace Vaughan von der Xerces Society for Invertebrate Conservation http://www.xerces.org haben die Wertschöpfung der Insekten hochgerechnet und sind zu dieser Summe gelangt. Insgesamt sind es vier Aspekte, die die Wissenschaftler mitberechnet haben: Bestäubung von Pflanzen, Aufbereitung von Dung, Schädlingskontrolle sowie Nahrung von zahlreichen Lebewesen.

Ohne Insekten würde beispielsweise die gesamte amerikanische Fischerei kollabieren. Insbesondere die Süßwasserfische ernähren sich zum Großteil von Insekten. Das bedeutet, dass die mit 28 Mrd. Dollar bewertete Fischerei in den USA im Prinzip auf Insekten basiert. Einen ähnlich wertvollen Dienst erweisen die dungfressenden Insekten in den Weideregionen der USA. Sie sorgen dafür, dass die Zahl der Schädlinge gering bleibt.

Mit den Berechnungen wollen die Wissenschaftler das Interesse zum Schutz der Insekten heben. Diese "Dienstleistungen im Ökosystem" sollten eine wesentliche Komponente in der gesamten Landwirtschaft darstellen, meinen die Forscher. "Unsere biologische Infrastruktur ist sehr empfindlich gegen Degradationen", so Losey. "Wenn wir nicht sorgsam damit umgehen, könnte es zu einem Zusammenbruch kommen und dieser hätte verheerende Folgen für die Wirtschaft." Vaughan berichtet in der jüngsten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins BioScience über bereits vorhandene Schäden in der Infrastruktur.

Erst im März 2005 haben Forscher im Wissenschaftsmagazin Nature davon berichtet, dass der kommerzielle Anbau von genetisch veränderten Pflanzen große Wirkungen auf die umliegenden Gewächse und damit auch auf die Schmetterlinge und Bienen haben könnte (pte berichtete http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=050322045 ). Nach den Ergebnissen der Forscher, die ein Rapsfeld mit genetisch verändertem Canola-Raps untersuchten, der einem bestimmten Herbizid widersteht, nahm die Zahl der Schmetterlinge und Bienen drastisch ab.

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Fragen zum Auftreten von Faulbrut

an Bienenvölkern und die Frage ob wir überhaupt Verordnungen dazu brauchen.

Verbrennung

Warum ist das Auftreten von Faulbrut in einem Befallsgebiet bei den Bienenvölkern nicht normalverteilt? gibt es vielleicht genetische Unterschiede?
Ja, denn Völker sind unterschiedlich anfällig

Gibt es vielleicht Mikrostandortunterschiede?
an idealen Mikrostandorten erholen sich sogar kranke Völker

  1. Können wir Faulbrut überhaupt ausrotten?
    nein, sonst wäre sie ja schon ausgerottet! Nachdem so viele Völker schon seit bestehen des Seuchengesetzes verbrannt wurden! welcher wirtschaftliche Schaden ist da wohl höher?
  2. Kommt Faulbrut vielleicht über Auslandshonig und Auslandsgläser in die Region?
    auf jeden Fal ist das ein wichtiger wenn nicht sogar der wichtigste Ansteckungsherd! In vielen Staaten werden
    die Völker mit Antibiotika behandelt, sogar mit Veterinäranordnung.
  3. Sagt das Vorhandensein von geringen Mengen von Bakterien im Bienenvolk überhaupt was über das Auftreten von Symptomen aus?
    Als ausgebrochene AFB zählt in Deutschland der klinische Befund! und nicht das Vorhandensein von Sporen!
    Also es können Sporen vorhanden sein aber die Krankheit bricht nicht aus! Erst bei sehr hoher Sporendichte
    kommt es zu klinischen Symptomen.
  4. Warum haben manche Erwerbsimker in Sperrbezirken keine Faulbrutsymptome im Gegensatz zu den Laienimkern darum?
    Ein Erwerbsimker achtet zum einen auf vitale Völker, denn nur die produzieren Honig! Er lässt kränkelnde
    schwache und eben auch Inzuchtgeschädigte Völker nicht sehr lange am Leben! Dann sorgt er auch in aller
    Regel für einen jungen frischen Wabenbau!
  5. Können alte Rentner, die oft kaum noch sehen können überhaupt die Krankheit erkennen?
    Es fehlt sehr oft an der Ausbildung und dem imkerlichen können, weil viele Imker erst im
    Rentenalter als Imker beginnen. Dann kommt wirklich sehr oft das Augenproblem dazu.

    Faulbrut

  6. Wie kann es passieren, dass Hobbyisten über professionelle in bezug auf Faulbrutkontrolle herrschen?
    Weil in Deutschland die Mehrzahl der Imker im Gegensatz zu anderen EU Staaten Hobbyisten sind. In allen anderen
    landwirtschaftlichen Berufsrichtungen entscheiden über solche Fragen entweder der Veterinär oder die ausgebildeten Fachkräfte.
  7. Warum brauchen die anderen Eu-Staaten solche Kontrollen nicht? Warum müssen dort die Erwerbsimker ihrem zuständigen Veterinär nur melden
    wenn sie bei ihren Völkern was feststellen? Und müssen / dürfen die Völker selbstständig sanieren.
    Weil man dort nicht an veraltete Verordnungen des 3. Reiches klebt!
  8. Soll mit überzogenen Verordnungen in D nur ein paar Labore finanziert werden?
    Vielleicht will man dadurch nur die Berufsimker zum Aufgeben zwingen, damit sie sich nicht gegen
    den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft wehren. Vielleicht sind die Bieneninstitute gar keine Bieneninstitute mehr sondern Institute der Pflanzenschutzindustrie? Dann käme eine Verordnung zum legalen flächigen Abtöten von Bienenvolkbeständen doch entgegen, wenn durch Pflanzenschutzmittelschädigung gleichzeitig die geschwächten Bienenvölker vermehrt Krankheiten bekommen. So kann man von den wahren Gründen des Bienenvolksterbens ablenken!

Entweder müssen alle Bienenvölker und jedes eingeführte Glas Honig, Pollen mit Polymerase chain reaction ( Polymerase Kettenreaktion) auf Faulbrutsporen hin untersucht werden oder was sinnvoller wäre, sofort die visuelle Kontrolle aufgegeben werden. Denn Faulbrut tritt vermehrt in der Nähe von Müllplätzen auf wo auch verschmutzte Abfallgläser mit Honigresten aus fernen Ländern vorkommen. Die Sporen stecken die Völker an nicht nur die Völker mit klinischen Symptomen. Die Verordnung mit dem Verbot der Aufstellung von Bienenkästen sollte schnellstens aufgehoben werden. Bei unseren EU-Nachbarstaaten müssen die Imker auch nicht zu Baumkletterern ausgebildet werden, diese müssen auch nicht eine so intensive Schwarm Kontrolle durchführen, weil sich die Schwärme natürlich die leeren Kästen besiedeln! Wenn man sich dann auf 3. Reichs Faulbrut Verordnung und Jagdgesetz beruft, dann stellt sich die Frage : Welche Gesetze unterstützen die Deutschen Bieneninstitute, ist es doch nur zu deren Vorteil?

Dr. Friedhelm Berger
president@umweltbund.de


Antibiotika im Honig aus aller Welt

Gefahren für Biene, Mensch und Honig

Von Norbert Suchanek

Seit den Anfängen der Menschheit spielen Honig und Bienen eine entscheidende Rolle. Nicht umsonst galt schon im Alten Testament das Land wo Milch und Honig fließen als das "Gelobte Land". Konkret meinten die antiken Autoren das Gebiet der Nomaden, die mit ihren Viehherden über weite blühende Wiesen zogen, sich von der Milch ihrer Tiere und vom Honig der zahlreichen wilden Bienenvölker ernährten. Die Natur war nicht "Untertan" des nomadisierenden Menschen, sondern er war ein Teil einer natürlichen Symbiose, einer sich gegenseitig unterstützenden und nützenden Naturgemeinschaft.

Brandt

Unsere "HighTech-Zivilisation" hat diese Zusammenhänge vergessen, verdrängt, als "romantische" Spinnerei abgetan. Es zählt der kurzfristige Profit, das technisch machbare. Natürliche Kreisläufe, symbiotische Zusammenhänge sind der modernen Agrarindustrie und ihren verblendeten Jüngern ein Graus. Ihr Ansatz ist, nicht mit der Natur zu arbeiten, sondern gegen sie. Kunstdünger, Pestizide, Hybridpflanzen, Klonierung, Gentechnik sind die modernen Waffen, um natürliche Vielfalt durch künstliche Einfalt zu ersetzen und um standardisierte Lebensmittel für unsere Gesellschaft herzustellen. Ob das, was wir dann essen, aber noch wirklich Mittel zum Leben sind?

Antibiotika im Supermarkt-Honig

An vorderster Front betroffen von der heute weit verbreiteten aggressiven Agrarindustrie sind unsere Bienen, die (noch) zahlreichen Wildbienenarten genauso wie die Honigbienen. Folge: Selbst Honig ist oft nicht mehr das Naturprodukt, was es einmal war. Die Stiftung Warentest beispielsweise stellte bei Tests im vergangenen Jahr fest: Mehr als die Hälfte von 34 untersuchten Honigen waren mangelhaft, weil er entweder fremdartig schmeckte, Rückstände von Antibiotika enthielt oder falsch deklariert war. Beispielsweise schmecke der Tannenhonig von Nook statt nach Tanne überwiegend nach Edelkastanie. Auch in den Rapshonigen von Dreyer und Müngersdorff sei nach Meinung der Warentester nicht das drin, was auf dem Etikett angepriesen werde. Und die Akazienhonige von Biophar, Breitsamer und Dr. Ritter seien eigentlich nur Blütenhonige mit Akazienanteilen. Während von Wildblütenpollen im angeblichen Wildblütenhonig von Lidl keine Spur gewesen sei. Und die Mischblütenhonige von Aldi Nord, Immenhof und Kaiser's Tengelmann fanden gar kein Beifall bei den Testern, denn sie schmeckten nach dem Insektenabwehrmittel Phenylacetaldehyd, mit dem manche Imker bei der Honigernte die Bienen aus den Waben treiben, womit wir auch schon beim eigentlichen Thema sind. Honig ist nicht gleich Honig und Imker sind nicht gleich Imker.

Das trifft vor allem auf die konventionelle Imkerei in Übersee zu.

Bienenhonig ist nicht mehr "per Se" ein reines Naturprodukt. Es kommt auf den Imker an und wie er seine Bienenvölker im wahrsten Sinne des Wortes behandelt. So entdeckte die Stiftung Warentest mit Besorgnis bei ihren stichpunktartigen Tests vier Honige, die über die Maßen mit Antibiotika belastet waren: Der Langnese Weißtannenhonig war mit dem Antibiotikum Tetracyclin belastet, was ein hausgemachtes Problem ist. Denn Tetracyclin stammt aus dem üblichen "Arzneimittelkasten" der konventionellen Imker selbst, um ihre Bienen gegen diverse Milben oder Krankheitskeime zu behandeln. "Wachsmotten, Tracheenmilben, diverse Virosen und Bakteriosen werden seit jeher mit Naphthalin, Antibiotika wie Tetracyclinen oder mit Pyrethroiden behandelt. Manche Imker setzen die Chemikalien prophylaktisch ein, auch wenn die Völker keine Symptome zeigen, Überdosierungen und nutzlose Therapieversuche werden oft nicht erkannt", so der Wissenschaftliche Informationsdienst des Europäischen Instituts für Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften (EU.L.E.).

Im Wal Mart-Honig "Great Value Blütenhonig" sowie in Kaiser's Tengelmann/Naturkind- Wiesenblütenhonig fanden die Tester wiederum Umwandlungsprodukte von Nitrofuranen - Antibiotika, die seit 1995 in der EU generell verboten sind, aber in Südamerika weiterhin erlaubt, wo auch die betroffenen Honige herkamen. Nitrofurane gelten als Krebs erregend und Erbgut schädigend. Schlecht für die Biobranche: Der betroffene Naturkind-Honig war als Bio-Honig deklariert.

Auch der vierte beanstandete Honig war - für die Biobranche gar nicht lustig - ein Bioprodukt, der Akazienhonig Grünes Land. Er enthielt Rückstände des Antibiotikums Streptomycin in unerlaubter Höhe. Die Bienen hatten wahrscheinlich nur zum falschen Zeitpunkt an einer konventionellen Obstplantage genascht. Denn Streptomycin setzen konventionelle Obstbauern in Deutschland zur Bekämpfung des so genannten Feuerbrands ein - was aber nach Meinung von alternativen Landwirtschaftsexperten gar nicht sein müsste, und im Nachbarland Schweiz auch verboten ist. Denn gerade die Honigbienen, die unentbehrlichen Bestäuberinnen von Obst und Blütenpflanzen, helfen auch gegen Feuerbrand. Nichtsdestotrotz wird weiter in mehreren Ländern Europas Streptomycin eingesetzt.woran die Imker keine Schuld tragen, sondern die konventionelle Agrarbranche sowie unsere Gesellschaft und Politiker, die dies zulassen.

Gentechnik bedroht Existenz der Imker

Bio-Imker dürfen ihre Bienenstöcke zwar nicht gezielt in konventionelle Intensivobstkulturen zur Honiggewinnung oder Bestäubung setzen. Aber Bienen können mehrere Kilometer weit fliegen. Und große, rein biologisch bewirtschaftete Flächen sind selten im Süden und Westen Deutschlands. Verschärft wird dieses "Weideproblem" durch den, von der Life-Science-Industrie und ihren politischen Befürwortern bei CDU, CSU, FDP und SPD geforderten Einsatz von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) auf den Äckern. Faktisch wäre es nämlich unmöglich, Bienen davon abzuhalten, Nektar beispielsweise auf genetisch veränderten Rapsfeldern zu sammeln. Die Herstellung von gentechnikfreien Honig wäre dann bei uns nicht mehr möglich. Doch die meisten Menschen nicht nur in Deutschland wollen kein Gen-Food auf dem Teller. Deutscher Honig - egal ob "bio" oder nicht "bio" - wäre folglich kaum noch zu verkaufen. Diese Problematik scheint unseren Spitzenpolitikern gar nicht richtig bewusst zu sein. So antwortete der Staatssekretär im Ministerium für Bildung und Forschung auf eine Gentechnik-Anfrage: "Wenn der GVO-Pollen im Honig den Geschmack nicht beeinträchtigt, sollten die Imker doch nichts dagegen haben".

Auch den Supermarktketten und Lebensmittelkonzernen ist die Zukunft der heimischen Imkerei, einem der ältesten Berufsstände überhaupt, ziemlich egal. Schon jetzt stammen von den rund 100.000 Tonnen bei uns verbrauchten Honigen nur noch etwa 16.000 Tonnen aus heimischer Produktion. Der überwiegende Teil kommt zu unfairen Dumpingpreisen aus fernen Ländern wie Argentinien, Mexiko oder China, was die Problematik mit Antibiotikarückständen noch verschärft. So fand sich zeitweise das krebserregende Chloramphenicol in chinesischen Honiglieferungen.

Heimischer Honig vom Imker aus der Region ist der beste Honig

So katastrophal die Untersuchung der Stiftung Warentest für die Importhonige auch ausfiel. Garantiert deutsche Honige bekamen gute Noten, denn nur er erwies sich als rückstandsfrei. Da nach EU-Honigverordnung die Herkunft des Honigs auf dem Etikett stehen muss, könnte dies ein Wettbewerbsvorteil für deutsche Imker sein. Leider aber hat die "Importlobby" der Honigvermarkter in Brüssel gleichzeitig auch die Verkaufserlaubnis für filtrierten Honig durchgesetzt. "Damit sei der Manipulation Tür und Tor geöffnet", kritisiert die Leiterin der Untersuchung, Birgit Rehlender. Aufgrund der im natürlichen Honig enthaltenen Pollen, die wie ein Fingerabdruck sind, lässt sich nämlich bislang sehr leicht seine Herkunft feststellen. Bei der erlaubten Mikrofiltration aber werden die Pollen abgetrennt, also der "Fingerabdruck", der natürliche Herkunftsnachweis beseitigt. Auch lässt sich dann nicht mehr feststellen, ob die Bienen auf genetisch veränderten Pflanzen geweidet haben - Importe von bisher fast unverkäuflichem Gen-Rapshonig aus Kanada könnten so praktisch nicht mehr nachzuweisen sein. Verbrauchern ist deshalb grundsätzlich zu empfehlen, den Honig beim Imker aus der eigenen Region zu kaufen - solange es ihn noch gibt!




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