Gentechnik



Eingesetzt am 28.07.2009

http://www.sonnenseite.com/Aktuelle+News,Genmanipulierter+Mais+verunreinigt+170+Hektar+Flaeche,6,a13389.html

Es ist einfach unverständlich, dass die anderen Umwelt- und Bioverbände und Länderministerien unser Angebot der Produktion ohne den Einsatz von Pestiziden und Kraftfuttermitteln nicht annehmen. Es ist einfach erschreckend, dass bei diesen Leuten so wenig Fachkenntnis vorhanden ist.

Da sollte jeder mal die Grundkenntnisse der Gentechnologie gelehrt bekommen, damit alle kapieren, dass die DNA und RNA Stränge auch durch die Wurzeln und durch solches eingeführtes und verdautes Futtermittel im Boden sind. Es stellt sich dann nur die Frage des Selektivdruckes und der Aufnahme durch Bodenbakterien und z.B. Agrobacterium tumefaciens und deren Weitergabe an andere Pflanzen.

Dann sollten sich zumindest die 'Bio' unter den jetzigen Voraussetzungen ganz von Mais- und Sojafutter distanzieren.

Zudem kommt noch das Problem der Bakterienverseuchung und Fusarienverseuchung http://www.schweizerbauer.ch/htmls/artikel_19519.html der Oberflächen dazu, wozu wir auch seit 9 Jahren die ökologische Lösung anbieten.

Will man einfach diese 'natürlichen' Gifte bei den anderen Umwelt- und 'Bioverbänden', auch das ist gegen die gute fachliche Praxis.

Es kommt einem so vor, als wolle man bei konventionell und 'Bio' das 'Böse'. Biologische Gifte bei 'bio', Pestizidverunreinigung und gentechnische Verunreinigung bei konventionell und politisch integriert.

Will man wirklich weiterhin den Verbraucher schädigen?

Dr. Friedhelm Berger


Seit Adam u. Eva ist die Biolandwirtschaft wohl die intelligenteste u. energiesparendste Lebensmittelproduktion die es gibt. Sie braucht kein Gift und keinen Kunstdünger. (Zur Herstellung von 1 Tonne Kunstdünger braucht man 2 Tonnen Erdöl). Alles blüht alles wächst. Die Mohnblumen die Kornblumen können wieder blühen, die Marienkäfer u. die Bienen summen zu tausenden u. sogar die Feldlerchen kann man wieder hören. Die Haustiere weiden u. sonnen sich auf grünen Wiesen. Die Biobauern machen aus der Landschaft ein kostenloses Sanatorium für alle. Die schönsten Körner werden als Saat für das nächste Jahr zurückbehalten. Die Ernten sind ausreichend, gesund u. wohlschmeckend.

Mit den Genpflanzen, die sich durch Auskreuzen selber immer weiter ausbreiten, werden die Bauern und die Bienen vernichtet. In der Landwirtschaft mit Biotechnologie wird auf 100 Mio. ha zwangsweise jeder Quadratmeter total vergiftet (mit Roundup) im Schnitt 3 mal pro Jahr. Die Gen-Pflanzen sind gegen das Gift resistent oder sie erzeugen selbst ein Insektengift (BT- Toxin) und das gleich 1000 bis 10 000 mal mehr, als man für eine Totalvergiftug brauchen würde. Das ist der einzige "Segen" der Gentechnik. Kein Wunder wenn die Bienen sterben. Wenn sie nicht vom Gift (gentechnisches BT Toxin u. andere Nervengifte) selbst eingehen so verhungern sie, weil es fehlt ihnen an blühenden Pflanzen. Zu 95 % sind die Pesticide schuld am Bienensterben hat der spanische Bienenforscher Francisco Puerta (Uni Cordoba) herausgefunden. ( Der Standart / Austria 1. Mai.07) Bei der exzessiven Vergiftung im Genanbau kann keine Biene überleben. In Argentinien gibt es in den Gen-sojagebieten auf vielen Quadratkilometern keine Blumen, keine Bienen u. keine Vögel mehr. Gespritzt wird mit dem Flugzeug. Viele Urwälder wurden gerodet. Wenn Rinder auf dem Sojaacker fressen, verenden sie in kurzer Zeit. Angrenzende Bauern, die von der Giftwolke getroffen werden, werden krank und müssen ins Krankenhaus.(SWR Die Genverschwörung). Die Saat muss jedes Jahr neu gekauft werden. Die Ernten werden immer weniger, der Giftbedarf steigt. Im Boden u. in den Lebensmitteln reichern sich die Gifte an. Der Logik der Totalvergifter entsprechend, wurde der Grenzwert für Glyphosat in Brasilien von 0.2mg um das 50-zigfache angehoben. Es werden Urwälder gerodet und mit großer Energieverschwendung u. Vergiftung riesige Soja-Agrarwüsten geschaffen. Die Menschen im Land hungern weil Europa ihnen alles wegkauft. Anschließend werden unsere Getreide Überschüsse in Engergie umgewandelt.

Wir kämpfen bis zum Sieg , sei es in Brüssel oder Berlin !

Herzliche Grüße
Fridolin Brandt


Veränderte Feldflora nach Gen-Pflanzen
Schlechte Zeiten auch für Bienen und Schmetterlinge

London (pte/22.03.2005/15:46) - Der kommerzielle Anbau von genetisch veränderten Pflanzen könnte nach Ansicht von Forschern große Wirkungen auf die umliegenden Gewächse und damit auch auf die Schmetterlinge und Bienen haben. Zu diesem Schluss kommt eine dreijährige Studie, die im Wissenschaftsmagazin Nature http://www.nature.com. veröffentlicht wurde. Die Untersuchung wurde von der britischen Regierung in Auftrag gegeben und hat elf Mio. Dollar gekostet.

Nach den Ergebnissen der Forscher, die ein Rapsfeld mit genetisch verändertem Canola-Raps untersuchten, der einem bestimmten Herbizid widersteht, nahm die Zahl der Schmetterlinge und Bienen drastisch ab. Das hat aber nicht nur dramatische Auswirkungen auf die Insekten selbst, sondern auch auf jene Tiere, die in der Nahrungskette darüber liegen wie etwa verschiedene Vogelarten. Die Gentechnik-Befürworter sehen jene Gefahr aber nicht. "Einige der Tiere würden positiv davon betroffen sein, einige vielleicht negativ, aber die meisten gar nicht", meint Rony Combes vom Agricultural Biotechnology Council, einer Londoner Lobby-Gruppe für Gentechnologie.

Auch jene Rapsöl-Saat, die von Bayer CropScience in den USA und in Kanada im großen Stil angebaut wird, führt dazu, dass im Hochsommer knapp vor der Ernte kaum Schmetterlinge oder andere Insekten in der Nähe der Felder sichtbar sind. Gründe dafür liegen in der "Natur" der gentechnisch veränderten Pflanze, die kaum Nahrung für Insekten bietet. "Es gibt einfach nichts im Feld, was für Bienen oder Schmetterlinge interessant wäre", so der Bayer-Sprecher Julian Little.

Die Ergebnisse der britischen Studie, an der mehr als 150 Forscher teilgenommen hatten, die eine Mio. Pflanzen und zwei Mio. Insekten in verschiedenen Teilen Großbritanniens untersuchten, wurde im Fachmagazin Proceedings of the Royal Society B veröffentlicht. Die meisten der untersuchten Pflanzen sollen zwar in Europa nicht zugelassen werden und stehen auch nicht zur Debatte, dennoch nehmen die Forscher an, werden die Ergebnisse die Landwirtschaftspolitik für Jahrzehnte beeinflussen. "Nun gibt es einen rationalen und wissenschaftlich basierten Bericht, der diese Veränderungen deutlich macht", so Chris Pollock, wissenschaftlicher Direktor am Institute For Grassland and Environmental Research in Aberystwyth, der auch Vorsitzender des Studien-Komitees war. "Wir haben detailreich demonstriert wie eng die Verbindung zwischen der Landwirtschaft und der Umwelt ist".


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Hallo liebe Leute
War ein beschi.... Wetter bei der Demo.
Dennoch waren wir in Hassloch dabei und können dort auf Widerstand und Aktionen bauen.
Es wurden schon einige Ideen geboren, und Kontakte für Aktionen im Sommer geknüpft.
Der Umweltbund war vor Ort und es gab sogar ein bischen Applaus.
Pressemeldung und Foto:

Demo


Bei einem Wetter "so schaurig wie die Gentechnik", so der Imker Manfred Gerber gestern bei der Kundgebung der Grünen auf dem Rathausplatz, trotzten rund 70 Bürger Schnee und Wind, um gegen den Anbau von gentechnisch verändertem Mais bei der Haßlocher Prüfstelle des Bundessortenamts zu protestieren.

Als "unverantwortlich und nicht mehr rückholbar" kritisierte die Bundestagsabgeordnete der Grünen Ulrike Höfken die Risiken, die durch Agro-Gentech-nik entstünden. Erschreckende Ergebnisse von Studien zeigten, dass eine Freisetzung gentechnisch veränderter Pflanzen Gefahren für Menschen, Tiere und Umwelt berge. Sie wandte sich dagegen, dass mit der Aussaat von Genmais auf Haßlocher Gemarkung die Bevölkerung der Region als "Versuchskaninchen der Gentechnik-Industrie" dienen solle. Zudem bezeichnete sie diese Freisetzung als illegal, weil für Mais der Sorte Mon 810 die Zulassung als Saatgut nie gegeben worden sei. Landwirtschaft sminister Seehofer wie auch der SPD/FDP-Landesregierung warf sie vor, sich als "Lobbyisten" der Gentechnikindustrie zu betätigen. "Für ein gentechnikfreies Rheinland-Pfalz" plädierte die Direktkandidatin der Grünen für den Landtag, Waltraud Blarr. Drei Viertel der deutsche Verbraucher lehnten gentechnisch veränderte Lebensmittel ab. Ökonomische, ökologische und soziale Gründe sprächen gegen die Gentechnik. Für die Bauern bedeute diese höhere Kosten beim Saatgut-Kauf, wobei Studien in den USA gezeigt hätten, dass nicht mehr geerntet werde als bei konventionellem Anbau. "Koexistenz" mit der herkömmlichen Methode sei nicht möglich. Die Landwirtschaft in Rheinland-Pfalz sei viel zu kleinteilig, um ausreichende Abstände zu gewährleisten. Selbst in Kanada und den USA sei es überall zu Auskreuzungen gekommen. Außerdem belaste Gentechnik Natur und Umwelt, weil der Verbrauch von Pestiziden nach einer Übergangszeit steige. Bedroht sieht Blarr auch die Arten Vielfalt. Wildkräuter könnten durch Resistenzen zu "Su-perunkräutern" werden. Zudem könnten Nebenwirkungen wie eine Beeinflussung des Erbguts der Saatpflanzen nicht ausgeschlossen werden. Nicht ausreichend untersucht seien mögliche gesundheitliche Auswirkungen auf Mensch und Tier, warnte sie. Agro-Gentechnik koste Arbeitsplätze in der Bio-Branche sowie im Tourismus und schaffe Abhängigkeiten von Konzernen. Blarr forderte, Gelder statt in die Gentechnikforschung in die Verbesser ung des ökologischen Landbaus und für den Einsatz nachwachsender Rohstoffe zu verwenden. Auf "unkalkulierbare Risiken" wies auch die Grünen-Ortsvorsitzende Pia Werner hin. Sie forderte, dem Beispiel von bereits 85 "gentechnikfreien" Regionen zu folgen.

Nach Ansicht des Imkers Manfred Gerber (Umweltbund), der in Haßloch Bienen züchtet, reicht ein "Sicherheitsabstand" von zehn Metern wegen des Flugradius von Bienen keinesfalls aus, um eine Vermischung von gentechnisch verändertem mit konventionellem Erbgut zu verhindern. (guh)

Nach der Kundgebung auf dem Rathausplatz zogen die Demonstranten vor das Bundessortenamt, um dort Protestplakate aufzuhängen.

Liebe Grüße Mannes


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Die von der Großen Koalition vereinbarte Lockerung des gentechnikrechtlichen Haftungsrechts in Richtung auf eine Fondslösung ist ordnungspolitisch und verfassungsrechtlich problematisch.
  1. Die durch das Grundgesetz, das EU-Recht und die WTO vorgegebene Wirtschaftsverfassung geht von einer möglichst von staatlichen Einflüssen frei gehaltenen Wirtschaftstätigkeit aus. Der wirtschaftende Unternehmer soll die Chancen seiner Tätigkeit nutzen können, aber auch die Risiken hierfür tragen müssen. Auf diese Weise soll eine sinnvolle Allokation von Ressourcen erreicht werden. Der Unternehmer soll auch keine Gewinne auf Kosten des Steuerzahlers machen dürfen. Für den Bereich des Umweltschutzes hat dieser Grundsatz in Form des Verursacherprinzips nach Art. 174 Abs. 2 Satz 2 EG-Vertrag sogar Verfassungsrang. Die Entlastung bestimmter Branchen wie der Agro-Gentechnik von den durch sie verursachten Kosten durch Abwälzung auf einen Fonds ist mit diesen ordnungspolitischen Grundvorstellungen nicht vereinbar.
  2. Die Einschaltung eines staatlichen Fonds wäre ein Fremdkörper im zivilrechtlichen Nachbarrecht. Es ist nur schwer begründbar, durch Gentechnik verursachte Immissionen anders zu behandeln als wie es das BGB seit seiner Einführung bis heute bei allen anderen Immissionsarten tut. Darin liegt eine außergewöhnliche Privilegierung der Gentechnik im Verhältnis zu allen anderen Branchen und ein außergewöhnlicher Systembruch im zivilen Nachbarrecht, der mit dem Willkürverbot und dem Gebot einer konsistenten Gesetzgebung kaum noch zu vereinbaren ist.
  3. Selbst wenn man diesen Systembruch für zulässig hält, wäre immer noch bei der konkreten Ausgestaltung sehr genau zu fragen, ob dadurch der Staat noch seinen Schutzverpflichtungen aus Art. 14 GG und 20 a GG nachkommt. Sollte sich der Schutzstandard für gentechnikfrei produzierende Landwirte durch dieses neue System verschlechtern, läge darin neben dem Verstoß gegen deutsches Verfassungsrecht auch noch eine Verletzung europäischen Rechts.
Institut für Naturschutz und Naturschutzrecht Tübingen
Dr. iur. Christoph Palme
Ursrainer Ring 81
72076 Tübingen
www.institut.naturschutzrecht.net
Fon/Fax 07071/687038 bzw. 6878160
Mobile 0163 435 4160
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37 Tote durch Gentechnik! Diese Nachricht könnte auch von heute sein

1989 brachte der japanische Hersteller Showa Denko K.K. eine Nahrungsergänzung mit der gentechnisch erzeugten Aminosäure L-Tryptophan in den USA auf den Markt. Um die Tryptophan-Ausbeute gegenüber der Gewinnung aus konventionellen Bakterien zu erhöhen, wurde ein artfremdes Gen in die DNS dieser Bakterien eingesetzt und dann die Substanz aus diesen gtv. Bakterien gewonnen. Innerhalb weniger Monate, nachdem das gentechnisch erzeugte Tryptophan auf den Markt kam, verursachte es das epidemische Auftreten einer ungewöhnlichen Krankheit mit dem Namen EMS. An der Folge dieser Krankheit starben 37 Menschen und mindestens 1500 weitere erlitten dauerhafte Behinderungen. (FDA's Regulation of the Dietary Supplement L-Tryptophan. Human Resources and Intergovernmental Subcommittee of the Committee on Government Operations, U.S. House of Representatives, Washington, D.C., 1991)

Schon vor vielen Jahren hatten andere Hersteller L-Tryptophan auf den Markt gebracht, das von nicht gentechnisch veränderten Bakterien erzeugt wurde. Epidemiologische Untersuchungen des Zentrums für Krankheitsüberwachung (Center for Disease Control) zeigen keinerlei Zusammenhang zwischen dem Tryptophan dieser Hersteller und dem Auftreten von EMS (Kilbourne, E. Journal of Rheumatology Supplement, Vol. 46, Okt. 1996). Darüber hinaus wurde in dem gentechnisch erzeugten Tryptophan der Firma Showa Denko mindestens eine hochgiftige Verunreinigung nachgewiesen, die niemals zuvor in einem der konventionell hergestellten Tryptophan-Präparate gefunden worden war.

Obwohl es keinen eindeutigen Beweis für den Zusammenhang zwischen dem gentechnisch erzeugten Tryptophan und EMS gibt, konnte dieser nicht widerlegt werden. Viele Experten sind der Meinung, dass die Toxine, welche die Krankheit verursachten, unerwartete Nebenprodukte des gentechnischen Vorgangs waren. Wie die Aussagen im nächsten Abschnitt zeigen, ist es allgemein bekannt, dass solche Verfahren in die biochemischen Abläufe der Zelle eingreifen und dadurch neuartige Toxine entstehen können. (Siehe auch T.J. Simat et. al.: Synthesis, Formation and Occurrence of Contaminants in Biotechnologically Manufactured L-Tryptophan, Proceedings of the 9th International Meeting on Tryptophan Research, Hamburg, 10.-14. Okt., 1998 (im Druck)). Der Hauptgrund, warum die Ursache nicht eindeutig aufgeklärt werden konnte, liegt in der Vernichtung der entscheidenden Beweismittel in Showa Denkos Labor, bevor überhaupt Ermittlungen durchgeführt werden konnten.

FDA-Wissenschaftler bestätigen, dass das gentechnische Verfahren selbst die Ursache für EMS sein könnte. Am 27. September 1991 diskutierte Dr. James Maryanski, Koordinator der FDA Biotechnologie-Arbeitsgruppe, diese Angelegenheit mit anderen Regierungsbeamten; dazu die schriftlichen Aufzeichnungen dieses Treffens:
Ich sagte, dass wir keine neuen Informationen haben, dass wir die Ursache von EMS nicht kennen, noch können wir die gentechnische Veränderung des Organismus ausschließen, (Hervorhebung im Original). (FDA Administrative Record at 22,923) Dr. Maryanski bestätigte weiterhin, dass Gentechnik nicht ausgeschlossen werden kann. (FDA Public Meeting on Bioengineered Foods, Washington, D.C. 30. November, 1999)

Reaktion der FDA: Am 18. Juli 1991 berichtete L. Archer, stellvertretender Direktor des FDA-Zentrums für Lebensmittelsicherheit und angewandte Ernährungswissenschaft (Center for Food Safety and Applied Nutrition, CFSAN), vor einem Komitee des Repräsentantenhauses (dem Subcommittee on Human Resources and Intergovernmental Relations) über die Tryptophan-Tragödie. Er sagte, dass dieser Vorfall die Warnungen der FDA vor den Risiken vieler Reformkostzusätze bestätige und dass die Todesfälle und Gesundheitsschädigungen die Gefahren der verschiedenen Arten von Betrügereien im Gesundheitswesen aufzeigen, die an Teilen der amerikanischen Öffentlichkeit verübt werden. Dr. Archers vorformulierte Bemerkungen verwiesen an keiner Stelle darauf, dass die giftigen Chargen des L-Tryptophan gentechnisch erzeugt worden waren, auch erwog er in keiner Weise, die Ursache der Krankheit könne dieses Verfahren sein und nicht irgendwelche angenommenen Probleme mit L-Tryptophan-Nahrungsergänzungen generell.

Am 29. Mai 1992 stellte die FDA formal fest, gentechnisch veränderte Lebensmittel seien unbedenklich und legte fest, dass dafür keine Sicherheitsuntersuchungen erforderlich seien. (Die US-Gesetzgebung besagt, dass eine neue Methode der Nahrungserzeugung, wie Gentechnik, nur als sicher angesehen werden könne, wenn eine begründete Wahrscheinlichkeit gegeben sei, dass sie unschädlich ist. 21 CFR Sec.170.3(i)) Anstatt nun das Vorbeugeprinzip auf die Gentechnik anzuwenden, nahm die FDA alle L-Tryptophan Nahrungsergänzungen vom Markt. So wurden, obwohl keine Art von konventionell erzeugtem L-Tryptophan mit EMS in Verbindung gebracht werden konnte, alle derartigen Nahrungsergänzungen verboten, während gleichzeitig alle gtv. Lebensmittel für den Handel ohne jegliche Sicherheitsuntersuchungen zugelassen wurden und dies, obwohl es wissenschaftlich berechtigte Gründe für die Annahme gibt, dass das Verfahren der Gentechnik selber die Ursache der EMS-Epidemie war. Bis heute verschleiert die Exekutive der US-Regierung die Tatsache, dass das tödliche L-Tryptophan gentechnisch erzeugt wurde und behauptet weiterhin, es gebe kein gentechnisch erzeugtes Lebensmittel, das irgendwelche Gesundheitsprobleme zur Folge gehabt hätte. Z.B. erklärte David Aaron, stellvertretender Wirtschaftsminister der USA, im September 1999: Kein Ausschlag, kein Niesen, kein Husten, kein triefendes Auge trat jemals als Folge von gtv. Lebensmittel auf und das, weil wir extrem sorgfältig bei der Zulassung vorgegangen sind.

Autor: Hubert Servus



Anläßlich der internationalen Gentechkonferenz in Köln, hatten wir die Gelegenheit beide Seiten ausgiebig zu studieren.
Die Gentechveranstaltung brauchte für 100 Leute Publikum 10 gut sichtbare Bodyguards,welche uns 5 Leute 10 Minuten kontrollierten, abtasteten und auszogen. Wir mußten alle Taschen abgeben, zwei von uns mußten die Hemden ausziehen weil "no gen" drauf stand. Gentech ist also etwas sehr Gefährliches.

Alle die später kamen wurden nicht mehr rein gelassen, obwohl der Saal nur zu ein Drittel gefüllt war. Die Genlobby, hochkarätige Vertreter der Genkonzerne aus allen Ländern, sprachen vom "Hunger der Welt" und den überlebenswichtigen Beitrag der Gentechnik etc. Sie ließen die Leute aus dem Publikum nicht zu Wort kommen, mit dem Hinweis die Publikumsdiskussion findet zum Schluß statt. Zum Schluß, war aber dann keine. Sie fürchten also gelbe Hemden und Fragen. aus der Bevölkerung.

Sie lobten die Genbaumwolle in Indien, wo BT Baumwolle seit etwa seit 10 Jahren auf großer Fläche angebaut wird. Ein wahrhafter Segen, der vielen Indern zu weit höheren Einkommen verholfen hat.

Darauf antwortete ein sehr kompetenter Inder, ein Mitarbeiter der Nobelpreisträgerin Vandana Shiva und erzählte, wie der Genkonzern Monsanto in Indien eine Schreckensherrschaft errichtet hat. Zuerst wurden die Bauern mit allen Methoden der modernen Werbung für die Gentechnik begeistert. Man versprach ihnen 80% mehr Erträge. Das ca. vier mal so teure Saatgut konnten sie bei der Firma auf Kredit kaufen. Sie mußten sich nur verpflichten auch das Rundup ( Herbizid ) dazuzukaufen und sich auf längere Zeit zur Zusammenarbeit mit Monsanto verpflichten. Auch Gratissaagut wurde ausgeteilt. Eine Weile ging es gut, dann kamen eine Mißernte nach der anderen. Die Genpflanzen wurden immer schwächer, die Anfälligkeit für Krankheiten wurde immer größer. Dadurch mußten sie auch immer mehr Spritzmittel kaufen. Dies führte dazu, daß die Bauern ihren Kredit nicht mehr zurückzahlen konnten und damit immer höhere Schulden anhäuften. Die Lage wurde so aussichtslos, daß viele nur noch einen Ausweg im Selbstmord sahen. So verschwanden 25. 000 Gen-Bauern in den letzten 5 Jahren durch Selbstmord. Das sind 13,7 Selbstmorde pro Tag. Verschuldet durch die Segnungen der Gentechnik. So geht es also den Genbauern in Indien.

Den Nichtgenbauern geht es auch nicht besser. Durch Pollenflug werden die angrenzenden Felder der Nichtgenbauern verseucht. Auf Ihnen wachsen plötzlich die patentierten Pflanzen der Fa. Monsanto. Die Bienen sind die Diebe, die diese Patente gestohlen und verteilt haben. Verklagt werden die unfreiwillig fremd bestäubten Feldfrüchte der Nichtgenbauern von der Genfirma.

In einem Musterprozess in Kanada, wurde der Bauer Percy Schmeißer heuer in dritter Instanz verurteilt. Sein Saatgut mußte er abliefern nur die von Monsanto geforderte Patenrechtsabgabe mußte er nicht zahlen. Auch wenn er einen großen Schaden durch die Genpflanzen erlitten hat. Jetzt müssen alle fremdverseuchten Bauern die Patentrechtsabgabe zahlen. Das Unrecht ist zum Recht geworden. Die Genpflanzen, das Eigentum der Fa. Monsanto haben seinen Grund in Besitz genommen. Und wie geht es den Konsumenten. Sie sollen möglichst unwissentlich, die Gentechware konsumieren. Die Tierprodukte, die mit Gentechfutter gefüttert wurden müssen nicht deklariert werden. Der Konsument soll das Spiel, als unfreiwilliges Versuchsakinchen der Genfirma mitspielen. Ohne Anspruch auf Haftung wenn jemand krank wird. In Österreich und Deutschland soll nun der Genbauer haften, mit Umkehr der Beweislast. Und der Genkonzern der Verursacher und einzige Nutznieser, geht weiter straffrei aus.

Müsste der Genkonzern haften mit Umkehr der Beweislast und nicht mehr gefördert werden, wäre dies das sofortige Ende des ganzen Genterrors in der Landwirtschaft.

Wenn wir dies nicht schaffen, verlieren wir in wenigen Jahren unsere Lebensmittelsouveränität, und damit auch die Kontrolle über die Demokratie. Kein EU Parlament wird jemals soviel Macht über uns haben, als der Genkonzern der unsere natürlichen Lebensmittel zerstört hat und wir auf seine künstlichen Industrielaborprodukte angewiesen sind.

Dies ist leider keine Prophetie mehr, sondern schon jetzt die Wirklichkeit !

Fridolin Brandt

Vorstandsmitglied Umweltbund.e. V.




Forsa-Umfrage für Slow Food

Mehr als drei Viertel, nämlich 79 Prozent der Bundesbürger lehnengentechnisch veränderte Bestandteile in der Nahrung ab. Das ergab eine Meinungsumfrage für Slow Food, das Magazin von Slow Food Deutschland imVorfeld der Bundestagswahl. Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hatte am 18. und 19. Juli 1.001 Bürger befragt. Nur 17 Prozent gaben an, dass ihnen diese Frage egal ist, wenn der Preis stimmt. Allerdings ist die Ablehnung von Genfood im Osten mit 70 Prozent nicht ganz so signifikant. Am höchsten ist die Ablehnungsquote bei den Altersgruppen zwischen 30 und 59 Jahren mit 83 Prozent Die unter 30-jährigen sagen zu 71 Prozent nein und legen zu 27 Prozent mehr Wert auf einen günstigen Preis.

Zu einer erregten öffentlichen Debatte und Protestaktionen von Bauern hatten Aktionen von Discountern geführt, die Milch weit unter dem Einstandspreis verkauft hatten. Slow Food wollte wissen, wie die Verbraucher zu den Preisen für Lebensmittel stehen. 84 Prozent der Deutschen wollen, dass die Landwirte angemessen für ihre Produkte bezahlt werden. Für nur zwölf Prozent ist es am wichtigsten, dass die Produkte billig sind. In dieser Frage gab es kaum Abweichungen zwischen West und Ost, zwischen den Altergruppen und den Bildungsniveaus.

Slow Food fragte auch, ob es den Deutschen wichtig ist, dass die Zuständigkeiten für Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz in einem Ministerium vereint bleiben. Diese Frage bejahten 64 Prozent der Befragten, darunter am deutlichsten die Gruppe der 30- bis 44-jährigen. Nur 13 Prozent stimmten der Auffassung zu, dass die Frage des Verbraucherschutzes in der Verantwortung jedes Einzelnen liegen solle.

Slow Food, die in 90 Ländern der Erde aktive Lobby des Geschmacks, sieht sich durch die Umfrage in seinen Anliegen bestätigt. Es geht der 1986 in Italien gegründeten Vereinigung vorrangig um die Bewahrung regionaler Produkte und Ernährungstraditionen und darum, dass die Bauern für ihre Arbeit gerecht entlohnt werden. Slow Food ist leider nicht grundsätzlich gegen gentechnische Forschung, hält aber die Verwendung gentechnisch veränderten Saatguts nach dem derzeitigen Stand der Erkenntnisse für einen Irrweg, weil - ganz abgesehen von bisher noch unbekannten Risiken - die biologische Vielfalt der Lebensmittelprodukte gefährdet wird. Ein großes Problem ist auch die wachsende Anhängigkeit der Bauern von einigen wenigen global auftretenden Saatgutherstellern. Slow Food wird in seinen Anliegen unter anderem von seinem prominentesten Mitglied, dem britischen Thronfolger Prinz Charles unterstützt.

Fridolin Brandt





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